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Unsere Mitglieder erzählen: Mein erstes Auto - Teil 2

Das erste eigene Auto ist für viele Menschen wie die erste Liebe, die man nie vergisst. Feierabend-Mitglieder erzählen ihre Geschichte.

Oldtimer am Straßenrand

Mein erstes Auto war ein Ford 17m de Luxe, hatte viel Chrome, war schwarz lackiert mit weißem Dach, Weißwand-Reifen und innen das Steuer war elfenbeinfarben. Ich hatte nach einem Jahr, auf dem MS Coburg (HAPAG) gedient, und bekam die Heuer, samt See-Sonntagen und Überstunden ausgezahlt. Der erste Urlaub ging nach Jugoslawien über den Wurzenpass ins Landesinnere. Die Reifen litten auf den dort genannten Strassen. In Höhe Split die erste Tankstelle und Brötchen mit Schafskäse; nur Reifen bekamen wir dort nicht; so verabschiedete ich mich in Richtung Paternion nach Oberösterreich an der Drau. Dort fuhren wir hinauf in den Schnee. Ein Urlaubserlebnis mit Hindernissen, mein Mitfahrer war der Hein Daniel: "Auf der Autobahn fuhr ein schwarzer Kahn und nahm Feuer an, dass er rasen kann.“ Ja, wir erreichten Hamburg, der Motor war hin und ich habe das Auto an Nachbarn in Mottenburg verschenkt. Also wieder anheuern und Geld verdienen. Nach sieben Jahren HAPAG vergnügte ich mich 34 Jahre lang mit einem Streifenwagen bei der Polizei Hamburg. Heute ist es ein Logan von Renault, um kleinere Brötchen zu backen.

Autor: mottenburger

Mein 1. eigenes Auto war ein A-Kadett in Zitronengelb! Morgens hatte ich meinen Führerschein erhalten (nach insgesamt 12 Std.!) und vor Feierabend holte mein Kollege das Auto beim Händler ab, damit ich mit diesem durch den Berufsverkehr nach Hause fahren konnte. Während der gesamten Fahrstunden hatte ich nicht ein Mal den Motor abgewürgt - auf meiner ersten Heimfahrt jedoch an jeder Ampel und davon gab es sehr viele. Ich weiß bis heute nicht, ob ich mit dem Auto oder das Auto mit mir endlich daheim angekommen ist. Nachdem ich es unter einem Baum geparkt hatte und mit zitternden Knien ausgestiegen war, hab ich mir geschworen: nie, nie wieder in ein Auto zu steigen! Am nächsten Morgen fuhr ich dann ganz ruhig mit dem Auto zur Arbeit und das habe ich bis heute beibehalten. Den Führerschein habe ich bereits seit 1973. Aber die allererste Fahrt allein habe ich nie vergessen.

Autor: Goldkoepfchen69

Oldtimer geteilte Heckscheibe

Mein erstes Auto war ein VW-Käfer. Das hintere Fenster war noch geteilt! Er hatte Seilzugbremsen. Ich habe mit 18 den Führerschein gemacht. Ich habe Geld gesammelt bei der einen Oma, bei der anderen Oma, bei Tanten und Onkel bis ich mir mit gut 19 Jahren den VW-Käfer für DM 300,-- kaufen konnte. Das Bremsmanöver und sei es bei 30 km/h, war abenteuerlich. Es war für mich damals eine ungeheure Kraftanstrengung und auch immer verbunden mit der Angst, nicht rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Es ist aber alles gut gegangen. Horrido!

Autor: Feierabend.de Mitglied Tesa

"TWEETY"
...es war ein alter VW Käfer ehemals weiß, doch bei meinem Kauf von 150 DM, geliehen von meinem Vater, nur noch ein mattes grauweiß. Er war auch nur noch ein Jahr TÜV abgenommen, doch er lief und das war wichtig für mich. Ich hatte meinen Führerschein erst mit 20 Jahren gemacht und war noch keine geübte Fahrerin drei Monate nach der Prüfung. Doch man lernt erst im eigenen Auto und so wollte ich so schnell wie möglich eins haben. Ich kaufte ihn.
Zu Hause angekommen überlegte ich mir, ihn etwas herauszuputzen, kaufte einen Meter DCfix Selbstklebefolie mit Disney Figuren und schnitt sie sorgfältig aus, um "TWEETY" damit zu bekleben. Ich war zufrieden, ihn etwas aufgehübscht zu haben. Kunterbunt gefiel er mir besser.

