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Sexuelle Belästigung im Internet

„Du gehörst mal wieder richtig durchgenommen!“; „Wow, bei dem Anblick kommt es mir gleich!“.

Du fragst Dich, warum Du derartiges in einem seriösen Artikel lesen musst? Du findest es unangemessen? Richtig. Das ist es auch. Dennoch gehören solche Aussagen leider zum Alltag in vielen sozialen Netzwerken. Gerade Frauen erhalten ungefragt Nachrichten mit derartigen Inhalten, obwohl die meisten befragten Personen äußern, dass klar sei, dass dies nicht ginge.

Grund genug also, nochmals zusammenzufassen, was unter sexuelle Belästigung fällt und dementsprechend bei uns keinen Platz hat.

Zeichnung von roten Händen auf weißem Frauenkörper


Komplimente

Einer anderen Person eine Nettigkeit entgegenzubringen ist schön, ein aufrichtiges Kompliment fühlt sich gut an. Den Körper der anderen Person zu beurteilen oder die eigene sexuelle Erregung zu äußern, ist kein Kompliment.

So nicht: „Was für ein Vorbau!“; „Da juckt es nicht nur in den Fingern“; „Wenn diese Beine die Gleise sind, wie muss da erst der Bahnhof sein?“
So geht’s: „Ein tolles Profilbild“; „Dein Lächeln und Deine positive Ausstrahlung haben mich fasziniert“.


Fotos

Zum Kennenlernen gehört es auch dazu, sich ein Bild von der anderen Person zu machen. Das beinhaltet aber niemals, ungefragt Nacktbilder zu verschicken. Und ja, darunter fallen auch Penisbilder, die ebenfalls niemand einfach zugeschickt bekommen möchte. Ein ungefragt verschicktes Nacktbild ist immer sexuelle Belästigung und kann gegebenenfalls in den Bereich der „Verbreitung pornographischer Schriften“ nach §184 Abs.1 Nr. 6 StGB fallen.

So nicht: Bilder verschicken, auf denen weniger getragen wird als eine Hose und ein Oberteil.
So geht’s: Schöne bekleidete Ganzköperfotos oder Porträts, in verschiedenen Momenten aufgenommen, ergeben einen ersten Eindruck.


Nachfragen

Es ist relativ einfach, die andere Person zu fragen, ob sie etwas will oder nicht. So kannst Du Dir das Einverständnis holen und musst nicht rätseln. Damit kannst Du Dir auch sicher sein, dass Du keine individuelle Grenze überschreitest. Damit ist allerdings nicht gemeint, der anderen Person unangenehme sexuelle Fragen zu stellen.

So nicht: „Hast Du Lust, mit mir [bestimmte sexuelle Praxis] auszuprobieren?“
So geht’s: Stelle eine neutrale Frage und lasse die Antwortmöglichkeit offen „Was suchst Du denn?“; „Darf ich Dir meine Telefonnummer geben?“. Du kannst auch respektvoll sagen, was Du suchst: „Ich suche eine Freundschaft/Beziehung/erotische Affäre“.


„Der Korb“

Flirten beruht immer auf Gegenseitigkeit. Wenn die andere Person nicht reagiert oder kundtut, dass sie kein Interesse hat, dann ist es so. Das bedeutet nicht, dass diese Person hässlich/frigide/homosexuell ist, auch wenn derartige verletzende Sprüche leider geäußert werden. Der Versuch zur Überredung oder aber im schlimmsten Fall die daran anschließende Beleidigung sind nicht in Ordnung.

So nicht:: „So wie Du aussiehst, solltest Du froh sein, überhaupt jemanden zu bekommen“; „Komm schon, Du willst es doch, glaub mir, es wird gut, stell Dich nicht so an“.
So geht’s: „Schade, aber ich wünsche Dir noch viel Spaß hier. Mach’s gut“


Melden

Du wurdest belästigt oder beleidigt? Beides ist nicht in Ordnung und wird auf Feierabend.de nicht geduldet. Bitte melde uns solche Vorfälle direkt, indem Du auf den Verstoß-melden-Knopf klickst. Dieser erscheint in Form eines "Warndreiecks", wenn Du mit der Maus auf die entsprechende Nachricht gehst. So wird der Service von dieser Nachricht in Kenntnis gesetzt.

Du hast weitere Fragen oder brauchst Hilfe? Dann erreichst Du uns unter der E-Mail-Adresse service@feierabend.de oder aber über das Kontaktformular.

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