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Fürstenwall-Brücke und Bastion Cleve am DOM

clevetafel
Bastion Cleve im Mittelalter

Verwendung von Text-Passagen des Stadtbauamtes und zusammengestellt von schuessi

Fast 100 000 Besucher jährlich lassen sich von diesem großen Sakralbau und Kunstdenkmal anziehen. Nun ist eine neue Attraktion hinzugekommen.

Beide Vorhaben – sowohl der Neubau der Brücke als auch die Freilegung der Bastion Cleve waren in der Planung der Komplexe „Fuß- und Radwegbrücke – Fürstenwall/Elbebahnhof“.
Erreicht werden soll :

  • eine barrierefreie Wegebeziehung zwischen dem historischen Stadtzentrum und dem Gelände des ehemaligen Elbebahnhof

  • die touristische Aufwertung und Verknüpfung des Stadtzentrums mit der Elbuferpromenade

  • die Integration in den Fürstenwallpark

  • eine Treppe zum Innenhof der Bastion Cleve, der sich auf Schleinuferniveau befindet, zu errichten.

  • Nutzung des Innenhofes der Bastion Cleve als Außenbereich einer Gaststätte im sogenannten Förder.

  • Brücke Schleinufer

    Die Fuß- und Radwegbrücke über das Schleinufer in Höhe Fürstenwall wurde im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung und Umgestaltung des Fürstenwallparks im Bereich der früheren Bastion Cleve als neue Wegebeziehung zwischen dem von der Stadtmauer begrenzten Fürstenwallpark und dem parallel zur Elbe verlaufenden Geh- und Radweg als Verbindung über das Schleinufer errichtet.

    Die Brücke beginnt unmittelbar hinter der Stadtmauer am Fürstenwallpark nördlich der freigelegten Bastion Cleve und führt in gerader Achse über das Schleinufer zur Südseite des Gebäudes „Leipziger Eisenbahntor“. Im Bereich des „Leipziger Eisenbahntores“ erfolgt der Abgang von der Brücke auf das Niveau des Fuß- und Radweges an der Elbe über eine Treppe und eine Rampe.
    Die Fußgängerbrücke besteht aus einem schlanken Brückensteg. Im Bereich der Stadtmauer liegt der Überbau der Brücke auf einem Betonwiderlager. Unterhalb der Stadtmauer wird der Brückenüberbau an drei Y-förmige Stützen angeschlossen, welche im Stützenfuß verjüngt werden. Die Brücke kragt mit einer Länge von 8,00 m am Eisenbahntor östlich in Richtung Elbe aus. Eine Treppe auf der Nordseite verbindet die Brücke mit dem Elberadweg.

    Umgestaltung Förder/Bastion Cleve

    Unter dem Fürstenwallpark schlummern Teile des alten Magdeburg. Ein „Förder“ genannter Tunnel war schon seit langem bekannt. Er ist bereits in der Karte Otto von Guerickes aus dem Jahre 1632 zum Wiederaufbau der Stadt nach dem 30jährigen Krieg verzeichnet.

    Es handelt sich um einen alten Ausgang aus der befestigten Stadt. Der eigentliche Ausgang des Tunnels liegt ca. 8 m unter dem Niveau des Fürstenwallparks, mit dessen Bau das Gelände aufgefüllt und der Tunnelausgang mit den umgebenden Festungsmauern zugeschüttet worden war. Den seinerzeit neu gestalteten Eingang ziert ein Schlussstein von 1888.
    Tunnel und Festungsmauern wurden freigelegt und sind wieder für die Öffentlichkeit erlebbar. Hierzu wurde der unmittelbar vor dem Tunnelausgang liegende Teil des Parks abgesenkt. Dieser „Vorhof“ wird noch in diesem Jahr über eine Treppe an den Fürstenwallpark angeschlossen. Bereits möglich ist der Zugang vom Schleinufer. Der Einschnitt in die Ufermauer nimmt Bezug auf einen Ausgang, der sich an dieser Stelle der Festung einmal befand.

    Freilegungen

    Mauer_bastion
    Mauer mit Schiessscharten

    Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch das bislang in diesem Abschnitt unsanierte Mauerwerk parallel zum Schleinufer erneuert.
    Es handelt sich hier übrigens nicht - wie häufig fälschlicherweise angenommen - um die mittelalterliche Stadtmauer, sondern um eine gründerzeitliche Stützmauer, die den Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Fürstenwallpark zum Schleinufer abfängt.
    Große Teile der Bastion Cleve sind zu dieser Zeit geschliffen worden, um das Schleinufer bauen zu können. Das westliche Widerlager der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über das Schleinufer wurde denkmalgerecht in den Fürstenwallpark eingebunden.

    Bei Sondierungsarbeiten durch einen Munitionssuchdienst wurden weitere, bislang unbekannte Festungsbauten entdeckt.
    Es handelt sich um einen Keller mit Treppe des ehemaligen Turms Cleve und um Gänge mit Geschützstellungen.
    Sie stammen spätestens aus der Mitte des 16. Jahrhunderts (ca. 1540 - 1550), Teile sind möglicherweise auch älter, ihre umfassende Sanierung war Bestandteil der Gesamtmaßnahme.
    Der Turm Cleve entstand vermutlich um das Jahr 1240. Seine Sanierung ist eine Aufgabe für das laufende Jahr.

    Die Bauarbeiten begannen im Juli 2004.
    Aufgrund der unerwarteten Funde von Teilen der alten Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Planung abgewandelt.
    Die historische Anlage wurde in das Gestaltungskonzept integriert, so dass auch dieser Teilbereich, der einen Ausschnitt aus der Geschichte Magdeburgs dokumentiert, nun für die Öffentlichkeit erlebbar ist.

    Erst jetzt wurden in der Danzstrasse Teile des "Sudenburger Tores" gefunden, die der eventuellen Freilegung harren .

    bastion
    Durchgang zur Möllenvogtei

    soll gastronomie rein

    Die Finanzierung des Vorhabens erfolgte über das Förderprogramm ”Städtebaulicher Denkmalschutz” mit 2,4 Mio. EUR für die planerische Vorbereitung, bauhistorische Untersuchung sowie Sanierung und Errichtung des Gesamtensembles. Jeweils 40 % der entstandenen Kosten werden von Bund und Land getragen, 20 % beträgt der städtische Eigenanteil.

    In Magdeburg erfolgte die Einweihung der Brücke am 29.Januar 2008(13.30 Uhr).

    Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer führt über das Schleinufer - eine vielbefahrene Straße - und verbindet den Fürstenwall mit dem Elbeufer.
    Die Brücke soll dazu beitragen, dass das Stadtzentrum und das Elbeufer besser miteinander verbunden sind und das gesamte Umfeld für Anwohner und Touristen attraktiver wird.

    Auf der Elbebahnhofseite wird momentan ein Gebäude sandgestrahlt und für die Gastronomie hergerichtet.

    Der Bund der Steuerzahler hatte den Bau der Brücke kritisiert, weil es in einer Entfernung von 300 Metern eine weitere Brücke gibt, die im Gegensatz zum neuen Bauwerk aber nicht behindertengerecht ist.

    Brückenbilder - hier sollten wir uns mal treffen

    bastion_3
    Brückenausleger über die Elbe
    bastion_6
    neue Sitzterassen,im Hintergrund die Rollstuhlabfahrt
    bastion_7
    Blickrichtung Nord
    bastion_8
    Blickrichtung Süd

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