Die Probefahrt sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ein Anruf von einem Kollegen meines Freundes, der mir mitteilte, dass Klaus einen Arbeitsunfall hatte und in Stuttgart im Krankenhaus lag. Besorgt plante ich am Wochenende die Fahrt nach Stuttgart, von Dortmund aus ca. 400 km, die Adresse des Krankenhauses in der Tasche. Ein paar Sachen und Proviant eingepackt, fuhr ich zur nächsten Tankstelle. Wollte Öl nachsehen lassen und den Tank füllen.

Mit einer Straßenkarte meines Vaters und klopfenden Herzen machte ich mich auf den Weg. Etliche Pausen an Rastplätzen, um immer wieder nach dem Weg zu schauen, verlängerten die Fahrtzeit. Dann an dem 3. oder 4. Rastplatz stand ein Anhalter mit Rucksack und Gitarre und einem Pappschild auf dem Stuttgart stand und wartete darauf, mitgenommen zu werden. Ich überlegte nicht lange, hielt an und ließ ihn einsteigen. Er war jung und machte einen netten Eindruck. In meinem "TWEETY" war kein Radio, deshalb bat ich ihn während der Fahrt ein wenig auf der Gitarre zu spielen. Da er auf dem Rücksitz Platz genommen hatte, war es kein Problem und ich genoss das kleine Privatkonzert, das auch die Zeit schneller vergehen lies.
Inzwischen war es dunkel geworden. So fragte ich ihn, wo in Stuttgart er abgesetzt werden wollte. Sein Ziel war ein Freund und Familie. Dort wollte er ein paar Tage Urlaub machen. So verging die Fahrt unterhaltsam und Stuttgart näherte sich. Er erklärte mir den Weg und so kamen wir an dem Haus seines Freundes an. Willi bestand darauf, dass ich mit rein kam, um vielleicht etwas zu trinken. Dankbar nahm ich das Angebot an.

Der Freund und die Familie dachten erst, ich sei Willis Freundin. Das verneinte ich und erklärte, warum ich in Stuttgart war. Sie bestanden darauf, dass ich bei ihnen übernachten sollte, weil es schon so spät war und im Krankenhaus keine Besuchszeit mehr ist. Ich ließ mich trotz der Sorge um Klaus überreden. So verging der Abend in geselliger Runde und ich konnte mich im Gästezimmer ausschlafen nach der langen Fahrt.

Am Morgen weckte mich der Kaffeeduft, der durchs Haus zog. Ich machte mich frisch, zog mich an und schaute in die Küche. Die Mutter von Willis Freund begrüßte mich freundlich und bat mich an dem gedeckten Frühstückstisch Platz zu nehmen. Wir frühstückten und so nach und nach kamen auch Willi und sein Freund Bernd dazu. Bernd bestand darauf, mich nach dem Frühstück zum Krankenhaus zu lotsen, wofür ich sehr dankbar war. So kam ich ausgeruht und gestärkt am Krankenhaus an. Bedankte mich noch mal bei Bernd für die Gastfreundschaft.

Im Krankenhaus führte mich eine Schwester dann ins Zimmer, in dem mein Freund lag und ich war erschrocken, als ich ihn mit einem dicken Kopfverband im Bett liegen sah. Er traute seinen Augen nicht, als er mich sah. Wie kommst du denn hierher? fragte er mich. So erzählte ich ihm die Geschichte von "TWEETY" und der Fahrt nach Stuttgart.
Seine Verletzung war nicht so schlimm wie es aussah und er wurde bald entlassen. Mein "TWEETY" und ich haben die Rückfahrt ohne Unterbrechung gemeistert. Er war mir auch noch ein Jahr lang ein treuer Freund, bis der TÜV uns geschieden hat.

