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Was ist Knochenschwund?

Ältere Menschen haben nicht nur weniger Muskelkraft als junge Menschen, auch das Skelett ist schwächer. Es ist normal, dass die Knochensubstanz mit zunehmendem Alter abnimmt, allerdings nur bis zu einen gewissen Umfang. Kommt es zu einem auffälligen Abbau im Alter und damit verbunden zu gehäuft auftretenden Knochenbrüchen, kann das an einem überproportionalen Verlust an Knochenmasse liegen, der zu einer Schädigung der Knochenstruktur führt. Der Knochenabbau und die damit einhergehende Instabilität führen dazu, dass die Knochen immer brüchiger werden. Daher auch die gängige Bezeichnung „Knochenschwund“ für die Krankheit Osteoporose.

Arzt erklärt einer Patientin ein Röntgenbild

Als systemische Erkrankung betrifft Knochenschwund in nahezu allen Fällen das gesamte Skelett. Besonders beanspruchte Knochenregionen, wie beispielsweise der Oberschenkelhals, können selbst bei geringer Beanspruchung oder einfachen Stürzen leicht brechen. Die Folgeerscheinungen eines Knochenschwunds sind auch deshalb so gefürchtet, weil der Heilungsprozess meist sehr langwierig ist und die Patienten dadurch zunehmend immobil werden können. Das Tückische ist das langsame und stille Voranschreiten der Krankheit, ohne dass die meisten Erkrankten es überhaupt bemerken.

Achtung:

Osteoporose schwächt die Knochen im Laufe der Zeit ohne offensichtliche Anzeichen. Deshalb wird sie oft als „stille Krankheit“ bezeichnet – bis es zum Knochenbruch kommt.

Größtenteils treten die Beschwerden erst dann auf, wenn Halt und Stabilität des Knochens bereits so abgenommen haben, dass Schmerzen spürbar sind, beispielsweise in Form von starken und anhaltende Rückenschmerzen oder gar einem Knochenbruch. Eine frühzeitige Diagnose ist besonders wichtig, um rechtzeitig medikamentös entgegensteuern können. In allererster Linie sind zwar ältere Menschen von dieser Erkrankung betroffen, zunehmend erkranken jedoch auch Personen unter 40 Jahren.

Der Knochenbruch als Warnsignal

Frau mit eingegipstem Arm

Alle drei Sekunden tritt weltweit ein Knochenbruch auf, der auf Knochenschwund zurückzuführen ist - eine sogenannte Knochenschwundfraktur. Das bedeutet, dass es in einem Jahr zu fast neun Millionen Knochenschwundbrüchen kommt. Dennoch erfolgt selten die richtige Diagnosestellung – nämlich Knochenschwund. Schätzungsweise werden 80% der Frakturen nicht für die zugrundeliegende Osteoporose behandelt. Stattdessen ist die Unachtsamkeit des Patienten oft die Erklärung für einen Knochenbruch und dementsprechend erhält er auch die Behandlung wie für einen „normalen“ Bruch. Viele Patienten erleiden zwei bis drei Frakturen, bevor sie eine Osteoporose-Behandlung erhalten. Das Risiko, nach einer Knochenschwundfraktur eine weitere Fraktur zu erleiden, steigt um das Fünffache an. Wird die Krankheit Knochenschwund nach einem Bruch nicht behandelt, nimmt die Knochendichte weiter ab und das Risiko eines weiteren Bruchs steigt, daher ist eine korrekte Diagnosestellung so wichtig.

Knochenbruch?

Falls Du in letzter Zeit eine Fraktur erlitten hast, solltest Du unbedingt das Gespräch mit Deinem Arzt suchen. Zögere nicht, frage ihn ganz direkt, ob Dein Knochenbruch ein Hinweis auf eine mögliche Osteoporose sein kann, denn diese Brüche können Deine Eigenständigkeit und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Kann man Knochenschwund vorbeugen?

