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Ann Cleeves: Das letzte Wort: Vera Stanhope ermittelt

Ann Cleeves: Das letzte Wort

Vera Stanhope ist eine eigenbrötlerische wie unerschütterliche Kommissarin. Es muss schon mehr als ein Mord geschehen, um sie aus der Reserve zu locken. Doch genau das passiert im vierten Fall der Kommissarin aus Northumberand - denn plötzlich ist sie persönlich in einen Mord verstrickt.

Das Writers House ist nicht nur eine Begegnungsstätte von Hobbyschriftstellern, Autoren und Dozenten sondern auch die eines Mörders und seiner Opfer. Denn eine Leiche wird im Haus entdeckt. Bei dem Ermordeten handelt es sich um Literaturprofessor und Dozent Tony Ferdinand, ein Mann, dessen Meinung in der Literaturwelt großen Einfluss hat.

Joanna, Veras Nachbarin, wird schnell zur Verdächtigen: Sie ist zur Tatzeit am Tatort und das mit einem blutverschmierten Messer. Erschwerend kommt hinzu, dass die junge Frau, obwohl psychisch krank, ihre Medikamente kurz vor Beginn des Seminars abgesetzt hat. Auch ihre undurchsichtige Vergangenheit, die sie sorgsam vertuscht, spricht gegen sie. Stanhope hält nicht besonders viel von Joanna und ihrer Lebensweise, aber eines Mordes für fähig…? Zumal Joanna kein Motiv hat, im Gegensatz zu den anderen Teilnehmer. Beispielsweise die attraktive Nina, die mit Ferdinand zusammengearbeitet hat und vergebens auf ihren Durchbruch als Autorin wartet. Auch Veranstalterin Miranda hatte ein merkwürdiges Verhältnis zum Toten und Grund genug, ihn zu hassen.

Vera, die keinerlei künstlerischen Ambitionen hat, tut sich schwer mit den Intellektuellen des Workshops. Sie urteilt das Schreibervolk recht schnell ab. Sieht die Teilnehmer als gescheiterte Existenzen, die von Profilierungssucht getrieben ihre literarischen Ergüsse anpreisen. Sieht sie als Kläger, die auf Vera in Arroganz hinabsehen. Dass Vera selbst urteilt, ist ihr zunächst nicht bewusst.

Vieleicht ist es Unsicherheit über die eigenen Fähigkeiten - jene, die über berufliche hinausgehen. Vielleicht auch schnöde Missgunst. Auf jeden Fall hat die Autorin Cleeves mit Vera Stanhope eine fehlerhafte und dadurch authentische Person geschaffen, die man nicht sympathisch finden muss, um bei der Aufklärung des Falles mitfiebern zu können.

Verlag: Rowohlt
EUR 9,99
448 Seiten
ISBN-10: 3499259052
ISBN-13: 978-3499259050

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