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Ist Kuscheln im Alter wichtiger als Sex?

Liebe kennt kein Alter. Die Sexualität wandelt sich, wenn Partner älter werden und andere körperliche und seelische Bedürfnisse verspüren. Zärtlichkeit wird jenseits der 60 dagegen wichtiger und intensiver. Eine Studie der Universität Rostock sucht die Gründe.

Paar im Bett

Hormonelle Veränderungen verringern die Lust

Sex wird im Alter zwar etwas unwichtiger, dafür genießt Zärtlichkeit einen höheren Stellenwert. Die hormonelle Umstellung hat einen wesentlichen Einfluss auf diese Veränderungen. Der Körper des Mannes produziert weniger Testosteron und die Frau empfindet oft auch alleine aus evolutionären Gründen weniger Lust. Jedoch tickt die biologische Uhr auch für Männer. Die Samenqualität reduziert sich im Alter und hormonelle Anpassungen im Körper verändern das sexuelle Bedürfnis.

Die sexuelle Stimulation selbst gelingt mit 65 ebenfalls nicht mehr so gut wie mit 25. Zurückzuführen auf eine Beschädigung der Blutgefäße, ist dies dank wirksamer Potenzmittel heutzutage kein Hindernis. Warum sich dennoch viele Senioren fürs Händchenhalten im Alter entscheiden, zeigt eine Studie der Universität Rostock.

Studie zeigt, dass Kuscheln im Alter wichtiger ist

Warum ältere Menschen weniger Wert auf Sex legen, beantwortet eine in der Fachzeitschrift PlosOne veröffentlichte Studie, die Senioren im Alter von 63, 67 und 74 Jahren befragt hat. Im Laufe der Studie wurde bei den Telnehmern eine stabile sexuelle Zufriedenheit festgestellt. Die sexuelle Aktivität nimmt aufgrund hormoneller und physischer Veränderungen zwar ab, dafür steigt im Alter die Lust auf Zärtlichkeiten.

Nur die wenigsten Menschen haben im Alter überhaupt keinen Sex. Die Studie der Universität Rostock zeigt, dass rund 90 Prozent aller Senioren gerne gemeinsame Stunden verbringen. Doch jenseits der 50 verändern sich die eigenen Ansprüche und auch die körperlichen Umständen.

Paar neckt sich beim Malen

Weil sich die Erwartungen und Ansprüche an den eigenen Körper in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben, könnte sich die körperliche Intimität ohne Sex in künftigen Studien als noch wichtiger herausstellen. Bei der aktuellen Studie waren Männer und Frauen der Jahrgänge 1930 bis 1932 beteiligt. Alle Paare lebten in langjährigen Beziehungen und berichteten in der Studie von ihren Erfahrungen, die sich gerade im gestiegenen Alter zwar veränderten, aber eher intensiver und inniger wurden.

Sexualität wird bewusster erlebt

Ältere Menschen geben allerdings auch an, die gemeinsame Sexualität bewusster und intensiver zu genießen. Die Kommunikation mit dem langjährigen Sexualpartner gelingt unproblematischer und man ist sich über die eigenen und die Vorlieben des Partners bewusst. Viele empfinden den Sex mit einem langjährigen Partner als wunderbar unkompliziert.

Im Alter geht es auch zunehmend um Qualität statt Quantität. Durchhaltevermögen ist weniger wichtig als Vertrautheit und Nähe. Anstelle von häufigem Sex gilt: Dann, wenn beide Partner in der richtigen Stimmung sind und sich wohlfühlen. Krankheiten oder körperliche Beschwerden können das Bedürfnis nach Sex zwar hemmen. Doch das Kuscheln oder Händchenhalten im Alter ist ein mehr als würdiger Ausgleich, um sich die körperliche Nähe zum Partner bewusst zu machen.

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