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Prag - die Goldene Stadt

Prag – an Titel und Beinamen fehlt es nicht. „Das Goldene Prag“, „Die Stadt der 100 Türme“, „Hauptstadt im Herzen Europas“ „Königin der Städte“, „Perle an der Moldau“, „Mütterchen Prag“ ….und viele mehr. Wir wollen die Stadt mit der reichen Geschichte kennen lernen. Einige von uns waren zu Zeiten des Eisernen Vorhangs dort, andere noch nie. Wir sind neugierig und fahren mit Trendreisen-24 für vier Tage, vom 19. – 22. September 2019, in die tschechische Metropole.

Früh geht es los ! Kurz vor 6 Uhr stehen Margret, Charly, Sonja, Marion, Wilfried, Dieter und ich am Mühldreieck, wo wir wenig später in den Bus der Firma Hochfellner aus Limburg mit dem Fahrer Martin einsteigen. Am Hauptbahnhof warten bereits Rosi, Magdalena, Renate und Helga, so dass wir zügig nach Wiesbaden weiterfahren, um dort den Chef von Trendreisen-24, Alberto Grilletta, am Bahnhof abzuholen. Eine Stunde später steigt Nina in Frankfurt noch zu, so dass wir komplett sind. Schade, dass sich nicht mehr Mitglieder angemeldet haben; freie Plätze hätte es noch genügend gegeben. So sind wir eine kleine, homogene Gruppe, was sich später in Prag angesichts der Menschenmassen, die sich durch die Stadt schiebt, als gut erweist. Und wir haben vier Tage viel Spaß miteinander.


Ohne größere Staus fahren wir über die A 3 und A 6, vorbei an Würzburg und Nürnberg. Nach zwei Stunden gibt es eine kurze Pause und danach serviert Nina im Bus frischen Kaffee und Eierlikörkuchen. Als ich hörte, dass unsere „Saftschubse“ - wie sie sich selbst betitelt – mitfährt (ich würde sie aber lieber als unsere gute Seele bezeichnen), erkläre ich mich spontan bereit, wieder einen Kuchen zu backen. Im Autohof Geiselwind legen wir eine längere Pause ein, in der wir uns mit Mett- und Käsebrötchen, frisch aus der Metzgerei der Raststätte verköstigen. Ein toller Tipp von Martin, die frischen Brötchen schmecken hervorragend. Vor der Grenze gibt es noch eine dritte kurze Pause, ehe wir gegen 13.20 Uhr bei Waidhaus die Grenze überqueren.

Wie schön, dass wir im vereinten Europa keine Kontrollen mehr an den Grenzen haben und nur deshalb etwas davon merken, weil sich Martin für die Benutzung der tschechischen Autobahn an der Raststätte ein Maut-Gerät beschaffen muss. 2004 erfolgte übrigens der EU-Beitritt, leider ist Tschechien aber noch kein Euro-Land.

Gegen 15 Uhr erreichen wir nach ca. 520 km die Stadtgrenze von Prag.

Die Stadt hat eine bewegte Vergangenheit. Sie überstand zwei große Brände, Pest, Hunger, Aufruhr und immer wieder Kriege und Besetzung.
Prag besteht eigentlich aus fünf Städten, die Altstadt, die Kleinseite, die Burg, die Neustadt und das jüdische Viertel, das Ghetto. Erst 1784 wurde die Stadt unter Joseph II., dem Sohn Maria Theresias zu einer Einheit zusammengefasst.
Mehr zur Geschichte Prags kannst Du hier lesen

Um 16.30 Uhr erreichen wir unser Hotel Olympik und werden mit dem typischen tschechischen Kräuterschnaps Becherovka begrüßt. Es sollte nicht bei dem einen Schnaps bleiben !

Das Hotel hat 19 Etagen. Die Doppelzimmer für uns sind in der 8. Etage. Die Einzelzimmer befinden sich in der 15. und 16. Etage. Besonders morgens ist deshalb Anstehen an einem der 3 Aufzüge Pflicht – aber es hetzt uns ja niemand und wir haben Zeit. Die Zimmer sind sauber und groß genug, überwiegend mit drei Betten ausgestattet, bzw. zwei Betten und einem Sofa, das als Ersatzbett genutzt werden kann. Das Bad ist zwar klein, aber ebenfalls ausreichend; lediglich die „Tür“ (2 Klappen wie eine Schranktür) ist gewöhnungsbedürftig. Störend ist allenfalls die Klimaanlage, die aber selbst oder durch das Personal ausgeschaltet werden konnte. Das Hotel ist nicht hellhörig und auch der Straßenlärm stört kaum. Es gab keine Klagen, wir haben alle gut geschlafen. Auch über das Frühstücksbuffet gab es nichts zu meckern, es sei denn, man hätte Lachs und Kaviar erwartet. Und auch beim Abendessen in Buffetform konnte jeder satt werden.


