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Vor- und Nachteile einer Zweckbeziehung

Der Duden definiert den Begriff "Zweckgemeinschaft" sehr nüchtern: "aus pragmatischen Gründen gebildete Gemeinschaft". Tatsächlich leben jedoch viele Paare, sobald die erste Phase des Verliebtseins vorüber ist, eher in einer Zweckgemeinschaft, als in einer Liebesbeziehung. Laut wissenschaftlichen Forschungen gibt es stimmige Erklärungen, warum eine Partnerschaft auch ohne Liebe funktionieren kann beziehungsweise warum einer Liebesbeziehung im Alltag oft die Luft ausgeht.

Paar am Strand

Partnerschaft oder Liebesbeziehung ‒ jede/r sehnt sich nach einer Mischung von beiden

Eine Partnerschaft ist eine sexuelle und soziale Gemeinschaft, die zwei Menschen miteinander verbindet. Dabei wollen die zwei Beteiligten gemeinsam durchs Leben gehen, haben identische Ziele vor Augen, die sie verwirklichen möchten und auch die Vorstellungen vom Leben decken sich. Optimal, wenn auch die finanzielle Situation keinen Grund für Zwistigkeiten darstellt und noch besser, wenn die körperliche Anziehungskraft funktioniert. Dennoch gilt es in einer Partnerschaft auch Regeln zu berücksichtigen. Ebenso können schriftliche Verträge das Zusammenleben organisieren.

Für Verträge gibt es in einer Liebesbeziehung keinen Platz. Hier sorgen viele bunte Schmetterlinge im Bauch, für romantische Gefühle und fast jede/r sehnt sich danach. Deswegen ist für viele Menschen undenkbar, eine Zweckpartnerschaft ohne Liebe zu gründen. Dabei ist das Modell der Liebesheirat, mit rund zweihundert Jahren, noch sehr jung. Zuvor wurden reine Zweckgemeinschaften gegründet, bei denen sich oft nach Jahren der Partnerschaft, auch die Liebe entfaltete.

Die Vorteile einer Zweckbeziehung

Da am Anfang einer Zweckgemeinschaft die rosarote Brille fehlt und die Hormone keine Purzelbäume schlagen, ist auch der Blick auf den Partner ungetrübt. Vorzüge, aber auch die individuellen Eigenheiten, werden bewusst wahrgenommen und es gibt kein "böses Erwachen". Das Hauptaugenmerk liegt auf der gegenseitigen Akzeptanz, der Wertschätzung des Anderen und den persönlichen Ansichten. Dies wird in vielen Partnerschaften am Anfang oft unterschätzt. So ist es auch heute in einigen asiatischen Ländern üblich, dass die Eltern für ihre Kinder den/die passende/n Partner/in auswählen. Viele derart geschlossener Beziehungen halten ein Leben lang und zahlreiche Betroffene sind sich einig, dass mit den Jahren, auch das Gefühl der Liebe aufblüht. Ein Grund mehr, einer Zweckgemeinschaft eine Chance zu geben.

Die Nachteile einer Zweckbeziehung

verliebtes altes Paar

Zuerst heißt es für viele, über den eigenen Schatten zu springen, denn die Sehnsucht nach Liebe liegt einfach in unseren Genen. Sind wir für die Gründung einer Zweckbeziehung bereit, haben viele Menschen Angst davor, dass sich der/die Partner/in in eine andere Person verlieben könnte oder sexuell untreu ist. Diesbezügliche Sicherheit findet sich jedoch nirgends. Beginnt die Beziehung aufgrund rationaler Entscheidungen, benötigt auch das Glücksgefühl ein wenig Anlauf, bis es sich einstellt. Für das Spüren von Glück ist es deswegen ratsam, die gemeinsamen Momente bewusst wahrzunehmen und auszukosten.

Zweck oder Liebe ‒ Garantie gibt es nie

Viele kennen es aus eigener leidvoller Erfahrung und auch die Scheidungsraten lassen keinen Zweifel zu, dass die zahlreichen Partnerschaften, die mit Kribbeln im Bauch beginnen, ebenso scheitern. Vor- und Nachteile sind in jeder Partnerschaft vorhanden und auch für die Trennung benötigt es stets nur eine Person. Doch: Eine Zweckbeziehung zu gründen, ist durchaus einen Versuch wert, denn eventuell mündet sie in einem Happy End.

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Themen > Leben > Liebe und Sexualität im Alter > Vor- und Nachteile einer Zweckbeziehung