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9 Fakten zum Verkehr in Deutschland

Die Verkehrswende ist ein Thema, das aufgrund der Klimakrise immer wichtiger wird. Gleichzeitig ist das Auto gefühlt des Deutschen liebstes Kind, die Debatten werden hitzig geführt. Und das auch nicht zu unrecht: Ob zu Fuß, mit dem Auto, dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn; Mobilität ist ein Stück Freiheit. Wer mobil ist, hat die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe und ist flexibel. Dennoch hat dies einen großen Einfluss auf unser Klima und damit auch unser aller Wohlergehen. Doch wie sieht es verkehrstechnisch eigentlich in Deutschland aus?1

Stau auf einer deutschen Straße


Wie viele Autos sind in Deutschland angemeldet?

Die Zahl der Anmeldungen von PKW in Deutschland kennt nur eine Richtung: steigend. 2021 wurde der bis dato absolute Höchststand von ca. 48,25 Millionen registrierten Autos gemeldet. Zum Vergleich: Vor 60 Jahren waren nur etwa 2,5 Millionen, vor 20 Jahren rund 39,06 Millionen Personenkraftwagen zugelassen.


Welche Autos fahren die Deutschen?

Die Bundesbürger vertrauen vor allem auf deutsche Automobilmarken. An erster Stelle steht dabei nach wie vor Volkswagen, ihre Autos machen einen Anteil von 21,1 Prozent aller zugelassenen PKW aus. VW ist dabei im Jahr 2021 mit mehr als doppelt so vielen Autos auf deutschen Straßen unterwegs wie die zweitplatzierte Marke Mercedes (9,4%). Es folgen Opel (7,3%), Ford (7,3%), BMW (6,9%) und Audi (6,8%). Die am häufigsten importierte Marke ist Skoda.


Wahre Energiefresser

Insgesamt 65% des Erdöls, das über die Weltmeere verschifft wird, wird für den motorisierten Verkehr benötigt. Dabei entfallen 49% allein auf den Straßenverkehr, 8% für Schiffs- und nur 1% auf den Schienenverkehr. Das ist schon eine Hausnummer, oder?


Wie viele Autobahnkilometer gibt es in Deutschland?

Leere Autobahn in Deutschland

Die Bundesrepublik weist eines der dichtesten Fernstraßennetze Europas auf und das drückt sich auch in absoluten Zahlen aus. Knapp 13.000 km Bundesautobahnen und ca. 38.300 km Bundesstraßen werden auf dem Bundesgebiet befahren.


Wie lange stehen wir in Staus?

Nicht nur die Zahl der zugelassenen Autos steigt und steigt, sondern auch die Zeit, die wir in Staus stehen. Eigentlich keine Überraschung, oder? Enorm sind die Zahlen aber dennoch: alleine im Jahr 2017 betrug die Gesamtlänge aller Staus in Deutschland in etwa 1,5 Millionen Kilometer. Damit könnte man ca. 38 mal die Welt umrunden. Auch zeitlich schlagen die Verkehrsstörungen mit insgesamt 459.000 Stunden ordentlich zu Buche. Das sind immerhin 52 Jahre.

Apropos Zeit: durchschnittlich 41 Stunden im Jahr verbringen wir mit der Suche nach Parkplätzen. Dabei handelt es sich natürlich um einen Mittelwert, der extrem stark vom Standort abhängig ist. Am schlimmsten ist die Parksituation in Frankfurt, dort sind es ca. 65 Stunden.


Wie sieht es eigentlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus?

Gleis am Berliner Hauptbahnhof

Insgesamt stattliche 10,4 Milliarden Fahrgäste verzeichnete der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Jahr 2019. Würde man das auf PKW umlegen, würde das täglich 20 Millionen Autofahrten mehr auf deutschen Straßen bedeuten. Die Auswirkungen wären eklatant.


Fahrräder

Insgesamt 76 Millionen Fahrräder gibt es in Deutschland, damit haben mehr als 9 von 10 Deutschen ein Rad. Das Fahren beherrschen übrigens immerhin 98% aller erwachsenen Personen, eine beeindruckende Zahl. Dabei wird die Zahl der E-Bikes immer höher. Allein 2020 wurden 1,95 Millionen Stück verkauft und machten damit ca. ein Drittel aller verkauften Räder aus.

Übrigens: nur ca. 15% aller Radfahrer tragen einen Helm. Hier ist also definitiv noch Luft nach oben. Immerhin sind es vor allem jüngere Radler, die sich durch den Fahrradhelm schützen.


Die Fußgänger

Fußgänger auf einem Zebrastreifen

Mit unserer Schrittanzahl sind wir Deutschen nicht besonders schlecht – aber auch nicht besonders gut. Durchschnitt eben. Im Schnitt legen die Deutschen ca. 5200 Schritte pro Tag zurück. Empfohlen wird jedoch deutlich mehr Bewegung, in der Regel 10.000 Schritte täglich. Hier zeigt sich auch deutlich, dass eine fußgängerfreundliche Gestaltung von Städten und Wegen eine direkte Auswirkung auf die zurückgelegte Strecke hat. Je besser die Infrastruktur auf Fußgänger ausgelegt ist, desto mehr wird gelaufen.


1. Die weltweite Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Mobilität, sie ging in allen Bereichen stark zurück. Inwiefern dies einen dauerhaften Wandel darstellt, ist offen. Die dargestellten Fakten können von daher keine Prognose ausdrücken, wenn auch eine Tendenz.

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