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Wiesbaden 2024_SeutenDeern

Ein Tag in Wiesbaden


Für den letzten Tag im Mai hatte Gerd/Topolieschen nach Wiesbaden mit folgenden Worten eingeladen:

„Noch Wisbade uf die ebsch Seit, do misse mer emo hie. Warum das denn? Ja früher hieß das so: die ebsch Seit, das ist die Seite, die ebe schee, also eben schön ist und im Laufe der Zeit schliff sich das dann ab zu ebsch. Wir nehmen das als Kompliment hin und Euch auch nicht übel, dass Ihr es heute in einem anderen Sinne braucht.

Genug gelogen, Wiesbaden hat wirklich einiges zu bieten und das wollen wir erfahren und uns dabei zum Großteil fahren lassen, denn die Fußwege werden kurz sein.

Wir starten mit einer Rundfahrt mit der Thermine, die uns ab der Touristinfo zu den interessantesten Punkten fahren wird. Die Erklärungen, was wie und wo zu sehen ist bekommen wir dann unterwegs über Lautsprecher in der Thermine. Ein Endpunkt ist das Nerotal, von dem wir mit einer wasserkraftbetriebenen Drahtseilbahn auf unseren Hausberg, den Neroberg fahren. Sie stammt von 1888 und fährt seit dieser Zeit ohne Unfall. Oben auf dem Neroberg ist eine Restauration für die, die inzwischen Hunger haben. Wer gut zu Fuß ist kann noch bis zum Kriegerdenkmal laufen mit einem herrlichen Blick über ganz Wiesbaden oder etwas weiter bis zum Opelbad, in dem es ein gutes Restaurant gibt und wenn man im Becken schwimmt und den Kopf hebt kann man auch aus dem Becken Wiesbaden unter sich liegen sehen. Mitten im Weinberg, natürlich auch mit Blick über Wiesbaden, gibt es im Sommer einen Weinstand mit kleinen Gerichten, urgemütlich. Je nach Zeitplan kann man dann nach der Talfahrt mit der Thermine zur Tourist Info oder einer durchgehenden Buslinie von der Talstation direkt bis zum Bahnhof fahren."

Das alte Wiesbaden hatte auch mit den Römern zu tun. Wenn sie in Mainz in den Kasernen anfingen zu müffeln, dann war es Zeit auf die andere Rheinseite zu fahren um sich dort zu entmüffeln und in den heißen Quellen zu erfrischen.“


Heute brauchen wir dazu zwar keine heißen Quellen mehr, aber viele Mainzer fahren gerne nach Wiesbaden zum Einkaufen (nicht nur an Allerheiligen), zum Bummeln, zu Theater- oder Konzertbesuchen oder eben ins Thermalbad.

Am 31. Mai trafen sich 11 Mainzer um 11 Uhr (das passt doch: Mit der Zahl 11 verbinden Mainzer immer Fastnacht !) vor dem Hauptbahnhof. Der Zug kam mit einer Stunde Verspätung um 11.13 – leider ohne die vier Mitglieder aus Darmstadt und Langen, die nicht aus Darmstadt weg kamen, weil der Zugverkehr von dort nach Mainz wegen eines Unglücksfalls ausgesetzt wurde. Am Gleis 1 in Wiesbaden nahm uns ein stark erkälteter Gerd – kaum der Stimme mächtig – in Empfang und schleppte sich mit einer schlimmen Bronchitis wegen uns durch den Tag. Ein dickes Lob und Dankeschön ..... jeder andere wäre wohl im Bett geblieben.

Mit dem nächsten Bus fuhren wir zum Dernschen Gelände, wo uns weitere 9 Mitglieder erwarteten, die mit dem Auto oder Bus nach Wiesbaden gekommen waren. Die Thermine wartete schon auf unsere Gruppe; Gerd hatte uns angemeldet. Durch die vielen Streichungen auf meiner Liste musste ich zweimal nachzählen und konnte Gerd mitteilen, dass er nicht für 28, sondern nur für 21 Fahrgäste zahlen sollte.

Während der Fahrt bekamen wir interessante Erklärungen über den Lautsprecher, und da wir 2009 bereits mit der Thermine gefahren waren und Margret/Margret551 damals so einen ausführlichen und tollen Bericht mit vielen Bildern geschrieben hatte, erspare ich mir die Erklärungen und verweise auf den Bericht.