Nach dem Abendessen am ersten Abend fährt uns Martin mit dem Bus in die Stadt. Drei von uns bleiben im Hotel, zwei wollen auf eigene Faust die Innenstadt erkunden und fahren mit dem Bus mit. Wir anderen 8 wollen uns im Image-Black Light Theater das Stück „Galaxia“ anschauen, eine Show des berühmten „schwarzen Theaters“ mit Tanz und Pantomime.


Wir amüsieren uns köstlich und stimmen uns damit auf das Abenteuer ein, das uns bei der Rückfahrt mit der Metro erwartet. Es ist eine größere Sache, für uns 8 Leute Karten für die U-Bahn am Automaten zu kaufen. Für viele bedeuten Fahrkartenautomaten in Mainz schon eine Herausforderung; durch das nicht geläufige Bezahlen mit tschechischen Krone und den kleinen Münzen, bei denen der Wert nur sehr schlecht zu lesen ist, war es noch schwieriger. Alberto und Renate gelingt es aber mit vereinten Kräften, dass jeder von uns eine Fahrkarte
bekommt und wir in die richtige U-Bahn nach Prag-Invalidovna einsteigen können. Allein die lange Rolltreppe zu den Bahnsteigen, die in rasanter Fahrt auf- und abwärts fährt, ist schon ein Erlebnis.

Die netten Prager stehen für uns sogar von den Plätzen auf, so dass wir bequem die wenigen Haltestellen fahren. Bis zu unserem Hotel, das wir schon von weitem sehen – es ist in den Farben rot-gelb-weiß angestrahlt – sind es nur wenige Gehminuten.

Nach einem Absacker an der Bar – angefangen mit einem Becherovka, danach folgen Cocktails, Bier oder Wein – und viel Spaß.... auch wenn wir hier auf dem Foto noch nichts zu trinken haben, fallen wir müde in unsere Betten.


Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück um 9 Uhr startklar. Jan, unser Stadtführer für die kommenden zwei Tage, begrüßt uns im Bus. Er spricht zwar gut deutsch, hat aber einen ziemlich starken Akzent, so dass wir sehr genau zuhören müssen. Auch da erweist sich die kleine Gruppe als vorteilhaft.

Zuerst steht eine Stadtrundfahrt mit dem Bus an. Wir fahren durch Karolinenthal, einem der 22 Bezirke Prags.

Früher war Karlin wie es auf tschechisch heißt, ein Industrieviertel und zudem die älteste Prager Vorstadt. Die breite Straße, die unser Bus nutzt, war früher der Hafen. In den Jugendstilgebäuden und ehemaligen Fabriken befinden sich heute Restaurants, Bars, Theater und Galerien. Der alte Hafen ist von modernen Bürogebäuden umgeben und die Wege an der Moldau laden zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren ein. Beim großen Hochwasser im August 2002 war die alte Stadt total überschwemmt. Das Wasser stand bis zu 3 m hoch.
Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Ein neuer Deich und ggfs. mobile Schutzwände sollen Karlin vor künftigen Überschwemmungen schützen.

Wir fahren ein Stück durch die Neustadt von Prag und Jan erzählt uns über die Moldau, den längsten Fluss in Tschechien. Er hat zwei Quellflüsse, die Warme Moldau, die im Böhmerwald entspringt und die Kalte Moldau, die ihren Quelle im Bayerischen Wald hat. Bei Mělník mündet die Moldau in die kleinere und bis dahin kürzere Elbe.

In Wikipedia ist zu lesen: Der Lauf der Moldau bot die Vorlage für die gleichnamige (und bekannteste) romantische sinfonische Dichtung Die Moldau aus dem Zyklus "Mein Vaterland" (Má Vlast) von Bedřich Smetana. Smetana stellt unter anderem die beiden Quellen der Moldau dar, ihren Lauf durch die böhmische Landschaft, das tosende Wasser in den mittlerweile versunkenen St.-Johann-Stromschnellen, die breite untere Moldau, ihren Lauf am Vyšehrad vorbei durch Prag und ihre Mündung in die Elbe.

