Automatisch einloggen?
Passwort vergessen?
Generation 50plus - wie lebt sie, was beschäftigt sie? Lies hier und diskutiere mit.

Mitgliederberichte: Mein 60. Geburtstag

Stress, nichts als Stress.

Am 26. Feb Spätdienst und noch Nachts nach Nahrungspumpe schauen, da Nachtschwester etwas hilflos gegenüber dem Gerät. Am 27. Feb. Frühdienst. Zu der Zeit wohnt ich in der Dienststelle. Mache die Türe auf und trete in etwas weiches. Mein erster Gedanke, da war ein Heimbewohner unterwegs. Nein, ich seh nach unten, war eine Käsesahnetorte. Da ich noch Zeit hatte, rettete ich 2 Stücke der Torte, die ich genüßlich verspeiste, bei der Überlegung, wer mir wohl eine Torte spendete und warum? In der Pause um 08:30, stand eine Torte am Frühstückstisch mit Karte, "für Peter". Als ich 11:00 in Küche kam, um Obst für Bewohner zu holen, standen 2 Torten. Neugierig begutachtete ich die Werke, da hiess es aus dem Hintergrund: "Lass die Pfoten davon, die gehören Peter." Da kam mir die Erleuchtung, ich hatte ja heute meinen 60sten. Auf Station angekommen, standen 2 Torten im Stationszimmer. Richtig geraten: für Peter. Das kommt davon, wenn sich Kollegen untereinander nicht absprechen. Und ich hatte eine Zeitlang genug von Torten. Teils verspeist, teils vergeschenkt. Rest entsorgt, damit auch die Schweine wußten.. Peter hatte Geburtstag.

Autor: pelecora

Es wird immer schöner

Als ich 60 wurde, dachte ich oje jetzt geht es abwärts, die Rente kommt und man gehört zu den Alten und hört 60.... mein Gott die schönsten Jahre sind vorbei.
Aber jetzt bin ich schon 70... und es wird ja immer schöner. Ich lebe viel Bewuster intensiver und freue mich meines Lebens. So schlimm ist das alles nicht ab 60!

Autor: gree

Kein Freund von Halligalli

Ich habe am 11.08.09 meinen 60. Geburtstag in aller Stille gefeiert. Ich dankte dem lieben Gott, dass ich den 60. Geb. erleben durfte. Ich bin kein Freund von Halligalli. Ich bitte den lieben Gott, dass er mir weitere Jahre in Frieden und Gesundheit schenkt. Ich gehe 2012 in Pension, dann habe ich 42 Dienstjahre am Buckel, davon 40 Jahre als Bayrischer Hauptschullehrer. Ich liebe die Stille. Ich bin 36 Jahre mit der gleichen Frau verheiratet und habe 2 erwachsene Töchter. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Das für den Menschen so kurze Leben ist zu wichtig, als dass man sich dauernd um den Schickimicki von bestimmten Hanswursten kümmert.
Nix für ungut!
Es ist sehr spannend, sich mit dem wirklichen Sinn unseres Lebens zu befassen, dann erlebt man viel Freude, innere Zufriedenheit und Glück!

Autor: toni940

Auf Geburtstage habe ich nie Wert gelegt

Bin ihnen immer entflohen, oder besser gesagt, hab mich gedrückt vor ‘Gäste empfangen‘ und nur die notwendigsten Glückwünsche und Freundlichkeiten innerhalb der Familie entgegen genommen. Das ging auch soweit gut bis zum 50igsten, da verlangte mein soziales Umfeld von mir eine Party und hat es dann auch alles für mich organisiert. Man hat sogar alte Schulfreundinnen ausfindig gemacht und eingeladen. Am Ende war es ein wirklich schönes Fest und das Alter nun, die Null an der Fünf war überhaupt kein Problem, weil diese Zeit eben doch auch eine aktive, starke, wenn nicht gar die stärkste Zeit war. Es tat der Rücken noch nicht weh und man hatte noch so viel zu erledigen, war noch so gefordert, als wäre man 30.
Doch dann, als sich vor die Null die 6 stellte, war es irgendwie ein harter Schlag. An dem Tag befand ich mich auf einem Schiff auf der Wolga zwischen Moskau und St. Petersburg. Eine fantastisch schöne Reise, die ich mir, um wiedermal dem Geburtstag zu entkommen, selber geschenkt hatte. Dort allerdings, bei den netten Mitreisenden, wurde natürlich dann auch mit mir gefeiert und angestoßen. Wäre das nicht gewesen, hätte ich es vielleicht doch ein wenig traurig gefunden.
Ich machte eine Bilanz, eine Art Seelenerforschung, gar nicht mal sehr bewusst, die Gedanken kamen von ganz alleine und man weiß plötzlich, dass man dem zwangsläufigen Tode unaufhaltsam immer näher rückt.
Mir fielen meine unerfüllten Wünsche ein. Wie zerplatzte Ballone hingen sie nur noch als Fetzen herum. Wünsche, die man nun gar nicht mehr hat, gar nicht mehr gebrauchen kann, weil man älter geworden ist.
Als kleines Mädchen zum Beispiel wünschte ich mir sehnlichst einen damals sehr teuren gummibereiften Wipproller. Ich habe nie einen bekommen, und nun, ich hätte mir 10 Wipproller kaufen können, nur, ich will keinen mehr, kann ihn nicht mehr gebrauchen. Und so geht es mit vielen Wünschen und Wunschträumen, die einen bislang im Leben vorangetrieben haben.
Mir wurde mit 60 bewusst, dass alles, was ich bis jetzt noch nicht erreicht hatte, ich nicht mehr erreichen werde und es vor allen Dingen gar nicht mehr will. Dabei war mir nicht klar, ob ich nun deswegen wirklich und wahrhaftig etwas versäumt hatte. Ich begann nun aufzuräumen und die Fetzen der zerplatzen Träume zu entsorgen und schaffte so neuen Platz für neue Wünsche, realisierbare, dem Alter angemessen.
Nunja, ich bin inzwischen 65 und stelle fest, da ist nun immer noch viel Platz frei. Die Wünsche sind sehr klein geworden, damit sie den freien Raum im Innern nicht aufs Neue mit zukünftigem Abfall anfüllen. Da ist dann häufiger die Rede von Gesundheit, wohin, wenn man pflegebedürftig geworden, wo und wie lass ich mich beerdigen, um den Kindern die lästige Grabpflege zu ersparen und so weiter.



