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Schnarchen und Atemaussetzer: Ursachen und Risikofaktoren

Mann schnarcht

Wer nachts laut schnarcht, gefährdet nicht bloß die eigene Schlafqualität. Häufig leidet auch der Partner unter den nächtlichen Störgeräuschen. Die Folge ist meist Müdigkeit am nächsten Tag. So geben 28 Prozent der Menschen, die keinen ausreichenden Schlaf erhalten, nächtliche Schnarchgeräusche als Grund an. In einigen Fällen steckt aber auch mehr dahinter: So kann es etwa zu einer ausgeprägten Apnoe kommen, die gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit nehmen kann.

Welche Ursachen und Risikofaktoren kommen infrage?

Bei manchen Menschen kommt es nur gelegentlich dazu, während die nächtlichen Geräusche für andere fester Bestandteil der Bettruhe sind. Doch warum kommt es überhaupt dazu?

Wer schnarcht, hat häufig auch vergrößerte Mandeln, eine Kieferfehlstellung oder eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Diese Ursachen stecken nämlich häufig hinter den störenden Atemgeräuschen in der Nacht. Darüber hinaus können auch Übergewicht, Alkoholkonsum am Abend oder anatomische Veränderungen am Kiefer oder Gaumen sowie erweiterte Nasenmuscheln diese begünstigen. Doch was genau passiert dabei im Körper?

Der Rachenraum verfügt über kleine Muskeln, die im Schlaf mehr oder weniger stark erschlaffen. Die weichen Gaumenanteile vibrieren in der Folge und können die Atemwege sogar verengen, wodurch sich die Geräusche verstärken.

Besonders häufig betroffen davon sind ältere Menschen und Männer. Die größte Risikogruppe sind Männer ab einem Alter von 50 Jahren. Der Zusammenhang des Schnarchens mit dem Alter hängt damit zusammen, dass mit dem Älterwerden auch die Muskeln im Rachen etwas schwächer werden und die Atemwege leichter verengen.

Illustration - Mann schnarcht, Frau hält sich Ohren zu

Welche Begleitsymptome gibt es beim Schnarchen?

Bemerkbar macht sich das nächtliche Schnarchen oft erst am nächsten Morgen: Betroffene sind müde und abgeschlagen oder weniger leistungsfähig. Dieser Zustand des Energiemangels ist darauf zurückzuführen, dass Schnarchende in der Nacht häufig aufwachen, auch wenn sie sich am nächsten Tag nicht daran erinnern. Diese negativen Auswirkungen des Schnarchens auf den gesunden Schlaf gelten übrigens nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern nicht selten auch für Partner, die im selben Bett schlafen. Ein weiteres mögliches Symptom ist ein trockener Mund nach dem Aufwachen. Damit einhergehen können Mundgeruch, Schluckbeschwerden und Infekte sowie Entzündungen im Bereich des Rachens und des Mundraumes.

Ernsthafte gesundheitliche Risiken ergeben sich aus dem gewöhnlichen Schnarchen ohne Atemaussetzer im Schlaf in der Regel aber nicht. Wer nachts jedoch sehr heftig und unregelmäßig schnarcht, leidet möglicherweise unter einer sogenannten Schlafapnoe.

Was versteht man unter einer nächtlichen Apnoe und welche Folgen haben Atemaussetzer im Schlaf?

Bei einer Schlafapnoe handelt es um eine schwere Atmungsstörung. Im Gegensatz zum normalen Schnarchen kommt es zu einer sehr starken Erschlaffung der Muskulatur im Rachen- und Schlundraum. Die häufigste Form dieser nächtlichen Atmungsstörung ist die obstruktive Schlafapnoe, kurz OSA. Dabei werden die oberen Atemwege beinahe vollständig von den Muskeln blockiert, wodurch es zu Atemstillständen kommt.

Die Folge dieser Atemaussetzer: Der Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes steigt und die Sauerstoffkonzentration sinkt. Der Körper produziert Stresshormone in erhöhtem Maße. Unterschreiten die Blutgase bestimmte Schwellenwerte, wird das Atemzentrum alarmiert. Um einer direkten Schädigung des Körpers entgegen zu wirken, weckt sich der Körper selber auf, ein Vorgang, den man Arousal (Weckreaktion) nennt. Durch die Weckreaktion werden zwar die Blutgase normalisiert, aber auch der Schlaf nachhaltig gestört.

Häufiges Aufwachen und daraus resultierende Müdigkeit gehört noch zu den harmloseren Folgen der OSA. Gefährlich wird es, wenn die Auswirkungen der Atemstillstände negative Einflüsse auf Herz, Kreislauf und Lunge nehmen oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck begünstigen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen. Wer sich nicht sicher ist, ob er tatsächlich unter einer nächtlichen Apnoe leidet, kann zunächst einen Schlafapnoe-Selbsttest absolvieren. Dieser Test liefert erste Hinweise und Anhaltspunkte für die nächtliche Atmungsstörung und das mögliche Gespräch mit dem Arzt . Dieser kann zwischen Symptomen des gewöhnlichen Schnarchens und potenziell gefährlichen Atemaussetzern unterscheiden und gegebenenfalls passende Behandlungsoptionen erläutern.

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Themen > Gesundheit > Obstruktive Schlafapnoe (OSA) > Schnarchen und Atemaussetzer: Ursachen und Risikofaktoren