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Ob auf Bali oder den Balearen: Plastikmüll an Stränden und in den Meeren ist längst ein weltweites Problem. Der WWF will die Plastikflut vor allem an der Quelle stoppen.

Schildkröte im Netz

Jedes Jahr werden 335 Millionen Tonnen Plastik (Stand 2016) hergestellt. Davon landen rund 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen im Meer. Das ist etwa eine Lkw-Ladung pro Minute. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird es Schätzungen zufolge im Jahr 2050 mehr Plastik in unseren Ozeanen geben als Fisch. Das wäre aus mehreren Gründen verheerend.

Die Gefahren

Zum einen ist Plastik extrem langlebig: Es dauert vermutlich bis zu hunderten von Jahren, bis es sich im Meer zersetzt hat.

Zum anderen hat Plastik fatale Folgen für Tiere, Natur und Menschen: Korallenriffe werden durch abgelagerten Plastikmüll großflächig geschädigt. Meeresschildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen, von denen sie sich sonst ernähren, und gehen daran zugrunde. Seevögel, die Plastik fressen, verhungern, weil sie sich mit den Fremdstoffen im Magen satt fühlen. Viele Fische verwechseln Plastik mit Krillkrebsen.

Vor allem Mikroplastik wurde bereits in vielen Meeresorganismen gefunden. Diese Partikel stammen zum Teil aus Kosmetikartikeln, denen sie beigemengt wurden, aus dem Abrieb von Autoreifen oder durch Zerfall großer Plastikstücke im Meer. Mikroplastik kann Schadstoffe enthalten und sie sogar anreichern. Essen wir Fische oder andere Meerestiere, gelangt der Plastikcocktail auch in unsere Körper. Welchen Anteil dies an der gesamten Schadstoffaufnahme durch den Menschen hat, wissen wir noch nicht.

Die Ursachen

Rund 36 Prozent des produzierten Plastiks werden für Verpackungen verwendet – und jedes Jahr werden es mehr. Rund ein Drittel dieses Verpackungsmülls gelangt heute unkontrolliert über Flüsse und ungesicherte Deponien in die Umwelt und damit in die Meere – in Südostasien genauso wie in vielen Mittelmeerländern. Der Abfall von mindestens drei Milliarden Menschen auf der Erde wird nicht ordnungsgemäß entsorgt.

Zur Plastikflut tragen auch Schiffsbesatzungen bei, wenn sie ihren Müll über die Reling entsorgen, statt ihn in den Häfen abzugeben.

Die Lösungen

Der WWF engagiert sich vor allem dafür, dass kein Plastikmüll mehr unkontrolliert in die Umwelt gelangt – etwa bei den Vereinten Nationen, aber auch vor Ort in Ländern, die noch keine geregelte Abfallwirtschaft haben.

Am Mekong-Delta in Vietnam zum Beispiel will der WWF dafür sorgen, dass der Müll sauber getrennt und verwertet wird, um Biomüll zu kompostieren und Plastik zu recyceln. Ziel ist es, ausreichende Mengen an hochwertigem Kompost und Plastik zu sammeln, die weiterverwertet werden können.

Auf der vietnamesischen Touristeninsel Phu Quoc im Golf von Thailand unterstützt der WWF die Reinigung eines Korallenriffs, das unter Müllmassen zu ersticken droht. Zugleich engagiert sich der WWF dafür, dass die Abfallberge der Touristen nicht weiter wachsen und so entsorgt werden, dass die Natur nicht geschädigt wird.

Darüber hinaus setzt sich der WWF dafür ein, dass im Handel Plastikverpackungen reduziert werden. So hat die von der Umweltstiftung 2016 ins Leben gerufene „Aktion Tütenlos“ bereits mehr als 16 Millionen Plastiktüten eingespart.

Außerdem engagiert sich der WWF dafür, dass die Recyclingfähigkeit von Verpackungen verbessert und die Beimengung von Mikroplastik in Kosmetika und technischen Produkten verboten wird.

Sie können mithelfen, die Plastikflut zu stoppen: Verzichten Sie auf Einwegplastik, wiederverwerten Sie ihren Plastikmüll und unterstützen Sie die Projektarbeit vom WWF:

Mit Ihrer Fördermitgliedschaft werden Sie zum Ozeanretter und unterstützen den WWF die Plastikflut zu stoppen!

Als Protector schützen Sie Regionen mit außergewöhnlichem Artenreichtum. Die von der Plastikflut betroffene Mekong-Region ist eine von ihnen.

Der WWF informiert zum Thema "Plastik"

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Themen > Leben > Naturschutz > Ozeane voller Plastik