Ebenso auf den ausführlichen Bericht über Wiesbaden von Gerd/Topolieschen, dessen Link ich am Ende des Berichts einstelle.

Für den Bericht von Margret klicke hier

Unsere Fahrt mit der Thermine unterbrachen wir für einen Fotostop an der Russischen Kirche, die in den beiden Berichten von Margret und Gerd ebenfalls ausführlich beschrieben ist.

An der Talstation der Nerobergbahn endete vorerst unsere Fahrt; wir fuhren mit der Nerobergbahn nach oben auf Wiesbadens Hausberg.

In Wikipedia ist zu lesen:
"Die Nerobergbahn ist eine im Jahre 1888 errichtete Wasserlast- und Zahnstangen-Standseilbahn im Norden Wiesbadens. Sie führt vom Nerotal auf den Neroberg, wobei sie auf einer Länge von 438 m und bei einer durchschnittlichen Steigung von 19 % einen Höhenunterschied von 83 m überwindet. Als letzte Bergbahn dieses Typs in Deutschland ist die Nerobergbahn heute ein technisches Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Die Nerobergbahn wird von der ESWE Verkehrsgesellschaft betrieben und unterhalten, jährlich wird sie von mehr als 250.000 Passagieren genutzt, wovon ca. 80 Prozent Touristen sind.“

.....und weiter:
„In den frühen 1990er Jahren wurde der Viadukt generalüberholt, die Förderpumpe erneuert und ein neues Zugseil aufgelegt. Das alte voll verschlossene Seil wurde durch ein Litzenseil für optimale Sicherheit ersetzt. 1997 feierte die Nerobergbahn ihr 110-jähriges Jubiläum und hatte eine Rekord-Besucherzahl von 276.942 Personen zu verzeichnen. In den späten 1990er Jahren erhielt sie wiederum einen neuen Anstrich. In der Mitte der 2000er Jahre wurden die Schienen erneuert. Die Nerobergbahn hatte in ihrer Geschichte keinen einzigen Unfall.“

Obwohl die Fahrt nur kurz ist, ist sie immer ein Erlebnis, zumal es für einige von uns die erste Fahrt mit der Nerobergbahn war.

Auf dem Neroberg erwartete uns sogar Sonnenschein – ein Lichtblick bei den stark verregneten Tagen vor- und nachher. Wir gingen die wenigen Schritte zu dem Tempelchen, dem Monopteros, von dem man einen guten Blick auf Wiesbaden und die Russische Kirche hat.

Gerd hatte Plätze für uns im neuen Restaurant im „Turm“ reserviert. Früher stand dort das Neroberghotel aus dem 19. Jh., das leider 1989 einem Brand zum Opfer fiel. Übrig blieb nur der Turm, der 1993 renoviert wurde und heute ein Restaurant mit Biergarten beherbergt.

Um 14.30 Uhr fuhren wir mit der Nerobergbahn wieder zur Talstation und mit der Thermine kurze Zeit später zurück zum Ausgangspunkt auf dem Dernschen Gelände. Hier trennten sich unsere Wege. Einige spazierten durch Wiesbaden und einige schlossen sich Irene und Joachim an, die uns zu den Kolonaden am Kurhaus führten, in das dortige Eiscafé – die beiden sind überzeugt, dass es dort das beste Eis in Wiesbaden gibt ! An zwei kleinen runden Tischen fanden wir sechs Leutchen Platz und genossen nicht nur ein leckeres Eis oder Eiskaffee, sondern unterhielten uns munter über dieses und jenes.

Anschließend fuhren wir zu dritt mit dem Bus zum Bahnhof, wo bereits die S8 nach Mainz wartete. Ein schöner Tag in netter Gesellschaft ging zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön für Gerd – und eine baldige Genesung – damit Du wieder gut bei Stimme bist, wenn wir uns das nächste Mal sehen.

Ich empfehle den ausführlichen und sehr guten Bericht über Wissenswertes, Interessantes und Amüsantes von Wiesbaden, den ich mit Bildern von Regine/Klassik99 und Renate/Rheingaunerin1959 verschönert habe.
Klicke hier zu dem lesenswerten Bericht von Gerd/Topolieschen:

Edeltraud/SeutenDeern, Joachim/Taunusjoe und ich haben Bilder von diesem Tag gemacht.

Für das Album von SeutenDeern klicke hier
Für das Album mit Bildern von Taunusjoe und Rose56 klicke hier


(eingestellt am 2.6.24)

Autor: Feierabend-Mitglied

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