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Reise nach Ostfriesland vom 16.-19. Juli 2020

Eigentlich sollte uns die Reise im Juli mit Trendreisen24 nach Italien führen, aber statt dessen fuhren 13 Mainzer- und 2 Frankfurter Mitglieder nach Norden, nach Logabirum, einem Stadtteil von Leer.

Hauptsache, wieder etwas gemeinsam unternehmen nach dieser langen Zeit der Abstinenz. Da war es uns auch egal, dass wir Masken im Bus, im Hotel, auf dem Schiff oder sonst wo tragen mussten, dass alles ein bisschen anders war als in normalen Zeiten – die Vorfreude war einfach zu groß.

Endlich dürfen wir wieder reisen - Ostfriesland, wir kommen !

Unser großer Reisebus mit dem sympathischen Fahrer Heiko Schwarz aus Bischofsheim/Rhön holt die zwei Frankfurter pünktlich um 6 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof ab. Nachdem auch die restlichen Mitfahrer am Mühldreieck und am Mainzer Bahnhof eingestiegen sind, werden die Sitzplätze festgelegt, um die Abstandsregeln einzuhalten. Das ist nicht schwierig, denn 15 Mitreisende können sich auf 50 Sitzplätze verteilen. Unterwegs werden zwei Pausen eingelegt und nach sieben Stunden sind wir am Ziel, dem Hotel Waldkur, wo uns Alberto schon erwartet. Die Zimmer auf den zwei Etagen sind schnell bezogen; wir haben das Hotel fast für uns alleine – zumindest den Speisesaal.

Kurz nach 15 Uhr starten wir mit der Reiseleiterin Adele nach Leer. Während wir die Stadt mit dem Bus kennenlernen, erzählt uns Adele Interessantes über Ostfriesland, die Inseln und von den Besonderheiten, die es in der Gegend gibt. Davon werden wir in den nächsten beiden Tag noch mehr erfahren.

Leer ist eine selbständige Gemeinde mit ca. 34.000 Einwohner. Nach Emden und Aurich ist sie die drittgrößte Stadt in Ostfriesland. Leer bezeichnet sich als Tor Ostfrieslands. Die Stadt liegt an der Mündung der Leda in die Ems und ist durch seinen Seehafen seit Jahrhunderten vom Handel und der Seefahrt geprägt.


Unser Bus fährt uns bis zum Museumshafen.

Adele erklärt uns, dass am Ufer vor der Waage in früheren Zeiten die Segelschiffe aus den Fehngebieten anlegten. Das Wort Fehn stammt aus dem Niederländischen (Veen) und bedeutet Moor.

Was es damit auf sich hat, bekommen wir noch genauer am nächsten Tag erklärt, ist aber auch hier nachzulesen.

Die Schiffe, die am Ufer festgemacht haben, sind noch fahrtüchtig und werden vom Verein „Schipper-Klottje“ betreut und instand gehalten.

Vom Museumshafen ist es nicht weit zum Rathaus und der Waage, den beiden Wahrzeichen der Altstadt mit seinen historischen Bürgerhäusern, kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés.

Die Waage wurde 1714 im norddeutschen Barock erbaut. In unmittelbarer Nähe befindet sich das 1894 erbaute Rathaus im deutsch-niederländischen Renaissancestil.

Zwischen den kleinen hübschen Backsteinhäusern fällt ein besonders schönes Haus ins Auge, auf dem „Weinhandlung Wolff“ zu lesen ist. Das 1570 erbaute und 1653 erweiterte Haus hat eine wechselvolle Geschichte. In der Tat beherbergt es noch heute im Erdgeschoß eine Weinhandlung und vertreibt Weine aus dem Rheingau.
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Wir gönnen uns in einem der kleinen Cafés eine Pause und werden um 17.15 Uhr am Bahnhof von unserem Busfahrer Heiko wieder abgeholt.

Bis zum Abendessen haben wir noch Zeit, die Koffer auszupacken, ehe wir uns im Speisesaal des Hotels treffen, wo wir die Hygieneregeln befolgen und an getrennten Tischen Platz nehmen müssen. Der Koch hat für uns gegrillt, dazu erwartet uns typisch norddeutscher, d.h. mit viel Mayonnaise zubereiteter, Kartoffelsalat. Es gibt noch einen Dip mit Weißbrot, einen Salatteller und Obst, so dass niemand hungrig vom Tisch aufstehen muß.

