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Hillibaby's Wochenend-Glosse am 20.12.2008

Weihnachtsstreß

Letzte Woche habe ich mich über Weihnachtsgeschenke ausgelassen, jetzt ist der Weihnachtsstreß dran. Den machen wir uns bewußt oder unbewußt auch jedesmal vor und an den Feiertagen. Wer kennt nicht das Weihnachtslied: “Alle Jahre wieder....“? Wir haben doch nach den neuen Ladenschlußzeiten ausreichend Zeit, die anstehenden Besorgungen so zu organisieren, daß die Familie in Ruhe feiern kann. Aber meine Gedanken gelten anderen Feldern.

Auch wenn sich die Familie das ganze Jahr verträgt, an Weihnachten gibt es immer wieder Situationen, die zu Unstimmigkeiten führen können. Die arme Hausfrau fühlt sich mit dem Mehrarbeitsaufwand arg mitgenommen und der Herr des Hauses mit den an ihn herangetragenen Wünschen überfordert, ganz zu schweigen von den Kindern, die sonst nichts mitbekommen.

In unserem Lebensabschnitt sollte Feiertagsstreß ein Fremdwort sein. Wir sind entweder alleinstehend, was nicht so schön ist oder mit unserem Lebenspartner zusammen. Vergessen wir doch mal die Absicht, Weihnachten zum schönsten Fest des Jahres machen zu wollen. Wenn wir das vorhaben, geht das hundertprozentig daneben. Wenn wir uns das zu eigen machen, unserem Gegenüber etwas mehr Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken, wird es ganz sicher so, wie wir es uns gar nicht schöner vorstellen können.

Deshalb sprecht mir nach: „Ja, das wollen wir.“ Ich wünsche Euch allen von ganzem Herzen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest. Hillibaby

eingestellt am 19.12.2008

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenendglosse am 13.12.2008

Weihnachtsgeschenke

Ja, ja, immer dasselbe. Kurz vor den Feiertagen stehe ich da und weiß nicht, was ich meiner Frau schenken soll. Habe ich nie übers Jahr richtig zugehört, ist sie wunschlos glücklich oder was sonst?

Seien wir doch mal ehrlich. Wir gehören zu der Altersgruppe, bei der normalerweise die materiellen Dinge geregelt sind. Das bevorstehende Fest ist kein Alibi zur Wiedergutmachung des im Lauf des Jahres Versäumten. Wir haben ja doch fast alles, was wir je nach persönlicher Situation und Möglichkeit hätten beschaffen können. Und wenn uns etwas fehlt, können wir unsere Bedürfnisse zu jeder Jahreszeit befriedigen. Dazu brauchen wir weder Geburtstag, Ostern noch Weihnachten.

Deshalb denken wir mal darüber nach, wie wir uns beschenken können. Leisten wir uns mehr Aufmerksamkeit für unser Gegenüber, stellen unseren Egoismus zurück und hören eher mehr zu als wir von uns geben wollen. Damit will ich nicht dazu aufrufen, das Schenken an Weihnachten abzuschaffen. Nein, jede/r wie sie/er es für richtig hält.

So, jetzt wird es Zeit, über die Weihnachtspräsente, wie und welche auch immer, nachzudenken. Das kostet nichts und erfüllt uns mit Vorfreude. Hillibaby

eingestellt am: 12.12.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse am 6.12.2008

Stille

Ist es uns schon mal in den Sinn gekommen, eine gewisse Zeit lang nichts zu sagen und nur in uns hinein zu hören?

In Luthers Übersetzung, den zitiere ich hier tatsächlich, heißt es: „Vnd suchen falsche Sachen widder die stillen jm Lande“ (Psalm 35,20). Anders ausgedrückt bedeutet dies, daß wir uns nach jetzigem Sprachgebrauch öfter mal in den stillen Winkel zurückziehen und innehalten sollten. Gerade in der Adventszeit wäre doch die richtige Zeit dazu.

Es gibt Leute, die keine „Antenne“ dafür haben und meinen, immer etwas sagen zu müssen, wenn auch nur einige Minuten Stille herrscht. Selbst an den dafür vorgesehenen Orten kommt keine Andacht- oder Gebetsstille auf. Das hat nichts mit der Sprachlosigkeit zu tun, die uns in unvorhersehbaren Situationen überfallen und das Redebedürfnis ausschließen oder einschränken kann. Ich denke da an Trauer, Freude oder andere uns stark berührender Momente. Ich selbst habe mich in den letzten Jahren mehr in Richtung Zuhören bewegt, was meine Umgebung sehr oft als unhöflich interpretiert und mich als „maulfaul“ ansieht. Ich bitte um Vergebung. Meiner jetzigen bescheidenen Ehrenamtstätigkeit kommt es sehr entgegen, daß ich zuhöre und mich nicht selbst produziere.

