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Mary Miller: Süßer König Jesus

Mary Miller Süßer König Jesus

Spektakulär unsentimental beschreibt Autorin Mary Miller den Trip der 4-köpfigen Familie, die dem Weltuntergang entgegen fährt und zwischendurch über die bevorstehende Entrückung referiert. Die beiden Schwestern nutzen lolita-mäßig naiv bis abgebrüht die Stopps, um auf ihre Kosten zu kommen, während die religiösen Eltern Flugblätter verteilen.

Die fünfzehnjährige Jess und ihre zwei Jahre ältere Schwester Elise sitzen auf dem Rücksitz des alten Fords, während ihr stoischer wie seltsam gutgelaunter Vater den Weg von Alabama nach Kalifornien bestreitet, um dort gemeinsam mit Frau und Töchtern den bevorstehenden Weltuntergang (nicht) zu erleben. Doch irgendwann beginnt die Glaubwürdigkeit des ganzen Unterfangens zu leiden. Die Wirren der Pubertät sorgen zudem dafür, dass die Reise weder zügig noch reibungslos verläuft: Elise ist heimlich schwanger und Jess chronisch verliebt.

Wer angesichts der Rahmenhandlung einen irren Pathos erwartet, wird enttäuscht sein. Züge von Fanatismus, die man angesichts der drohenden Apokalypse von den Eltern erwarten würde, werden nicht herausgearbeitet.

Die Charaktere wirken auf mich typisch amerikanisch in ihrer unerschütterlichen, an Oberflächlichkeit grenzenden Art, nicht das Weltende in Frage zu stellen, aber auch nicht sonderlich überrascht zu sein, als es ausbleibt.

Absurd und schräg.

Mary Miller: Süßer König Jesus
Verag: Metrolit (dtv)
Gebundene Ausgabe
288 Seiten
19,99 Euro
ISBN 978-3-8493-0311-2

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