Nach dem Essen treffen wir uns im schönen kleinen Biergarten vor dem Hotel. Mit Jacke lässt es sich dort gut sitzen, und müde vom langen Tag und dem einen oder anderen Bier und Wein fallen wir lange vor Mitternacht in unsere Betten.

Am zweiten und dritten Tag begleitet uns Agnes Rewerts als Reiseleiterin. Sie passt, wie auch Adele am Vortag, im Alter zu uns, macht seit über 30 Jahren diesen Job und war früher Lehrerin. Von ihr erfahren wir viel Interessantes über Land und Leute.

Um 9 Uhr starten wir zu einer großen Rundfahrt auf der Störtebeker-Route durch das von Kanälen durchzogene Moormerland. Unterwegs fahren wir durch viele kleine Orte, die mit „um“ enden. Agnes erklärt uns, dass diese Ortsnamen germanischen Ursprungs sind, genau wie „hem, hum, heim“, und „um“ in Friesland und am Niederrhein gebräuchlich ist.

Backsteinhäuser gibt es erst seit dem 12. und 13. Jh., als die Zisterzienser Backsteine brannten. Vorher gab es in Norddeutschland Lehmhütten, weil wenig Wald vorhanden war und die Hütten deshalb nicht aus Holz gebaut werden konnten.

Am Emssperrwerk halten wir zu einem Fotostop.

Die Ems ist über 300 km lang, entspringt im Teutoburger Wald nahe Bielefeld und fließt bei Emden in die Nordsee. Ab dem Dollart bildet die Ems die Grenze zur niederländischen Provinz Groningen.

Das Emssperrwerk wurde von 1998 – 2002 errichtet und besitzt 7 Tore. Es wurde nicht nur gegen Sturmfluten gebaut, sondern vor allem für Überführungen großer Schiffe zwischen der Meyer-Werft in Papenburg und der Nordsee. Das Wasser der Ems kann bis zu 8,50 m für 11 Stunden angestaut werden.

Auf der Weiterfahrt nach Emden erzählt uns Agnes von den Unterschieden zwischen den beiden evangelischen Konfessionen – Lutheraner und Reformierte.

Während der Reformationszeit konnte sich keine einheitliche Konfession durchsetzen. So zerfiel das Land in einen evangelisch-reformierten Teil im Westen und einen evangelisch-lutherischen Teil im Osten.

Nur knapp 7 % der Ostfriesen sind katholisch und leben überwiegend im Gebiet von Papenburg.

Nicht nur zwischen den Konfessionen herrscht eine gewisse Rivalität, sondern auch zwischen Bewohnern vom Emsland und Ostfriesland – aber das gibt es überall.

Emden liegt an der Mündung der Ems in die Nordsee. Mit rund 50.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt Ostfrieslands, aber gleichzeitig auch die kleinste kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Ihre Blütezeit hatte die Stadt im 16. Jh. zur Zeit der Reformation.

Auf der Fahrt durch die Stadt weist uns Agnes auf die vielen Bunker hin, die heute noch gut erhalten sind. Es gibt noch 31 Luftschutzbunker, die teilweise noch genutzt werden, z.B. für Bands als Proberaum. Am 6.9.44 wurde Emden total zerstört, nur eine einzige Fassade blieb stehen. Von daher bietet Emden auch keine schöne Altstadt.

Bekanntester Sohn der Stadt Emden ist Otto Waalkes. Er bekam sogar ein Museum, das „Otto-Huus“, das sich gegenüber dem Ostfriesischen Landesmuseum befindet. Dieses wurde dem alten Rathaus nachgebaut.

Hier hält der Bus zu einem kurzen Fotostop. Die Ampel mit dem Otto-Männchen muß natürlich auch fotografiert werden. Außer Otto sind Karl Dall und Henri Nannen in Emden geboren.

Auf dem Weg zum Außenhafen kommen wir am Volkswagenwerk vorbei, das seit 1964 in Emden ansässig ist. Ein weiterer großer Industriebetrieb ist die Werft Nordseewerke. Am Außenhafen legen die Schiffe nach Borkum ab. Wir machen hier eine kurze Pause, ehe wir zum südwestlichsten Zipfel Ostfrieslands weiterfahren. Gegenüber grüßt uns der östlichste Zipfel der Niederlande, Eemshaven.