Ebenso nimmt Smetana auf die den Fluss umgebende Kultur Bezug; so werden auch die Jagd und eine Bauernhochzeit dargestellt.
Quelle: Wikipedia

Auch Karel Gott, die goldene Stimme von Prag, widmete der Moldau ein Lied, das sicher jedem bekannt ist. Klicke hier zum Lied und schönen Aufnahmen aus dem Jahr 1971, das Prag ohne die heute typischen Touristenströme zeigt. Weitere Aufnahmen von dem bekannten tschechischen Sänger lohnen nicht nur wegen seiner Stimme, sondern sind eine schöne Erinnerung an unsere Reise.


Am ältesten Bahnhof Prags, dem Bahnhof Vyšehrad beginnt die Prager Altstadt. Wir fahren vorbei am Wenzelsplatz, der eigentlich kein richtiger Platz ist, sondern eher ein Boulevard. Der Platz war zu Zeiten des Prager Frühling im Jahr 1968 und bei den Massenkundgebungen im November 1989, als Václav Havel und Alexander Dubček hier zu dem Volk sprachen, oft im Fernsehen zu sehen.

Das St. Wenzels-Denkmal, ein Reiterstandbild aus Bronze zeigt den Heiligen Wenzel, der erste christliche Märtyrer Böhmens und Landespatron. Er ist von vier weiteren böhmischen Heiligen umgeben.

Es gibt 15 Brücken über die Moldau in Prags Innenstadt. Unser Bus hält an der Čech-Brücke. Sie wurde 1905-1908 erbaut und verbindet die Josefstadt (früher das Juden-Ghetto) mit dem linken Moldauufer. An den Brückenenden steht jeweils die Bronzefigur der Viktoria.

Unter der Brücke legen die Schiffe für die Rundfahrten ab. Hier wollen wir uns um 14.45 Uhr zur Schiffahrt auf der Moldau treffen. Das obligatorische Gruppenfoto darf nicht fehlen. Die malerische Kulisse bietet sich auch geradezu dafür an.

Zu Fuß geht es weiter durch das jüdische Viertel mit zahlreichen Synagogen – die älteste Synagoge Europas wird 1270 in Prag errichtet – zum Altstädter Ring, dem zentralen Platz in Prag, der mit Häusern mit schönen Renaissance- und Barockfassaden geschmückt ist. Auf dem Platz findet eine Kundgebung der „Friday for Forture“-Bewegung statt. Im Mittelpunkt des Platzes steht das Denkmal für Jan Hus, dem berühmten tschechischen Reformator. 1415 wird er in Konstanz verbrannt. Danach beginnen mit dem Ersten Prager Fenstersturz 1419 die Hussitenkriege.


Vor dem Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr drängelt sich eine riesige Menschenmasse. Es ist 12 Uhr und alle schauen gebannt nach oben, um die zu jeder vollen Stunde zu Glockenklängen stattfindende Prozession der zwölf Apostel zu sehen.

Die astronomische Uhr stammt vom Ende des 15. Jhs. Das Zifferblatt ist älter, und zwar aus dem Jahr 1410. Sie ist mit verschiedenen Figuren verziert. Die Uhr hat drei verschiedene Zeiger, einen Sonnenzeiger, einen Mondzeiger und einen Tierkreiszeiger.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Teynkirche
mit ihren beiden mächtigen Türmen. Sie wurde Mitte des 14. Jhs. fertiggestellt.

Wir gehen durch reizvolle kleine Straßen; es bieten sich immer wieder schöne Fotomotive, von denen ich einige zeige – die anderen sind bei den Bildern unserer Fotografen zu finden, auf die ich am Ende des Berichts verlinke.

Um die Mittagszeit nähern wir uns der berühmten Karlsbrücke - falls der Link nicht funktioniert, bitte diesen nehmen.

Im 14. Jh. errichtet – die Bauzeit betrug 45 Jahre – ist sie die älteste erhaltene Brücke über die Moldau und eine der ältesten Steinbrücken Europas neben den Brücken von Regensburg und Würzburg. Die Brücke, die heute eine reine Fußgängerbrücke ist und die Altstadt mit der Prager Kleinseite verbindet, zählt zu den Nationalen Kulturdenkmälern. Über die Brücke führte der Krönungsweg der böhmischen Könige zum Veitsdom.

Die Brücke ist 520 m lang und 10 m breit. Sie wird von 16 Pfeilern gestützt. Auf beiden Seiten stehen Brückentürme. Berühmt ist die Karlsbrücke vor allem durch die 30 Skulpturen auf der Brüstung.
Als erster erhielt 1683 der heilige Nepomuk seinen Platz.

Wir lassen uns mit der Menschenmenge über die Brücke schieben, bleiben eine Weile bei einer Dixie-Band stehen und bewundern die Fingerfertigkeit auf dem Waschbrett.