So wollen wir den Stillen im Lande Gerechtigkeit und Verständnis widerfahren lassen und versuchen, in den nächsten Wochen vor Weihnachten die Stille auch bei uns ein bißchen einkehren zu lassen. Über alle Kultur-, Religions- und sonstigen Verständnisgrenzen hinaus verbleibe ich (schon das fünfte Mal ohne man) in aller Stille, Hillibaby

eingestellt am 5.12.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse am 29.11.08

Tod und Leben

Am Totensonntag bin ich per Zufall im Internet auf ein Spiele-Demo, genannt „The Graveyard“ gestoßen. Dabei handelt es sich um eine alte, gebrechliche Frau, die einen Friedhof besucht. Nachdem die Greisin auf einer Parkbank vor der Friedhofskapelle Platz genommen hat, läßt sie ihr Leben bei ruhiger, tragender Musik Revue passieren. Der Spieler soll dabei animiert werden, über sein eigenes Leben und dessen Vergänglichkeit nachzudenken. Was mich dabei aber ungeheuer stört ist der Hinweis, durch Zahlung einer Gebühr von 5 (fünf) US Dollar die Version zu erwerben, mit der der Spieler die Frau während des Friedhofsspaziergangs sterben lassen kann.

Andererseits beginnt jetzt die Adventszeit, die uns darauf vorbereiten soll, der Geburt Christi vor mehr als 2000 Jahren zu gedenken. Bei meinem Israelbesuch im Juni diesen Jahres hatte ich Gelegenheit, die Grabeskirche in Jerusalem und den Geburtsort Jesu in Bethlehem zu besuchen. Dabei war mir nicht eine Minute der Besinnung gegönnt. Die durchgeschleusten Menschenmassen und der Rummel um diese Stätten, die Tod und Leben dokumentieren, machte mich sehr nachdenklich. Wie wird es dort erst an Ostern und Weihnachten zugehen?

Was will ich damit sagen? Tod und Leben sind unveränderliche Bestandteile unseres Daseins, in unserer Altersgruppe sind wir meist näher am Abschiednehmen und Werden als unsere Kinder. In den kommenden Wochen im Advent sollten wir uns einige stille Stunden des Nachdenkens gönnen und in uns etwas mehr hineinhören.

Ich wünsche uns allen eine besinnliche Adventszeit. Hillibaby

eingestellt am: 29.11.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse vom 22.11.08

Alt und Jung

Bei einem Gespräch im Freundeskreis erzählte die Tochter des Hauses über ihre gerade beendete Reise nach Shanghai in China. Dort gibt es in den öffentlichen Verkehrsmitteln Fernseh-Monitore mit sich dauernd wiederholenden Lautsprecherdurchsagen, mit denen Kinder und Jugendliche aufgefordert werden, älteren Mitbürgern Sitzplätze zu überlassen. Aber hier bei uns?

Vor einigen Wochen mußte ich - der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe – den Mittagsbus nach Hause nehmen, den Schülerhorden fast immer nur undiszipliniert stürmen (Hey Alder, bist du noch nicht draußen, mach hinne?). Ich hatte sogar einen Sitzplatz ergattert. Eine zu unserem Alterskreis gehörende Dame mit Krücken bestieg auch den Bus, mußte aber stehen. Ich beobachtete die Schüler, keine Reaktion. Der Bus fuhr an und die Frau hatte richtig Schwierigkeiten, sich einen festen Halt im überfüllten Transportmittel zu verschaffen. Ich stand auf und was passiert? Ein Schüler, ich schätzte ihn auf 12 Jahre, versuchte, den Platz einzunehmen. Nur mit sanfter Gewalt konnte ich verhindern, daß der Junge sich setzen und der Frau den Platz wegnehmen konnte. Dafür erntete ich strafende Blicke. Betretenes kurzes Schweigen rundum. Steht doch daraufhin ein junger Mann um die Zwanzig auf und bietet mir seinen Sitzplatz an. Ich dankte ihm, verzichtete aber.

Mit unsere Freundesgruppe waren wir vor ein paar Jahren in Leipzig und nutzten auch öffentliche Verkehrsmittel. Die Straßenbahn war voll. Was passierte hier? Ein Junge stand ohne Aufforderung auf und bot meiner Frau seinen Sitzplatz an (Donnerwetter, und das in den neuen
BuLä).

