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Sex im Alter ist gut für das Gehirn

Kreuzworträtsel verbessern das Gedächtnis und ein intaktes Sozialleben hält gesund. Dass verschiedene Hobbys und rege soziale Kontakte sich im Alter positiv auf das Gehirn auswirken, ist seit Längerem bekannt. Nun hat eine Studie der Universitäten Oxford und Coventry herausgefunden, dass es für über 50-Jährige noch einen weiteren Weg gibt, ihre Gehirnfunktion signifikant zu verbessern. Nämlich durch regelmäßige sexuelle Aktivität.

ältere Menschen in einer Testsituation

Ablauf der Studie

An der Studie, die im Fachblatt „The Journals of Gerontology, Series B: Psychological and Social Sciences“ veröffentlicht wurde, nahmen 73 Personen - 28 Männer und 45 Frauen - im Alter zwischen 50 und 83 Jahren teil. Diese wurden mithilfe eines Fragebogens über ihren Lebensstil, ihre generelle Fitness sowie ihren Gesundheitszustand befragt. Des Weiteren sollten die Probanden angeben wie häufig sie in den letzten 12 Monaten Sex hatten („Nie“, „Monatlich“ oder „Wöchentlich“).

Anschließend wurden in einem zweiten Schritt die verbalen sowie die visuell-räumlichen Kompetenzen der Probanden getestet. Aufgaben, die den Teilnehmern gestellt wurden, waren zum Beispiel: Von 100 in Siebenerschritten rückwärts zählen, verbal übermittelte Informationen aufnehmen und wiedergeben, Dinge aus dem Gedächtnis aufmalen sowie Tests zur Ausdrucksweise und Sprachfertigkeit.

Das Ergebnis: Sexuelle Aktivität wirkt sich positiv auf das Gehirn aus

Das Ergebnis der Studie war eindeutig: Die Teilnehmer der Studie, die angaben mindestens einmal die Woche Sex zu haben, schnitten im Test deutlich besser ab als die anderen Teilnehmer. Sie hatten in allen Bereichen die besseren Ergebnisse und verfügten insbesondere über eine höhere Sprachkompetenz. Auch das Abmalen eines komplexen Bildes oder das Aufzeichnen eines Ziffernblattes aus dem Gedächtnis fiel den sexuell aktiven Probanden leichter als der Gruppe, die weniger sexuell aktiv war. Für die Forscher war das Ergebnis die Bestätigung dafür, dass bessere kognitive Fähigkeiten im Alter mit häufiger sexueller Aktivität in Verbindung stehen. Keine Unterschiede macht die sexuelle Aktivität der Studie zufolge allerdings in folgenden Bereichen: Bildung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Neigung zu Depressionen, Empfinden von Einsamkeit oder generelle Lebensqualität.

Erstaunt waren die Forscher indes über die Auswertung der Frage zur sexuelle Aktivität. Unter den Probanden, die innerhalb der letzten 12 Monate keinen Sex hatten, befanden sich ausschließlich Frauen. Von den Teilnehmern, die monatlich sexuell aktiv waren, war nur ein gutes Drittel männlich (34,6%), während der Anteil der Männer an der Gruppe, die wöchentlich Sex hatte, 51,4% betrug. Es besteht also ein großer geschlechtsspezifischer Unterschied bei der Sexualität im Alter.

Paar sitzend auf der Fensterbank schaut sich verliebt an

Fazit der Studie

Da die sexuelle Aktivität im Alter einen großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns hat, gilt es das Thema „Sex im Alter“ zu enttabuisieren. Sex im Alter sollte gerade angesichts der positiven Auswirkungen des Sexuallebens ein normaler Bestandteil des Alltags sein. Insbesondere ältere Frauen scheinen noch Schwierigkeiten zu haben, ihre Sexualität im Alter auszuleben. Diese Haltung gilt es zu verändern. Die Forscher aus Oxford und Coventry wollen weiterhin ihren Teil zu dem Thema beitragen und wollen nun in Folgestudien herausfinden, ob die positiven Effekte, die Sex im Alter hat, durch die soziale oder die physische Komponente der Sexualität hervorgerufen wird. Zudem wollen sie erforschen, ob Hormone wie Dopamin und Oxytocin für die positive Korrelation zwischen Sexualität und verbesserter Gehirnfunktion verantwortlich sind.

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