Wie gut das klingt, kannst Du hier auf dem kleinen Video hören.

Verkaufsstände, Schnellzeichner für Porträts, Souvenirstände locken – wir gehen jedoch schnell weiter. Der Durst auf ein kühles Bier treibt uns vorwärts. Wir finden es in einem kleinen Restaurant direkt hinter dem Kleinseitener Brückenturm und können in der warmen Herbstsonne ein Budweiser und eine Kleinigkeit zum Essen genießen. Ach, wie köstlich !

Zurück geht es zügig wiederum über die Karlsbrücke, vorbei am Rudolfinum, einem Konzert- und Galeriegebäude, in dem u.a. das Tschechische Philharmonie-Orchester spielt.

Auf einer Bank treffen wir Alberto und da noch Zeit bis zur Abfahrt des Schiffes ist, setzen wir uns zu ihm und genießen den schönen Blick auf die Stadtsilhouette, die Moldau und die vielen Schiffe, die dort ihre Runden drehen, so wie dieser alte Schaufelraddampfer.

Pünktlich um 15 Uhr legt das „Prague Boats“ vom Ufer ab und wir schippern eine Stunde auf der Moldau. Alberto hat für uns Kaffee und Kuchen bestellt. Das Wetter ist aber so schön, dass die meisten es vorziehen, den Ausflug auf dem Deck zu genießen. Leider wird Kaffee und Kuchen nur im Innern des Schiffes serviert. Die Damen und Herren des Services sind wohl zu faul, oben an Deck zu bedienen.

Von 16 – 17.15 Uhr haben wir noch Freizeit. Die meisten gehen noch einmal in das jüdische Viertel und suchen ein Eiscafé und etwas zu trinken. Sie werden fündig, wie man auf den Bildern sieht.

Pünktlich sind wir alle wieder am verabredeten Treffpunkt und warten dort auf unseren Bus, der uns zurück zum Hotel fährt. Nach dem Abendessen zieht es etliche wieder in die Bar. Mit einem Becherovka starten wir in einen gemütlichen Abend.

Am 3. Tag, einem Samstag, begrüßt uns strahlender Sonnenschein und sommerliche 25°. Unser Bus bringt uns zum Hradschin auf die Prager Burg.

Die Prager Burg bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt. An ihrer Frontseite ist sie einen halben Kilometer lang. Seit über 1000 Jahren gilt sie als das politische und kulturelle Zentrum der Stadt und des Landes. In früheren Jahrhunderten Sitz der Kaiser, Könige und Fürsten, ist sie heute Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

Fürst Wenzel begann im 9. Jh. mit dem Bau der Burg. In der Mitte des 14. Jhs. ließ Kaiser Karl IV. mit dem Bau der St.-Veits-Kathedrale beginnen. Sie sollte der größte Dom Europas werden. Fast 600 Jahre wurde daran gebaut.
Im Mai 1618 schrieb die Prager Burg Geschichte: Der Statthalter des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Ferdinand II wurde aus dem Fenster geworfen. Dieser Zweite Prager Fenstersturz war der Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg.

Den Raum im Ludwigsflügel, in dem das Ereignis stattfand, können wir bei unserem Rundgang besichtigen.


Bevor wir die Burg betreten, heißt es aber erst einmal Taschenkontrolle.

Wir versammeln uns auf dem großen Ehrenhof und erleben die Zeremonie der Wachablösung der Burgwache, während Jan für uns die Eintrittskarten für die Burg besorgt.

Eigentlich wollten wir gleich in den Veitsdom gehen. Aber eine Riesenschlange – man könnte denken, die Hälfte der Japaner, Chinesen und Koreaner sei in Prag – wartet bereits vor dem Eingang. Eine bis zwei Stunden Wartezeit wäre erforderlich. Jan schlägt vor, erst in die Burg zu gehen und es danach noch einmal mit dem Veitsdom zu probieren.


Auch in dem riesigen Burggebäude drängeln sich die Besucher. Beeindruckend ist der Vladislav-Saal, der Ende des 15. Jh. unter Vladislav II., seit 1471 König von Böhmen und später auch von Ungarn, im Stil der Renaissance errichtet wurde. Ein aufwendiges Rippengewölbe überspannt den gewaltigen Raum. Hier wurden Ritterturniere ausgetragen, Könige hielten ihre Königsfeste. Es war der größte Festsaal nördlich der Alpen.

Nach der Besichtigung der Burg besuchen wir noch die romanische St.-Georgs-Basilika, ehe wir zu der wohl beliebtesten Attraktion des Hradschin, dem Goldenen Gässchen gehen.

