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Wie umweltfreundlich sind E-Autos?

E-Autos – Fluch oder Segen?

Die Geschichte des Automobils beginnt im Jahre 1769: Ein Dampfwagen, entwickelt und erbaut vom französischen Artillerieoffizier Nicholas Cugnot, bildete die Grundlage für spätere Weiterentwicklungen. Knapp 100 Jahre später galt es als Meilenstein, als erstmals eine 18 Kilometer lange Strecke zurückgelegt wurde. Das Fahrzeug besaß einen intern verbrennenden Motor, ein Novum zur damaligen Zeit.

Heute fahren die meisten Autos mit Diesel oder Benzin. Während auf politischer Ebene über das autonome Fahren diskutiert wird, rückt zunehmend ein anderes Thema den Vordergrund: Elektroautos. Doch sind sie das Allheilmittel gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen? In diesem Artikel setzen wir uns unter anderem mit dem Wirtschaftskreislauf des E-Autos auseinander. Ebenso wie mit weiteren Vor- und Nachteilen.

Produktion Auto

Herstellung des E-Autos

Der Weg eines E-Autos beginnt mit dem Abbau erforderlicher Ressourcen. Lithium und Cobalt, zwei seltene Metalle, werden zum Beispiel im Kongo gewonnen. Gerade beim Abbau des Lithiums werden große Mengen Wasser benötigt. In Erdregionen mit aridem Klima führt dies langfristig zu einer Wasserknappheit - mit nicht absehbaren Folgen für Mensch und Umwelt.

Hinzu kommt die CO 2 Bilanz. Bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen werden so viele Emissionen freigesetzt, das andere Antriebe noch die Nase vorne haben. Nach acht Jahren geht die Ökobilanz der Elektromobile in Führung. Natürlich sind Autos auf eine mittel- bis langfristige Verwendung ausgelegt, sowohl bei Dieseln und Benzinern, als auch bei Elektroautos. Acht Jahre sind also keine Seltenheit. Im Alltag fahren diese elektrische Fahrzeuge emissionsfrei. Es gilt, die Gesamtbilanz im Auge zu behalten. Aus dem Blickwinkel der Umwelt, sind E-Autos in dieser Hinsicht noch nicht das Mittel gegen die fortschreitende Freisetzung von CO 2.

Das Auto brennt

Der Albtraum eines jeden Autofahrers: Mitten auf der Autobahn steigt Rauch aus dem Motorraum auf. Wenige Minuten später steht das Auto in Flammen und die Feuerwehr rückt aus. Bei herkömmlichen Fahrzeugen stellt dies für die Einsatzkräfte eine Alltagssituation dar. Lange hielt die Annahme, Elektrofahrzeuge könnten nur in speziellen Löschcontainern untergebracht werden und müssten dort für mindestens einen Tag verbleiben. Aktuellere Erkenntnisse zeigen: Diese Fahrzeuge können normal gelöscht werden, einzig der Wasserverbrauch liegt etwas höher. Diese Löschcontainer sind also nicht unbedingt notwendig.

Recycling und Wiederverwertung

Ladestand Auto

Bundesweit werden jährlich etwa eine halbe Million Autos verschrottet. Einzig im Jahre 2009 stieg diese Zahl temporär auf rund 1,7 Millionen – wegen der Abwrackprämie.

Doch was passiert beim Recycling? Der Fahrzeugstahl wird vollständig eingeschmolzen und kann wiederverwendet werden. Das gilt auch für Werkstoffe wie Aluminium, Kupfer, … Kunststoffe, Gummi und Glas sind (schadstoffhaltige) Bestandteile des Fahrzeuges, die entsorgt werden müssen. Für Elektroautos gibt es derzeit nur eingeschränkte Möglichkeiten, diese weitestgehend zu recyceln. Das größte Problem stellen die Akkus dar. Zwar können einige Rohstoffe wiedergewonnen werden. Aber unter jenen, die dem Kreislauf nicht wieder zugeführt werden können, ist ausgerechnet Lithium.

Aufladen und Reichweite

E-Auto aufladen

Ein Manko stellt die derzeit noch unzureichende Auswahl an Ladestationen dar. Während sich Diesel und Benziner an gefühlt jeder Straßenecke auftanken lassen, sind Ladestationen noch Mangelware. Auch hier sollte mit steigender Nachfrage auch das Angebot steigen.

Zuletzt bleibt das wichtige Thema Reichweite. Wichtig ist: Die Angaben der Hersteller sind mit Vorsicht zu genießen. In vielen Fällen basieren die Durchschnittswerte auf Fahrzeuge mit ausgeschaltetem Radio, ohne Lüftung, Heizung oder Licht. Die durchschnittliche Reichweite eines E-Fahrzeuges liegt bei 460 Kilometern. Die Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb haben hier noch die Nase vorn.

Klimafreundlich?

Elektrofahrzeuge stellen derzeit kein Allheilmittel gegen den Klimawandel dar. Bezieht man die Ökobilanz – von der Herstellung bis zu den ersten gefahrenen Kilometern – mit ein, haben sie das Nachsehen. Hinzukommt, dass wir zwar hierzulande die Emissionen im Straßenverkehr massiv senken, in den Produktionsländern steigen sie weiter an.

Es bleibt die Frage, wie sich die Zukunft der Elektromobilität gestalten wird. Der Energiebedarf wird steigen, sobald immer mehr Menschen ihre Fahrzeuge aufladen. Wie man dies zukünftig handhaben wird, ist eine Entscheidung auf politischer Ebene. Es ist unumgänglich, dass sich Wissenschaft und Politik weiterhin intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen, um langfristige Lösungen zu finden. Hier braucht es zukunftsweisende Ideen, um die Entwicklung des E-Mobils voranzutreiben und die Klimaneutralität zukünftig zu erreichen.

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