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Vorsicht bei exotischen Urlaubssouvenirs

Souvenirs aus dem Urlaub können nicht nur tolle Geschenke für die Liebsten daheim sein, sondern auch schöne Erinnerungen an eine einzigartige Reise. Doch was, wenn das Mitbringsel aus geschützten Tieren oder Pflanzen hergestellt worden ist? Nicht selten erwartet den ahnungslosen Touristen schon bei der Zollabfertigung am Flughafen das böse Erwachen. Denn wer illegale Souvenirs einführt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Elfenbeinschnitzerei

Illegaler Artenhandel – ein Milliardengeschäft

Etwa 30 Prozent der von der Weltnaturschutzunion IUCN untersuchten Arten sind bedroht. Der illegale Artenhandel ist mitschuldig daran und lebt auch von Touristen, die kaufen, was sich als Souvenir tarnt. Jährlich werden Wildtiere und Pflanzen im Wert von bis zu 20 Milliarden Euro auf dem Schwarzmarkt gehandelt.

Was Du beim Kauf von Souvenirs beachten solltest

Mitbringsel, die aus streng geschützten Arten hergestellt worden sind, gehören nicht ins Gepäck – so etwa Produkte aus Schildpatt von Meeresschildkröten, Elfenbein oder Tigerknochen, Wal-Salami und Tücher aus Shahtoosh-Wolle. Vorsicht geboten ist beispielsweise bei Ketten aus einigen Korallenarten, Geldbörsen aus Schlangenhaut oder Schnitzereien aus Walross- oder Flusspferdezähnen, aber auch aus geschützten Tropenhölzern. Wenn Du für Produkte dieser Art nicht die entsprechenden Genehmigungen vorweisen kannst, ist die Freude am Urlaubsmitbringsel nur von kurzer Dauer.

Gänzlich verzichten solltest Du am besten auf „lebende Souvenirs“ – egal ob Affen, Vögel, Reptilien oder exotische Pflanzen. Viele Arten sind geschützt und man kann kaum unterscheiden, ob die Tiere oder Pflanzen nachgezüchtet oder wild gefangen beziehungsweise gesammelt wurden. Bitte beachte, dass der Kauf von Wildtieren – und sei es nur, um sie aus der Gefangenschaft zu befreien – dazu führt, dass die Nachfrage bestehen bleibt.

Grundsätzlich gilt: Informiere Dich, welche Tier- und Pflanzenarten durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES geschützt sind. Bei vielen Arten ist die Einfuhr in die EU in der Regel illegal. Doch auch für eine Vielzahl erlaubter Souvenirs sind Genehmigungen erforderlich – ohne diese Dokumente ist der Import rechtswidrig.

Vorsicht vor Tier-Attraktionen

Nicht nur für Souvenirs wird gewildert. Ein Selfie mit Faultier oder Äffchen, Streicheln von Tigern und Löwen, Schlangenbeschwörer oder Boxkämpfe zwischen Menschenaffen – für Touristen-Attraktionen dieser Art werden viele der Tiere illegal in der Wildnis gefangen und nicht artgerecht gehalten. Unterstütze solche Angebote nicht! Hinterfrage mitleiderregende Geschichten von vermeintlich verwaisten und verletzten Tieren kritisch.

Was Du mit gutem Gewissen tun kannst: Finde einen verantwortungsvollen Touranbieter um die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Dann kannst Du ein echtes Naturerlebnis genießen – und kein erzwungenes Spektakel auf Kosten der wilden Tiere.

Der WWF-Souvenirratgeber

Damit Du nicht aus Unwissenheit zum Schmuggler wirst, hat der WWF einen Souvenirratgeber entwickelt. Anhand eines Ampel-Systems kannst Du Dir schnell einen Überblick zu den aktuellen Bestimmungen der verschiedenen Souvenirgruppen verschaffen. So kannst Du bei Deiner nächsten Reise Souvenirs kaufen, die Freude machen – und zugleich die Natur in Deinem Reiseland schützen.

Der WWF-Souvenirratgeber ist als gedruckte Kurz-Version bestellbar und als PDF-Download oder App mit vielen Hintergrundinformationen kostenlos erhältlich.

Zum WWF-Souvenirratgeber

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Themen > Leben > Naturschutz > WWF-Souvenirratgeber