Winzige Häuschen scheinen sich unter die Burgmauer zu ducken. Im 16. Jh. dienten sie als Unterkunft für die Burgwachen. Aber es zogen auch vor allem Goldschmiede und Alchimisten ein, die für Kaiser Rudolf II. nach dem „Stein der Weisen“, dem Gold suchten.

Später wohnten hier meist ärmere Leute. Im Haus Nr. 22 lebte 1916 – 1917 Franz Kafka und schrieb hier seine Erzählung „Ein Landarzt“. Bis Anfang der 50er Jahre im vorigen Jahrhundert war das Goldene Gässchen noch bewohnt. Heute beherbergen die kleinen Häuser Souvenir- und Keramikläden und ein Café, in dem wir uns eine Tasse Kaffee gönnen.

Ein paar von uns schauen sich eine Ausstellung mit Waffen, Rüstungen und Foltergeräten an und Dieter ist fasziniert von einer Schießscharte, die einen beweglichen Einbau zum Abstützen des Gewehrlaufs trägt.

Zum vereinbarten Zeitpunkt sind wir zurück am Treffpunkt und schieben uns mit der Masse Richtung Ausgang. Durch eine schmale Pforte gelangen wir wieder auf das Burggelände und versuchen unser Glück nochmals an der St. Veits Kathedrale. Die Menschenschlange ist aber immer noch so lang wie am Vormittag und wir haben keine Lust, uns für eine lange Zeit anzustellen.

Einige entschließen sich, die Burg zu verlassen und noch einmal in die Altstadt von Prag zu gehen, andere wollen in die Burggalerie, um sich die Ausstellung mit Werken von Rubens und Tizian anzuschauen und einige gehen in den Königsgarten des Lustschlosses der Königin Anna. Das Belvedere wurde zwischen 1538 und 1560 von Kaiser Ferdinand I. errichtet.

Gemütlich sitzen wir in der Sonne und genießen einen Eiskaffee und kühle Getränke. Später gesellen sich diejenigen, die in der Ausstellung waren, zu uns.

Um 15 Uhr holt uns der Bus wieder ab und wir haben Zeit, uns etwas im Hotel zu erholen, bevor wir zum Abendessen in das schöne Restaurant Kavárna am Ufer der Moldau fahren.

Es wurde drinnen für uns reserviert, aber Alberto erreicht es, den Wirt zu überzeugen, dass wir draußen im Garten sitzen können, mit einem herrlichen Blick auf die Burg und die Moldau.

Als Vorspeise gibt es eine leckere Kartoffelsuppe mit Steinpilzen, als Hauptgericht Rinderfilet in Sahnesauce mit Zitronenscheibe, hausgemachten Preiselbeeren und Schlagsahne, dazu Serviettenknödel und als Dessert Palatschinken mit Marmelade, Sahne und Obst-Topping. Dazu ein Pilsener Urquell – wir genießen den letzten Abend und die Abendstimmung bei der hereinbrechenden Dunkelheit. Es geht uns einfach gut !

Um 21 Uhr holt uns der Bus wieder ab und wir beschließen auch die letzten Stunden wieder mit einem Becherovka und Cocktails in der Bar.

Die Koffer sind schnell gepackt, ein letztes Mal im Olympik schlafen, ein letztes Frühstücksbuffet. Pünktlich um 9 Uhr sitzen wir alle im Bus und Martin bringt uns sicher zurück nach Mainz. Kurz nach 18 Uhr sind wir wieder zu Hause.

Mein Dank geht an Alberto für die hervorragende Reiseleitung, an Jan für die Stadtführung, an Martin, unseren vorzüglichen Busfahrer, und an Alle, die mit dabei waren und die vier Tage zu einem schönen Erlebnis machten. Ein besonderes Dankeschön auch an die Fotografen, die mir ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt ein Danke für das hübsche Erinnerungsgeschenk nebst Inhalt.

Wir freuen uns auf die nächste Reise !


An den Fotos könnt Ihr Euch sicher alle erfreuen.

Zu den Bildern von Alberto/alfredo6969 - klicke hier

Zu den Bildern von Dieter/fidelis45 kommst Du hier

Nina/nina364 zeigt hier ihre Bilder

und die Bilder von Rose/Rose56 sind hier zu sehen

Übrigens: Die kleinen Bilder werden größer (zumindest auf dem PC-Bildschirm), wenn Du auf das Bild klickst. Empfehlenswert ist es allerdings, sich die Bilder gesammelt in den eingestellten Alben anzusehen.

(eingestellt am 29.9.19)


Autor: Feierabend-Mitglied

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