Am Siel- und Schöpfwerk Knock wendet der Bus. Das Schöpfwerk dient dazu, die Wasserstände konstant zu halten, da das Land 2,40 m unter dem Meeresspiegel liegt.

Aber was treibt der „Alte Fritz“ und der Große Kurfürst von Brandenburg an dieser einsamen Stelle? Ich habe die Lösung im Internet gefunden.

Bei „Ostfrieslandreloaded.com“ las ich, dass die beiden großen Figuren am Alten Rathaus am Delft in Emden standen. Bis zum Bombenhagel 1945. Beide Figuren blieben unzerstört und ragten aus den Trümmern hervor. Sie wurden abgebaut und auf dem Bauhof gelagert. 1966 schenkte die Stadt die beiden Denkmäler dem ersten Entwässerungsverband für sein im Bau befindliches Siel- und Schöpfwerk an der Knock.
Hier kannst Du es nachlesen

Auf der Weiterfahrt fallen uns die Rohre links und rechts der Straße auf. Agnes erklärt, dass es sog. Schlickrohre sind, die die Schwemmstoffe, die aus der Fahrrinne gebaggert werden, auf die Felder "transportieren". Die Bauern stellen gegen gutes Geld ihre Felder zum Ablagern des Schlicks zur Verfügung.

Bei der Gelegenheit klärt sie uns über die verschiedenen Böden auf, über Kleiböden, die aus Schlick bestehen, den Marschboden, der schwer zu beackern aber fruchtbar ist, und die Geest, die aus Sandboden besteht. Agnes ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, deshalb versteht sie viel von Böden und Ackerbau.

Wir erfahren, dass Aurich 8 m über NN auf einem Geestrücken liegt und auch die kleinen Orte zumeist auf sog. Warften liegen. Eine Warft ist ein aus Erde aufgeschütteter Siedlungshügel, der dem Schutz von Menschen und Tieren bei Sturmfluten dient. Sie sind meistens rund und auf ihnen befinden sich Einzelgehöfte oder auch Dorfsiedlungen

Ein solches Rundwarftendorf ist Rysum mit seinen kleinen Gassen. Der Ort liegt sechs Meter über dem Meeresspiegel und hat einen Durchmesser von knapp 400 Metern. Dieser „Hügel“ diente lange vor dem Deichbau als einzig wirksamer Hochwasserschutz. In der Rysumer Kirche, die an der höchsten Stelle der Warft gebaut wurde, befindet sich die älteste noch bespielbare Orgel Nordeuropas aus der Zeit um 1457.

Spannend sind auch die Geschichten aus der Zeit des Seeräubers Klaus Störtebeker. Er lebte Ende des 14. Jh., und um sein Leben ranken sich zahlreiche Legenden, die Du bei Wikipedia oder hier nachlesen kannst.

Am nächsten Tag fahren wir durch Marienhafe wo Störtebeker Unterschlupf gefunden haben soll. Dafür revanchierte er sich beim Kampf der Häuptlinge um die Vorherrschaft in Ostfriesland. Die Häuptlinge (Haupt der Familie) waren quasi die Vorgänger der Bürgermeister. Es waren meist reiche Bauern, die Steinhäuser hatten und diese später zu Burgen ausbauten. Sie hatten eine enorme Macht und es wird gesagt, dass sie sich die Beute mit den Seeräubern teilten. Alle 3 Jahre finden in Marienhafe die Störtebeker-Spiele statt.

Mehr zu den Häuptlingen findest Du bei Wikipedia oder hier


Gegen 11.30 Uhr sind wir in Greetsiel.

Der malerische Ort ist bekannt für seine Fischerboote, Nordseekrabben und malerischen Giebelhäuser. Der Hafen ist mehr als 600 Jahre alt und Liegeplatz von ca. 25 Krabbenkuttern. Seit 1991 trennt die Schleuse Leysiel den Hafen von der offenen See.

Die beiden Windmühlen sind die Wahrzeichen von Greetsiel. Eine der Mühlen stammt aus dem Jahr 1856, die andere wurde 1921 erbaut.


Wir schlendern durch die kleinen Gassen, vorbei an den alten Backsteinhäusern, kleinen Läden, Cafés und Restaurants.

Für das Mittagessen hat uns unsere Reiseleiterin Plätze im Rest. Seestern reserviert. Entspannt sitzen wir in der Sonne und genießen die ostfriesischen Spezialitäten.