Epilog: Das geschah im Sommer des Jahres 1974. Diese Geschichte bleibt in meinen Erinnerungen, denn Klaus wurde der Vater meiner drei Kinder...

Autor: chacka

Oldtimer VW Käfer Frontansicht

Mein 1. Auto war ein VW-Standard-Käfer, der mit dem kleineren Heckfenster, es war das Jahr 1955 - im August hatte ich in Kronach meinen Führerschein gemacht, den Einser fürs Motorrad und den Dreier. Der Käfer hatte 30 PS, kein Synchron-Getriebe, noch keine Blinker, sondern noch Winker, beim Runterschalten musste noch Zwischengas gegeben werden und beim Hochschalten zweimal kuppeln...die damaligen Seilzugbremsen waren im Winter problematisch. Es ist vorgekommen, dass die Seilzüge eingefroren waren, das heißt, wenn man das Auto abstellte: keine Handbremse anziehen, Gang einlegen, damit er nicht wegrollte. Es war ein sehr schönes Auto, das 96 km/h fuhr. Mit dem Auto hatte ich sehr schöne Erlebnisse mit meiner ersten Freundin. Die Freundin war allerdings zwölf Jahre älter als ich, hatte zwar keinen Führerschein, aber sie hatte sehr gute Erfahrungen in Sachen Sex. Sie war für mich eine sehr gute Lehrmeisterin... und schade, dass der Käfer nicht "erzählen" konnte...

Autor: robbywo69

Immer, wenn ich heute auf einen Oldtimer Autoausstellung gehe, bleibe ich bei einem Käfer stehen.
Wer hatte nicht in unserem Jahrgang einen Käfer als Auto. Ich war 30 Jahre jung. Den Führerschein hatte ich schon mit 21 gemacht, aber noch kein Auto. Nun war es soweit. Andere kaufen sich eine Pelzjacke, ich kaufte einen roten VW Käfer. Die Autonummer war DR 13.

Ich hatte ihn aufgebockt zur Abmeldung bereit von Studenten für 700 DM gekauft. Mir wurde gesagt, dass ich immer eine Dose Öl mitführen sollte. Das tat ich denn auch und gleich einen Lappen auch mit ins Auto und Handschuhe. So fuhr ich morgens ins Büro und kaum war ich ein paar Kilometer gefahren leuchtete die Öllampe auf. Auch kam es vor, dass das Auto einfach stehen blieb. Der Vorbesitzer hatte mich aber vorgewarnt. Er meinte, wenn das Auto stehen bleibt, ruhig bleiben bis 13 zählen, dann springt er wieder an. So war es dann auch. Deshalb nannte ich meinen VW Doktor 13 - den alten Herrn Dock. Waren Unebenheiten auf der Straße – Kopfsteinpflaster - so dauerte es nicht lange und die Scheibe an der Wagentür ging abwärts. Mein roter Käfer war ein lustiges altes Auto.

Ich habe ihn geliebt, denn er war mein erstes Auto. Viele nette Erlebnisse hatte ich mit ihm. So fuhr ich einmal ins Schwimmbad. Danach wollte er nicht mehr nach Hause anfahren. Ich bat zwei junge Männer auf der Straße das Auto anzuschieben. Weil es ca. 40 Jahre her ist. gab ich den jungen Männern je eine Zigarette. Beim nächsten Schwimmbadbesuch stelle ich meinen DR 13 so ab, dass er schräg abwärts mit der Haube stand. So brauchte ich niemanden bitten und er fuhr allein los, wenn ich die Handbremse losmachte.

Inzwischen habe ich schon manchen anderen oder neuen Wagen gefahren. Doch bei jeder Oldtimer-Ausstellung denke ich an DR 13. Manchmal habe ich den Zuschauern, welche mit mir an solch einem alten Käfer standen meine Geschichte, von meinem DR 13 erzählt.

Autor: kitty

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