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Unser Treffen am 17. Juli 2014
in Neuharlingersiel


Ein Hafen mit idyllischer Atmosphäre und eine aktive Krabbenkutterflotte; Neuharlingersiel hat viel Flair
und auch der Sielhof ist etwas ganz Besonderes.

Die Skulptur "Alt- und Jungfischer" des Bildhauers Hans-Christian Petersen
lockt zum Fotografieren.

Der Sielhof

einst Zufluchtsort und Herrensitz, ist in vieler Hinsicht
ein lohnendes Ziel. Auch für uns FA'ler,
dachte ich mir und vereinbarte somit mit dem Kurverein
einen Besichtigungs-Termin für den 17. Juli um 11.15 Uhr.

Um 11.00 Uhr trafen wir uns alle vor dem Sielhof
und wurden hier sehr herzlich von der Gästeführerin Frau Harms willkommen geheißen. Insgesamt waren wir 25 Personen;
Dörte hatte ihre Enkelin Charlotte mitgebracht.

Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich das Café-Restaurant "Sielhof". Frau Harms führt uns in die Upkammer und zeigt uns hier die aus dem Jahr 1756 stammende geschnitzte Eymen-Tür und den Kamin mit Delfter Kacheln.
Außerdem erzählt sie uns einiges aus der Geschichte des Sielhofes:
Im Jahre 1755 begann Siebelt Frerich Eymen mit dem Bau der „Warfe“, benannt nach dem Bauernhof, an dessen Platz dieses Steinhaus errichtet wurde.Der zweistöckige Bau bildet den Kern des heutigen Sielhof-Gebäudes.

Zwischen 1899 und 1906 wurden bauliche Veränderungen vorgenommen.
Das Gebäude erhielt einen Vorbau an der östlichen Ecke. Um an der westlichen Seite ein architektonisches Gegenstück zu erhalten, wurde
ein Kapellenanbau erstellt. Gleichzeitig erhielt der Sielhof einen turmartigen Aufbau in der Mitte des Kernbaus.

Die Fliesenwand des Sielhofes, Wahrzeichen von Neuharlingersiel, stellt mit 870 Fliesen die größte geschlossene Einheit von Bibelfliesen in Ostfriesland dar. Die kleinen Kunstwerke sind in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Westfriesland gefertigt worden und wahrscheinlich mit dem Bau des Anwesens im Jahr 1755 in das Herrenhaus gelangt. Auf den Fliesen sind Szenen aus der Bibel dargestellt.

Die ca. 250 Jahre alten Fliesen, wurden im Jahr 2010 in den Niederlanden restauriert und im November 2010 im Sielhof wieder angebracht.

1899 ließ der Besitzer des Sielhofes einen Park anlegen, ein kleiner Wald ist er heute geworden - ebenfalls eine Seltenheit in den Nordsee- marschen. Vom Hof in den Park führt eine Brücke, deren Geländer einst aus den Rippenbögen eines Wals gefertigt wurde (Bild oben).

Über dem Eingang der Sielhofskapelle befindet sich eine eingemauerte Erinnerungstafel
der Schule von der Sturmflut des Jahres 1825.



Die maritime Kapelle
mit ihren rund 50 Sitzplätzen
bietet ihren Gästen ein
ganz besonderes Ambiente.
Früher diente sie als Zufluchts-
stätte vor der rauen Nordsee,
heute ist sie besonders für
kleine bis mittlere
Hochzeitsgruppen interessant.

Das Rokokozimmer mit seiner Deckenmalerei,

Original-Möbeln sowie den eindrucksvollen Kamin

und das ehemalige Jagdzimmer (Bild unten)
stehen für Ausstellungen, Tagungen und Festlichkeiten zur Verfügung.

Dann geht es in die ersten Etage des Sielhofs in das herrschaftliche Gesellschaftszimmer. Hier erzählt uns Frau Harms, daß im Jahr 1907 der Sielhof zum Herrensitz der Familie von Eucken und des Rittergutes Addenhausen wurde. Bis 1967 blieb er der Sitz der Familie, bevor die Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Näheres über die Persönlichkeit Georg von Eucken-Addenhausen siehe hier.

1989 erwarb der Kurverein Neuharlingersiel e.V. das Anwesen. Die anschließende Umbau- und Restaurierungszeit dauerte 20 Monate. Altes und Neues wurden harmonisch miteinander verbunden.
Seit dem Jahr 2000 befindet sich in der ersten Etage das "Haus des Gastes". Hier finden kulturelle Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Musik und Comedy sowie Teeseminare statt.