Danach haben wir noch bis 14.15 Uhr Freizeit, ehe wir zu unserem nächsten Ziel, Neuharlingersiel weiterfahren.


Auf der Weiterfahrt nach Neuharlingersiel fahren wir durch die Stadt Norden. Bis 1992 war die Firma Doornkaat in Norden ansässig, ein bekannter 38%iger Korn in der grünen Vierkantflasche.

Das Nordseeheilbad Neuharlingersiel liegt direkt am Meer hinter dem Nordsee-Deich, der den Ort und das Hinterland seit 1875 vor der Nordsee schützt. Der Fischereihafen wurde vor etwa 300 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Häuser rahmen das Hafenbecken ein.

Wir haben Zeit für eine Tee- und Kaffeepause und einen kleinen Bummel am Strand und fahren gegen 17.15 Uhr wieder über Carolinensiel und Wittmund zurück.

Agnes macht uns auf die Erdwälle, die sog. Wallhecken aufmerksam, die die Felder begrenzen. Sie entstanden unter Friedrich d. Großen. Unser Weg führt uns über die Niedersächsische Mühlenstraße. Wie der Name schon sagt, sehen wir unterwegs zahlreiche alte Mühlen.

Zum Abendessen erwartet uns ein Salatteller, Kasseler und Bauchfleisch mit Bohnen, kleinen Kartöffelchen und eine Quarkspeise zum Nachtisch. Nach dem Essen versammeln wir uns wieder im Biergarten.


Am dritten Tag müssen wir früher aufstehen, denn um 8 Uhr fahren wir bereits nach Norddeich, wo wir pünktlich an der Fähre nach Norderney sein müssen. Wir haben jedoch noch so viel Zeit, dass wir dem Störtebeker-Dorf Marienhafe einen kurzen Besuch abstatten, wo Agnes jedes Haus kennt, hat doch ihre Mutter nach dem Verkauf des Bauernhofs dort gewohnt.

Agnes erinnert uns auch noch einmal an die Eselsbrücke für die 7 ostfriesisischen Inseln:

„Welcher Seemann liegt bei Nanni im Bett“ !

Wangerooge (Welcher)
Spiekeroog (Seemann)
Langeoog (liegt)
Baltrum (bei)
Norderney (Nanni)
Juist (im)
Borkum (Bett)


In Norddeich sind wir so früh an der Fähre, dass wir statt um 11 Uhr, bereits um 10.40 Uhr fahren können.

Auf dem Oberdeck findet auch jeder noch einen Platz. Maskenpflicht ist angesagt, denn die Abstandspflicht kann nicht eingehalten werden. Das Meer ist aalglatt, und da um 10 Uhr der höchste Wasserstand erreicht ist, dauert die Überfahrt auch lediglich 45 Minuten.

Norderney ist die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln. Sie ist Deutschlands ältestes, 1797 gegründetes, Nordseebad mit sehenswerten historischen Gebäuden aus der Gründerzeit.
14 Kilometer feinste Sandstrände laden zu Strandspaziergängen ein. Auf ca. 80 km ausgebauten Rad- und Wanderwegen kann man quer über die Insel, durch die Dünen und entlang des Watts laufen.

Am Hafen wartet bereits die Bömmelbahn auf uns, die uns in den Inselosten bringt. Unterwegs erzählt die Fahrerin Claudia viel Interessantes über die Insel.

Der Tidenhub beträgt 2,30 m – am heutigen Tag war um 10.20 Uhr Hochwasser und um 16.40 Uhr Niedrigwasser.

Im Yachthafen gibt es 350 – 400 Liegeplätze.

Der Strandhafer, der bis zu 10 m lange Wurzeln hat und die Dünen befestigt, wird auf der Insel angebaut und auf die Dünen verpflanzt.

Der Leuchtturm in der Mitte der Insel hat 253 Stufen.

An der Oase haben wir 45 Minuten Pause, Zeit genug, um durch die Dünen zum Strand zu gelangen.


Am Kurhaus steigen wir aus und haben Freizeit bis 15.15 Uhr.

Einige gehen noch einmal zum Strand, andere bummeln durch die Einkaufsstraßen. Norderney ist an diesem Tag auch nicht allzu sehr mit Touristen überlaufen.

