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Loslassen - der richtige Umgang mit einer Trennung

Abschiede gehören zum Leben. Trennungen sind schwer, gehen sie doch mit Alleinsein und Einsamkeit einher. Auf der anderen Seite haben ältere Menschen schon viele Abschiede erlebt. Sie gehen oft abgeklärter damit um als junge Menschen. Doch der Umgang mit Trennungen wird erheblich von der Art der Trennung beeinflusst. Wenn einen der Partner nach 30 Jahren für eine jüngere Frau verlässt, mit der er seine Ehefrau mehrere Jahre betrogen hatte, kann das nicht ohne tiefe Wunden abgehen.

zwei Personen stehen nebeneinander

Kein Trennungsschmerz währt ewig

Veränderungen bergen die Chance, neue Erfahrungen zu machen. Doch zuvor muss eine Phase der Schockstarre und Trauer durchlebt werden. Dabei helfen gute Freunde, viele Spaziergänge und gegebenenfalls eine Therapeutin. Verlassene Männer neigen dazu, den verlorenen Partner schnell zu ersetzen, ohne sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Frauen sprechen eher über ihre Ängste. Manche ziehen sich in sich zurück.

Zunächst leugnen viele Menschen, dass es zur endgültigen Trennung gekommen ist. Verlassene erleben ein Wechselbad der Gefühle. Manche hadern mit dem Schicksal. Andere werden depressiv. Wer viele Jahre verheiratet war, für den bricht eine sicher geglaubte Welt zusammen, wenn der Partner ihn überraschend verlässt. Wenn der Zorn kommt, ist das Schlimmste überwunden. Die Wut wird durch das Akzeptieren der Situation abgelöst. Der Verlassene kann endlich neue Wege einschlagen.

Was hilft gegen die emotionelle Achterbahn?

Frau sitzt in leerem Raum auf Umzugkartons

Hilfreich sind in dieser Situation Kinder, Freunde, vertraute Nachbarn. Da Paare oft gemeinsame Freunde hatten, kann Vertrautes auch problematisch werden. Ein Umzug und eine neue Umgebung können helfen, neue Anfänge zu wagen. Ein Ortswechsel fordert Verlassene heraus, sich aktiv neue Bekanntenkreisee zu suchen. Mit dem Ortswechsel könnte der Verlassene sich einen Lebenstraum erfüllen - zum Beispiel nach Mallorca zu ziehen. Andererseits können gerade vertraute Dinge helfen, mit dem Schmerz fertig zu werden.

Wenn der Ex-Partner wegzieht, erleichtert das, auf gewohntem Terrain mit der Trennung fertig zu werden. In vertrauter Umgebung fühlen sich Verlassene aufgefangen. Durch das Lesen von Büchern über Liebeskummer oder Trauerprozesse können wichtige Hilfestellungen geboten werden. Auch Trauergruppen bieten sich an. Hier geht es nicht nur um den Verlust von Menschen durch den Tod, sondern um Verlust in jeder Form. Auf neutralem Boden und in der Mitte ähnlich Betroffener zu sein, kann hilfreiche Strategien zur Bewältigung liefern.

Unfreiwilliges Singledasein als Rentner?

Im Alter verlassen zu werden, ist ein harter Schlag. Angesichts der Kürze des verbliebenen Lebens sollten Senioren Trennungen baldmöglichst verdauen, um sich neugierig dem Rest des Lebens zuzuwenden. Eine neue Selbstdefinition ist hilfreich. Die Entwicklung eigener Stärken und Interessen hilft beim Loslassen. Der Anschluss an einen nachbarschaftlichen Bastel- oder Nähkreis, die Teilnahme an einem Mehrgenerationen-Theaterprojekt oder einer Walking-Gruppe für Senioren kann neuen Lebensmut bedeuten.

Loslassen kann der Verlassene den Partner nur, wenn er die Trennung als wichtige Lebenserfahrung versteht. Verlassene sollten sich zügig von emotionalen und finanziellen Abhängigkeiten lösen. Was auch immer der ehemalige Partner vorhat: Es ist nicht mehr Thema Ihres Lebens. Nach der Heilung der Seele Gutes zu erinnern und alles, was wehtat, ausblenden zu können, bereichert das Alter. Unabhängigkeit kann sich auch gut anfühlen.

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