Im Flur der oberen Etage sind u. a. Zeugnisse der Walfangzeit ausgestellt.

Mit einem Rundgang durch die kleine Bibliothek mit Leseraum,
dem Schreibzimmer, dem Schach- und Spielzimmer
endet die Führung durch den Sielhof und wir gehen zu Tisch in das Jagdzimmer.

Nach dem Mittagessen, alle Bilder siehe hier,
geht es zum malerischen Hafen, der guten Stube von Neuharlingersiel.

Die Kutterfahrt

Ab Neuharlingersiel hat man in der Saison (April-Oktober)
fast täglich die Möglichkeit,
an Fahrten mit dem Fischkutter
"Gorch Fock"
auf's offene Meer zu den Seehundbänken
mit Schaufischen teilzunehmen.

Hierzu meldete ich unsere Gruppe bei Herrn Kapitän Wilhelm Jacobs
für die Fahrt um 14.00 Uhr an.

Die Sonne lacht vom Himmel,
das ideale Wetter für einen Ausflug auf der Nordsee!
Entsprechend heiter gehen alle FA'ler an Bord; Bilder siehe hier,
bis auf Elke, die uns nachwinkt.

Herr Kapitän Jacobs begrüßt die Fahrgäste an Bord
und wünscht allen eine gute Fahrt.
Pünktlich um 14.00 Uhr legt das Schiff vom Pier ab.
Wir stechen also in See und der Kutter
nimmt Kurs Richtung der Insel Spiekeoog.
Herr Kapitän Jacobs erzählt uns derweil
etwas über den
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer,
Informationen dazu siehe hier.

Auch berichtet Herr Jakobs, dass die Fischerfamilie Jacobs die Fischerei in der fünften Generation hauptberuflich betreibt. Details siehe hier.. Mit der Indienststellung der jetzigen “Gorch Fock" 1971 wurden auch Ausflugsfahrten angeboten. Aufgrund der neuen EU-Auflagen für die Krabbenfischerei sattelte die Familie total auf Kutterfahrten mit Gästen um, mehr.

Das Schaufischen

Die Insel Spiekeoog im Blickfeld wird von einem Crewmitglied ein Krabbennetz zu Wasser gelassen
und nach ca. 10 Minuten wieder eingeholt.

Der Fang wird an Bord geholt und von uns begutachtet: Seesterne, Garnelen, Krebse in allen Größenordnungen, kleine Plattfische und weitere Meeresbewohner. Beindruckend, wie viele unterschiedliche Tiere im Watt zwischen Spiekeroog und dem Festland leben.

Die Kiste wird mittig auf dem Kutter aufgestellt,
damit jeder mal einen Blick hineinwerfen kann,
insbesondere Kinder sind von der Krabbelei fasziniert.
Später, auf dem Rückweg zur Küste, werden alle Tiere
von Herrn Kapitän Jacobs persönlich wieder dem Meer übergeben.

Seehundbänke

Weiter geht es zu den Seehundsbänken vor der Nachbarinsel Langeoog. Unser Kapitän drosselt den Motor und fährt in langsamer Fahrt an den Seehunden vorbei und erklärt uns die Lebensweise der Tiere - siehe hier. Die Seehunde kennen Kapitän "Willi" und die Gorch Fock und bleiben brav liegen.

Die älteren Seehunde räkeln sich in der Sonne, die jungen balgen sich im Wasser.

Schiffe, die unseren Weg kreuzen:

Nach fast zwei Stunden auf See
läuft die Gorch Forck wieder in Neuharlinger Siel ein.

Wir bedanken uns bei Herrn Kapitän Jacobs für die erlebnisreiche Fahrt und gehen zum Hafen Ost...

...zum Cafe Störmhuus.

Trotzdem donnerstags Ruhetag ist,
wurde das Haus auf Anfrage extra für unsere Gruppe geöffnet.

Von der Dachterrasse aus hat man eine wunderschöne Fernsicht
auf das Wattenmeer mit den Inseln
Spiekeroog, Langeoog und Wangerooge.

Wir genießen diesen Ausblick und lassen bei einer Tasse Kaffee/Tee mit Kuchen somit den tollen Tag ausklingen.
Alle Bilder davon siehe hier.

Impressionen von oben:

******************

Als wir uns gegen 18.00 Uhr auf den Heimweg machen, sind die Kaianlagen leer, denn es ist Hochwasser;
die Fischer sind rausgefahren zum Krabbenfang.


Impressum:
Fotos: dolomiti, ernibird
Bildbearbeitung: dolomiti
Text: ernibird
Layout: ernibird

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