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8 Mythen der Zahngesundheit

So wie bei nahezu jedem Gesundheitsthema ranken sich auch um das Zähneputzen zahlreiche Mythen. Wir haben die bekanntesten Annahmen unter die Lupe genommen und erklären Dir, wie viel Wahrheit in ihnen steckt.

1. Weiße Zähne sind gesünder

Frau zeigt auf ihre Zähne

Zugegeben, ein strahlend weißes Lächeln ist sehr ansprechend. Nicht umsonst sehen wir in der Werbung und in Filmen meist Personen mit besonders weißen Zähnen. Die weiße Farbe allein sagt jedoch nichts darüber aus, ob die Zähne gesund sind. Denn die Farbe unserer Zähne ist genetisch bedingt und somit etwas sehr Individuelles. Dabei setzt sie sich aus der Farbe des äußeren Zahnschmelzes und des inneren Zahnbeins (Dentin) zusammen. Mit zunehmendem Alter nutzt sich der Zahnschmelz ab und das gelblich gefärbte Dentin wird sichtbarer. Gelblichere Zähne bedeuten daher nicht automatisch, dass die Zähne ungesund sind.

2. Wer fest schrubbt, reinigt gründlicher

Zahnbürste mit kaputten Borsten

Grundsätzlich ist es richtig, dass man beim Zähneputzen einen gewissen Druck benötigt, um Ablagerungen gründlich zu entfernen. Dass festes Schrubben auch besser für die Zähne ist, ist jedoch ein Irrglaube. Wer zu viel Druck verwendet, läuft sogar Gefahr, den Zähnen und dem Zahnfleisch zu schaden. Empfohlen wird daher ein leichter Druck von ca. 150 Gramm. Wie viel das ist, kannst Du ganz einfach mit einer Küchenwaage ausprobieren, indem Du leicht mit der Hand darauf drückst. Zudem ist es hilfreich, die Zähne nach einer festen Reihenfolge zu reinigen. So stellst Du sicher, dass alle Bereiche gründlich gereinigt werden.

3. Man kann nicht zu viel putzen

Auch wenn man seinen Zähnen etwas Gutes tun möchte und das frische Mundgefühl nach dem Putzen gerne mag, zweimal täglich für drei Minuten Zähne zu putzen, ist absolut ausreichend. Ebenso wie zu festes, kann auch zu häufiges Schrubben dazu führen, dass der empfindliche Zahnschmelz beschädigt wird. Nimm Dir daher lieber morgens und abends ausreichend Zeit und putze Deine Zähne zweimal gründlich, anstatt sie zu oft zu putzen.

4. Nach dem Essen Zähne putzen

Nach Mythos Nummer drei ist es keine Überraschung, dass auch diese Annahme nicht ganz zutreffend ist. Gerade nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten, Säften oder Wein solltest Du mit dem Zähneputzen sogar mindestens 30 Minuten warten. Denn die sauren Lebensmittel greifen den Zahnschmelz an, indem sie die vorhandenen Mineralien aufschwemmen. Wenn Du sofort zur Zahnbürste greifst, unterstützt Du den Abrieb des Zahnschmelzes, wodurch die Zähne schmerzempfindlicher werden können. Wenn Du Deine Zähne trotzdem von Essensresten befreien möchtest, kann es schon ausreichen, den Mund einmal gründlich mit Wasser auszuspülen.

5. Ein Apfel ersetzt die Reinigung

Ein angebissener Apfel neben einer Zahnbürste

Diese Rechnung geht leider nicht auf. Auch wenn Äpfel gesund sind, enthalten sie auch Säure und Fruchtzucker. Wie zuvor beschrieben, können diese den Zahnschmelz angreifen. Wenn Du langfristig gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch haben möchtest, ist es daher unverzichtbar, nach der letzten Mahlzeit am Abend gründlich Zähne zu putzen. Ein Apfel kann diese Reinigungsleistung nicht ersetzen.

6. Mundspülung statt Zahnbürste

Was beim Apfel nicht funktioniert, trifft leider auch bei der Mundspülung nicht zu. Grundsätzlich sind Mundspülungen eine gute Ergänzung für die Zahnpflegeroutine und hinterlassen meist ein sauberes Mundgefühl. Jedoch sind sie nicht geeignet, um auch Ablagerungen auf den Zähnen oder in den Zahnzwischenräumen vollständig abzulösen. Hierfür musst Du weiterhin zur Zahnbürste greifen.

7. Zahnfleischbluten und Zahnschmerzen gehen von allein weg

Diese Annahme ist nicht nur falsch, sondern kann auch ernstzunehmende Folgen für Deine Mund- und Zahngesundheit haben. Beide Symptome sind Warnsignale des Körpers und können Hinweise für Zahnerkrankungen aber auch Entzündungen des Zahnfleischs sein. Zudem treten Zahnschmerzen meist erst dann auf, wenn das Zahnbein bereits angegriffen wurde. Wenn die Schmerzen nach einiger Zeit wieder verschwinden, bedeutet das nicht, dass Deine Zähne wieder gesund sind. Stattdessen kann es ein Zeichen dafür sein, dass der Zahnnerv dauerhaft geschädigt wurde. Daher ist es wichtig, diese Anzeichen ernst zu nehmen und im Zweifel von einem Zahnarzt abklären zu lassen.

8. Bei Zahnfleischbluten sollte man aufhören zu putzen

Auch wenn es unangenehm sein kann, die Zähne zu putzen, sollte man bei Zahnfleischbluten nicht damit aufhören. Die Ursache für das Bluten kann eine Entzündung des Zahnfleisches sein, welche meist auf bakterielle Ablagerungen zurückzuführen ist. Um der Entzündung entgegenzuwirken, ist es daher wichtig, die Ablagerungen weiterhin zu entfernen. Am besten eignen sich dafür weiche Zahn- und Interdentalbürsten. Tritt das Zahnfleischbluten trotz Putzen über einen längeren Zeitraum auf, sollte spätestens dann ein Zahnarzt aufgesucht werden.


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