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Mit dem E-Bike sicher unterwegs

Immer mehr Menschen in Deutschland bewegen sich ohne Auto und greifen zu Alternativen wie dem Pedelec. Pedelecs sind Fahrräder mit unterstützendem elektronischen Antrieb und werden umgangssprachlich oft „E-Bikes“ genannt. Mit der steigenden Beliebtheit der E-Bikes hat sich aber auch die Zahl der Unfälle mit den elektronischen Fahrrädern erhöht. Doch welche besonderen Gefahren lauern für E-Biker und wie kann man sich davor schützen? Wir haben die besten Tipps zusammengefasst.

Seniorin mit E-Bike unterwegs

Schnelleres Fahrrad - größere Gefahr?

Im Jahr 2020 gab es laut offizieller Statistik insgesamt deutlich weniger Verkehrstote als im Vorjahr - die Anzahl der Unfälle mit Pedelecs ist hingegen aber deutlich gestiegen. Während die Polizei 2020 grundsätzlich 15,8% Verkehrsunfälle weniger als im Jahr zuvor aufnahm, stieg die Zahl der tödlich verunglückten Pedelec-Fahrer um 19,1%, also 22 Menschen mehr im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem ältere Elektro-Radler sind aufgrund ihrer erwiesenermaßen häufig schlechteren Reaktionsfähigkeit einem höheren Risiko ausgesetzt, zumal ein Unfall für jüngere Menschen meist geringere Auswirkungen hat.

Mit Unfällen bei Pedelecs verhält es sich ähnlich wie bei Fahrrädern: Sie entstehen am häufigsten im Zusammenhang mit Pkw. Gerade beim rechts Abbiegen werden Menschen auf Zweirädern von Autofahrern schnell übersehen. Aber auch plötzlich geöffnete Autotüren oder parkende Autos auf Radwegen können Auslöser für gefährliche Zusammenstöße sein.

Auch das Fehlverhalten der E-Biker selbst ist in einigen Fällen die Unfall-Ursache. Vor allem die verbotswidrige Nutzung der Fahrbahn, zum Beispiel in die falsche Richtung, das Fahren auf dem Gehweg, eine unangepasste Fahrgeschwindigkeit oder inkorrekte Einbindung in den fließenden Verkehr sorgen für Unfälle. Zudem ereignen sich einige Unfälle auch ohne einen Zusammenstoß verschiedener Verkehrsteilnehmer. Schäden auf der Fahrbahn oder zu schnelles Fahren im Gefälle können ebenfalls zur Gefahr bei der Pedelec-Fahrt werden.

Um sich sicher mit dem Pedelec durch den Straßenverkehr zu bewegen, sollte man daher unbedingt einige Dinge vom Kauf bis zum regelmäßigen Gebrauch des E-Bikes beachten.

Zwei Menschen fröhlich auf E-Bikes

5 Tipps für sicheres Fahren mit dem E-Bike

  • Rücksicht nehmen
  • Richtig bremsen
  • Fahrweise einüben
  • Helm tragen
  • Das passende Rad wählen

Rücksicht als Schlüssel

Mensch auf Fahrrad auf Straße

Besonders tückisch ist aus Sicht der Autofahrer an E-Bikern das folgende Phänomen: Da Pedelec-Fahrer scheinbar mühelos in die Pedale treten, wirken sie langsamer, als sie tatsächlich sind. Dadurch kommt es in vielen Fällen zu einer Fehleinschätzung seitens der Autofahrer. Wichtig ist beim E-Bike-Fahren also, die Geschwindigkeit immer der Situation anzupassen, um derartige Missinterpretationen zu vermeiden.

Grundvoraussetzungen für sicheres Fahren mit dem E-Bike sind, neben der Kenntnis aller aktuellen Verkehrsregeln, gute Sichtbarkeit und ruhiges Fahren. Rechtzeitige Handzeichen beim Abbiegen, der Schulterblick vor dem Spurenwechsel oder Blickkontakt zu Pkw-Fahrern können die Sicherheit auf der Straße deutlich erhöhen. Reflektierende Kleidung sorgt für noch bessere Sichtbarkeit. Zudem sollte man an Kreuzungen niemals neben, sondern immer hinter dem jeweiligen Kraftfahrzeug halten. Andernfalls verschwindet man als Radler leicht im toten Winkel von Pkw oder Lkw und wird beim Abbiegen oder Anfahren übersehen.

Des Weiteren sollte stets Ruhe bewahrt und Fehler anderer einkalkuliert werden. So ist es sicherer, z.B. nicht penetrant auf die eigene Vorfahrt zu bestehen, sofern ein anderer Verkehrsteilnehmer diese einmal übergeht. Auf diese Weise können gefährliche Manöver oder Trotz-Reaktionen beim Gegenüber vermieden werden.

Sicher bremsen

Ein Pedelec weist einige Unterschiede zu einem Fahrrad ohne elektronischen Antrieb auf. Gerade das Bremsen empfinden viele Menschen oft stärker als erwartet. Daher ist es wichtig, das Bremsen einzuüben und zu wissen, wie die Bremsen sicher betätigt werden können. Die Empfehlung von Experten lautet, möglichst immer sowohl die Vorderrad- als auch Hinterradbremse zugleich zu betätigen. Vor allem der Einsatz der Vorderradbremse muss allerdings gut dosiert werden. Deshalb ist es ratsam, sich erst einmal bei langsamer Geschwindigkeit an das Bremsen mit dem E-Bike heranzutasten und es außerhalb des hektischen Straßenverkehrs einzuüben.

Übung macht den Meister

Für neue Elektro-Radler lohnt sich ein Pedelec-Sicherheitstraining. Doch auch E-Biker, die das Gefährt schon viele Jahre kennen, aber z.B. eine längere Pedelec-Pause hinter sich haben, können in dem Kurs noch Einiges lernen und sichere Fahrgewohnheiten einüben und festigen. Sicherheitstrainings fürs Pedelec findet man beispielsweise über das VCD-Projekt, den ADAC oder das Vekehrsministerium Baden-Württemberg.

Einen passenden Helm tragen

Auch wenn ein Fahrradhelm keinen Unfall ausschließt, erhöht er die Sicherheit dennoch deutlich, da er im Zweifelsfall einige schwere Kopfverletzungen verhindern kann. Bei der Wahl des Helmes ist zu beachten, dass er die entsprechende Prüfnorm erfüllt und gut zur eigenen Kopfform passt. Experten im Fahrrad-Fachhandel sind hilfreiche Ansprechpartner, um den passenden Helm zu finden. Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Fahrradhelm regelmäßig ersetzt werden muss, ungefähr alle fünf Jahre, da die Lebensdauer des Helms begrenzt ist.

Gute Beratung beim Pedelec-Kauf

Fahrradmechaniker schraubt an Fahrrad

Nicht nur beim Helm kommt es darauf an, die richtige Wahl zu treffen, sondern natürlich auch beim Pedelec selbst. Für eine unbeschwerte Nutzung des Rades und eine damit einhergehende höhere Verkehrssicherheit ist es essenziell, ein E-Bike zu finden, das perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Auswahl ist groß – darum sollte man einen Experten konsultieren, um das richtige E-Bike zu kaufen. Ein Fahrrad-Fachhändler kann ausführlich zu technischen Aspekten, wie z.B. Akku-Reichweite und Antrieb, beraten. Außerdem kann er Ratschläge bezüglich der korrekten Rahmengröße geben und das Fahrrad passend für den individuellen Nutzer einstellen.

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