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Autofahren im Alter: Pro und Contra

Knapp fünf Millionen Autofahrer in Deutschland sind älter als 75 Jahre. Viele Senioren sitzen noch gern hinterm Steuer oder sind aus verschiedenen Gründen sogar auf ihr Fahrzeug angewiesen. Mit steigendem Alter erhöht sich mitunter allerdings auch die Unfallgefahr. Pro und Contra von Autofahren im Alter.

Zeichnung eines Seniors beim Autofahren

Autofahren im Alter: die Wahrnehmung verändert sich

Um sicher am Verkehr teilnehmen zu können, müssen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen stimmen. Mit zunehmenden Alter lassen diese Fähigkeiten schleichend nach. Im Alter werden vor allem Sehkraft und Hörvermögen schlechter - zwei wichtige Voraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Älteren Fahrern fällt das nicht unbedingt sofort auf, vor allem wenn sie täglich im Auto unterwegs sind.

Ab 50 lassen die Sinne nach

Autofahrer, die bereits älter sind, verlieren in komplexen Situationen schneller den Überblick. Darauf weist eine Statistik des Statistischen Bundesamtes hin. Mitunter können Verkehrssituationen nicht richtig eingeschätzt werden und es kommt schlimmstenfalls zum Unfall. Dem steht aber die große Erfahrung von älteren Autofahrern gegenüber. Dadurch handeln Senioren hinterm Steuer oft instinktiv richtig und sind genauso sicher auf den Straßen unterwegs wie jüngere Fahrer. Eine Statistik bestätigt dies: 20 Prozent der Autofahrer sind über 65, doch nur 13 Prozent der Unfälle werden durch sie verursacht.

Autofahren bedeutet Eigenständigkeit

Das Autofahren im Alter gewährleistet die Eigenständigkeit. Insbesondere in ländlichen Regionen reicht der öffentliche Nahverkehr nicht aus, um selbstständig einzukaufen oder soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Alternativen wie Fahrgemeinschaften oder das Fahrrad sind meist mit Nachteilen verbunden, beim Radfahren allen voran die Unfallgefahr, die mit steigendem Alter zunimmt. Das Auto ist da für viele ältere Menschen die komfortablere Möglichkeit. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation sieht das ähnlich, empfiehlt Senioren aber einige Vorkehrungsmaßnahmen.

Seniorenverband empfiehlt ärztliche Check-ups

Seniorin in roter Jacke am Steuer eines Autos

Der ADAC sieht weniger das Alter des Fahrers und mehr dessen Gesundheitszustand als wichtigsten Faktor, ob eine Teilnahme am Straßenverkehr noch sinnvoll ist. Keine Lösung ist es, die Fahrtüchtigkeit von älteren Autofahrern generell infrage zu stellen. Zudem existieren bislang keine zuverlässigen Eignungstests. In anderen europäischen Ländern werden Senioren zwar zum Fahrtest gebeten, die Ergebnisse sind aber nicht immer aussagekräftig. Nur für Lastwagen- und Busfahrer ist der Eignungstest schon Pflicht.
Der Seniorenverband rät älteren Autofahrern zu regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen. Dadurch lässt sich sicherstellen, dass Seh- und Hörfähigkeit sowie Reaktionsvermögen noch den Anforderungen entsprechen. Wenn die Person noch fit ist, spricht generell nichts gegen das Autofahren, zumal moderne Fahrzeuge den Senioren mittels Technik gut unter die Arme greifen können.

Fahrassistenzsysteme unterstützen beim Fahren

Ältere Autofahrer können dank moderner Fahrassistenzsysteme problemlos am Straßenverkehr teilnehmen. Die Einparkhilfe unterstützt die Fahrer, wenn aus Altersgründen oder aufgrund gesundheitlicher Defizite nicht mehr ohne Hilfe gefahren werden kann. Wenn dann noch ein Beifahrer im Fahrzeug sitzt, steht einer sicheren Fahrt fast nichts im Wege. Außerdem können Senioren ihre Fähigkeiten zu Hause verbessern, indem sie aktiv bleiben. Das Fahrsicherheitstraining für Senioren ist eine wichtige Hilfe, die von vielen älteren Menschen in Anspruch genommen wird. Auffrischungskurse werden von den Verkehrswachten, den Automobilclubs und auch den Krankenkassen angeboten.

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Themen > Leben > Mobilität > Autofahren im Alter