Kurz nach 15 Uhr sind wir alle wieder bei der Bömmelbahn, die uns zurück zum Hafen bringt. Um 16 Uhr legt unsere Fähre ab; die Rückfahrt dauert etwas länger.

Auf dem Rückweg zum Hotel machen wir noch einen Abstecher nach Suurhusen.

Der Ort wurde bekannt durch den Schiefen Turm von Suurhusen an der Suurhuser Kirche. Die Kirche wurde Mitte des 13. Jh. auf einer Warft erbaut. Als um 1450 an das spätromanische Langhaus der Turm auf der kleinen Warft angebaut wurde, musste aus Platzgründen das Kirchenschiff westlich um ein Viertel verkürzt werden. Da der Boden an der Westseite des Turms nicht verdichtet war, geriet der Turm später in Schieflage. Zudem verrotteten die als Fundamente dienenden Eichenbohlen im Zuge einer Grundwassersenkung.

Im Guinness-Buch der Rekorde hat der Turm der Suurhuser Kirche den Schiefen Turm von Pisa (dessen Neigung nach baulichen Maßnahmen bei 3,97 Grad liegt) als schiefster Turm der Welt abgelöst, denn bei einer Höhe von 27,37 Metern weist der Turm am Dachfirst einen Überhang von 2,47 Metern auf, was einer Neigung von 5,19 Grad entspricht. (Quelle: Wikipedia)

Nach dem Abendessen schmeckt das Bier wieder bei munteren Gesprächen im Biergarten.

Am nächsten Morgen heißt es Abschiednehmen von Ostfriesland.

Aber Alberto hat noch eine Überraschung für uns parat, die unser Busfahrer auch nach einigen Versuchen und Umwegen findet.

Wir sind in Amerika gelandet. Das muß auf einem Foto festgehalten werden. Doch damit nicht genug. Jetzt fahren wir auch noch nach Russland und jeder bekommt von Alberto eine Urkunde.

Wir verabschieden uns mit einem fröhlichen Moin, Moin von ihm und fahren durch das Münsterland, Ruhrgebiet, Siegerland, Westerwald über Frankfurt zurück nach Mainz.

Fazit:
Ich habe einiges gelernt. So z.B., ob man Moin oder Moin, Moin sagt.
Der Gruß ist nicht nur am Morgen üblich, sondern über den ganzen Tag, zum Abschied oder auch, um einen Gruß zu erwidern. Das Wort „Moin“ kommt auch noch vom Wort „Morgen“. Es ist sozusagen ein Synonym für „schön, angenehm“.

Warum sagen aber nun die einen Moin, und andere Moin, Moin. Auch das hat uns Agnes erklärt. Der Doppelgruß gilt unter Ostfriesen – und auch unter Hamburger – als „Geschwätzigkeit“. Deshalb sagen die Ostfriesen nur einmal „Moin“.
Andere sagen aber auch, dass Moin eine einfache Grußform ist, die man in Geschäften nutzt; Moin, Moin ist herzlicher und benutzt man bei guten Freunden.

Aber eigentlich ist es egal, ob Moin oder Moin Moin, beides signalisiert dem Norddeutschen einen lieben Gruß.

Zum anderen war mir – und sicher vielen anderen auch – unbekannt, dass es in Ostfriesland Häuptlinge gab. Bislang war mir der Begriff nur aus dem Wilden Westen von den Indianern bekannt. Die Geschichte der Häuptlinge, die ich im Internet nachgelesen habe, fand ich wahnsinnig interessant.

Ostfriesland ist jedenfalls immer eine Reise wert, wie schön, daß wir einen Teil davon kennenlernen durften.

Deshalb geht mein besonderer Dank an Alberto. Ebenfalls ein Dankeschön an Heiko, unseren Busfahrer und an alle, die mitgefahren sind. Es war eine Reise, die mir lange in Erinnerung bleiben wird – eine Reise, bei der wir trotz kleiner Einschränkungen viel gesehen und erlebt, und viel gelacht haben.


Unsere Fotografen haben wieder einen guten Job gemacht.

Die Bilder von Ingrid/Gritle sind hier zu sehen

Für die Bilder, die ich von mehreren gesammelt habe, klicke hier

Dieter/fidelis45 zeigt hier seine Bilder

Die Bilder von Alberto/alfredo6969 sind hier zu sehen


(eingestellt am 26.7.20)

Autor: Feierabend-Mitglied

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