Mit der Zeit geht beim Knochenschwund die feine Bälkchenstruktur, auch Spongiosa genannt, insbesondere in den großen Röhrenknochen zunehmend verloren. Eine eindeutige Ursache für diesen zunehmenden Knochenschwund und damit eine erhöhte Brüchigkeit kann trotz aufwendiger Diagnostik nicht immer eindeutig festgestellt werden. Zur frühzeitigen Prophylaxe von Knochenschwund ist eine Knochendichtemessung, die sogenannte Osteodensitometrie, ab dem 45. Lebensjahr für beide Geschlechter empfohlen. Sollte dabei eine Osteopenie, also eine Vorstufe der Osteoporose festgestellt werden, bleibt in der Regel noch genügend Zeit zur umfangreichen Therapie, damit es im Alter erst gar nicht zu einer manifesten Osteoporose mit Knochenbrüchen kommen muss.

Inaktivität im Alter gilt als eine der Hauptursachen

Mittlerweile gilt Osteoporose als Volkskrankheit, von der alleine in Deutschland schätzungsweise mehrere Millionen Menschen betroffen sind, wobei Frauen häufiger unter Knochenschwund leiden als Männer. Die Ursachen dafür sind zwar weitgehend unbekannt, hormonelle Zusammenhänge scheinen jedoch ebenfalls eine Bedeutung zu haben. Indes ist es auch so, dass Frauen über deutlich weniger Knochenmasse verfügen als Männer und sich deshalb ein Knochenabbau auch schneller in entsprechenden Symptomen äußern kann.

Knochenschwund ohne erkennbare Ursache bezeichnet man auch als primäre Osteoporose, darunter fällt auch die Altersosteoporose jenseits des 70. Lebensjahres. Bei der sogenannten sekundären Osteoporose ist der Knochenschwund jedoch direkte Folge körperlicher Leiden oder der Langzeitbehandlung mit bestimmten Medikamenten. Kortikoide, wie sie häufig bei rheumatischen oder entzündlichen Erkrankungen Einsatz finden, erhöhen das Risiko, eine Osteoporose zu erleiden um ein Vielfaches. Die Lebensweise über Jahre und Jahrzehnte kann aber ebenfalls eine gewichtige Rolle bei der möglichen Entwicklung einer Osteoporose spielen. Als Risikofaktoren gelten übermäßiger Genussmittelmissbrauch in Form von Alkohol und Nikotin, Mangel an Kalzium und Vitamin D, Fehlernährung, Bewegungsmangel sowie Untergewicht mit einem Body Maß Index von weniger als 20. Ebenfalls erwähnenswert sind die erblich bedingten Varianten einer Osteoporose, welche familiär gehäuft auftreten können.

Sinnvolle Prophylaxe gegen Osteoporose vermindert das Risiko eines Knochenschwundbruchs

Bis zum Zeitpunkt eines spontanen Knochenbruchs müssen nicht zwingend Symptome vorhanden sein, die auf eine Osteoporose hindeuten würden. Die Mehrzahl der betroffenen Patienten klagt jedoch über diffuse Rückenschmerzen mit einer verstärkten Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorne, einen zunehmenden Rundrücken und einen Verlust der Körpergröße, welche durchaus mehrere Zentimeter betragen kann. Die Therapie des Knochenschwunds sollte kausal, also ursachenbezogen erfolgen. In der Regel ist eine Kombination mehrerer Behandlungsmaßnahmen erforderlich, um das Voranschreiten eines Knochenschwunds zu stoppen oder dessen Auswirkungen zu minimieren. Neben bestimmten hochwirksamen Medikamenten sind Patienten zu einer Reduzierung des Alkohol- und Nikotinkonsums, sowie mehr Bewegung angehalten. Gleichzeitig sollte eine konsequente, auf die Beschwerden ausgerichtete physikalische Therapie erfolgen. Zur Vorbeugung gegen einen Knochenschwund empfiehlt sich die Vermeidung aller Risikofaktoren, welche diesen begünstigen können. Außerdem sind eine kalziumreiche Ernährung und ausreichend Bewegung im Alltag besonders hilfreich. Denn eine gute Koordination und Ausdauer mit kräftiger Muskulatur kann das Sturzrisiko bei Osteoporose und damit auch das Risiko eines Bruches im Alter erheblich mindern.

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