Was will ich damit sagen? Es geht uns alle an, wie Alt und Jung miteinander umgehen. Die Grundvoraussetzungen sollten im Elternhaus und der Familie gelegt werden, nicht in der Schule oder durch irgendwelche staatlichen Institutionen. Dann klappt’s auch mit den Nachbarn, äh Generationen.

Bis zum nächsten mal, Hillibaby

eingestellt am 21.11.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse vom 15.11.2008

Da ist doch vor mir das Wort Sicht als Geistesblitz aufgetaucht. Vieles kann ich (man habe ich ja verdrängt) davorsetzen, z.B. Vor Nach und Rück, Ab An und Auf, Kurz und Weit, um nur einige zu nennen. Ganz zu schweigen von dem, was ich an Sicht anhängen kann

Also vor:

Wenn die Aufsicht ihre Ansicht mit Rücksicht und Vorsicht darlegt, ist ihre Absicht nicht von Kurzsicht sondern von Weitsicht geprägt, wofür sie Nachsicht verdient.

Und nach:

Flug, Karte, Verhältnisse, Vermerk, Weise, Weite, Werbung.

Nachdem der Pilot seine Sichtkarte mit Sichtvermerk als Sichtwerbung in richtiger Sichtweise vorgezeigt hatte, konnte er wegen guter Sichtverhältnisse die Sichtgrenze erhöhen und das Flugzeug in Sichtweite im Sichtflug steuern.

Auweia, jetzt reichts. ICH wünsche trotzdem auch diesmal ein schönes Wochenende.

eingestellt am: 14.11.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse am 8.11.08

Heute befasse ich mich kurz mit dem Wort „Bedanken“. Ich werde sicher gleich Widerspruch ernten, denn im Duden steht ja auch „bedanken (sich)“.

Wen bedanke ich? Mich, Dich, Euch? Streng genommen danke ich mir, Dir oder uns, wenn ich zu meinem Gegenüber sage: „Ich bedanke mich bei Ihnen“ (Au weia, noch so ein Anhängsel, bei Ihnen?). Im Akkusativ geht das ja noch, aber im Dativ? Wem bedanke ich mich, hä? Im Berliner Platt geht das sehr gut, nämlich: “Ick bedanke mir bei Ihnen“ Berliner Deutsch 100 Prozent richtig, soll aber bei den Verfechtern reinen Hochdeutschs kaum oder keine Anhänger haben.

Das sollte mal von mir schriftlich erwähnt werden, auf mich hört sonst keiner. Dies ist der zweite nach Möglichkeit zu streichende Begriff. „Man“ habe ich ja schon letzte Woche versucht, aus meinem Gedankengut zu verbannen.

Es gilt also weiterhin: “Deutsches Sprach, schweres Sprach.“ ICH wünsche trotzdem auch diesmal ein schönes Wochenende.

eingestellt am 7.11.08

Autor: Hillibaby

Hillibaby's Wochenend-Glosse vom 1.11.08

Seit einiger Zeit verfolge ich die Werbung eines Gebißhaftcreme-Herstellers, in dem eine aus Norddeutschland stammende Dame, die auch zum Feierabend-Kreis gehören könnte, sagt:
„Einen schlechten Atem hat man“.

Hä? Warum nicht "Ich habe Mundgeruch" oder so? Zu oft wird das Wort "man" missbraucht. Man hat festgestellt, gefunden, vermerkt, abgeschafft, geredet (soll heißen gesprochen). Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Ich behaupte: Wir brauchen wieder Zivilcourage.
Ich habe, wir sind ... Unsere Politiker sündigen sprachlich auch ungeheuer viel, sie müßten da mal mit gutem Beispiel vorangehen. Das Gleiche gilt für die schreibende Presse. Aussagen mit "man" können sie nach eigenem Gutdünken verbiegen, wenn sie nicht mehr dahinter stehen wollen oder können. Wenn sie dann noch sagen „man muß k(g)ucken“, dann tut das besonders weh. In gewisser Weise sind wir ein Volk von Nachäffern geworden, Presse und Volksvertreter prägen Worte und Aussagen, die wir dann auch verwenden.

Bitte spreche oder schreibe mir nach: Deutsches Sprach, schweres Sprach.

ICH wünsche ein schönes Wochenende.

eingestellt am 31.10.2008

Autor: Hillibaby

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