Autor: ehemaliges Mitglied

Let´s Rock

Ich habe diesen Geburtstag zwar in kleinem Kreis aber auch mit meinen liebsten Freunden, die extra für mich von Solingen nach Heidelberg gekommen sind, gefeiert. Es hat mir sehr viel Freude bereitet meine Gäste zu bekochen und zu bewirten und wir haben bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Es war lustig wie in alten Zeiten! Am nächsten Tag besuchte ich mit einer meiner Freundinnen ein Santana-Konzert in Baden-Baden und das war dann der krönende Abschluss eines sehr schönen Wochenendes.
Mich beflügeln die unterschiedlichsten Emotionen. Es überwiegt aber immer wieder der Gedanke: "OMG, muss ich nun "ernster" werden? Muss ich mich "altersgerechter" verhalten?" Ich fühle mich vom Kopf her so wie vor was weiß ich 30/40 Jahren; OK, körperlicher ist mann nicht mehr sooooo fit; aber ich gehe nach wie vor noch sehr gerne lieber auf ein Rockkonzert denn zur Klassik....... - und ich sage immer: "wir sind die Generation, die den Rock´n Roll ins Altersheim bringen...." lach! Passend dazu gabs letzte Woche im Fernsehen einen Film mit Blacky Fuchsberger.... (Bewohner eines Altersheimes gründen eine Rockband.....)
Interessanterweise war ich an meinem 40. Geburtstag viel mehr erschrocken rsp. frustiert.

Autor: lives

Bald 70

Nie zuvor an einem runden Geburtstag hatte ich so eine Panik, wie vor meinem 60.
Da sah ich nur, dass ich alt werde und bald 70. bin. Es war grauenvoll, da nützte es wenig, wenn ich mir sagte, es sind noch 10 Jahre, du bist so alt wie du dich fühlst (Fühlte mich um die 40).
Ich machte keine Feier, sondern erfüllte mir einen besonderen Wunsch,den ich schon seit Kindheit hatte, u. machte 2 Wochen Urlaub in Kitzbühel. Gut, die Feier mit Freunden wurde nachgeholt.
Mittlerweile sind drei Jahre vergangen und ich kann mich immer noch nicht mit der Zahl 60 anfreunden. Versuche dies zu ignorieren, aber irgendwann werde ich doch daran erinnert,dass ich nicht mehr die jüngste bin. Bin vergesslicher geworden, da ein Wehwechen usw.
Mut macht mir immer, wenn ich sehe oder lese, was Leute ab 70 noch leisten. Ich habe noch so viel vor und denke dass ich keine Zeit mehr habe. Dies belastet mich schon sehr, habe das Gefühl so viel versäumt zu haben.
Hoffe trotzdem noch ein Ziel erreichen zu können, den Jakobsweg von Pamplona nach Santiago de Compostela als Pilgerin gehen zu können, in ein-zwei Jahren.

Autor: gaggaom

Keine Katastrophe

Meinen 60sten Geburtstag empfand ich nicht als Katastrophe, sondern als Neuanfang. Da ich berufsmäßig mit 57 Jahren die 6 jährige Altersteilzeit gewählt hatte, bedeutete das 3 Jahre Vollzeit Arbeit und 3 Jahre zuhause bleiben bei gleichem Gehalt. So konnte ich mit dem 60sten Lebensjahr die Freizeit voll genießen. Den Geburtstag verbrachten mein Lebensgefährte und ich allein auf einer Reise. Ich genoss den Tag ohne Stress und Arbeit.
Wir verlebten einen wunderschönen Tag im Allgäu.
Wieder zuhause genieße ich das längere Ausschlafen, da ich relativ früh aufstehen musste, um zur Arbeit zu gelangen .
Jetzt kann ich meine Hausarbeit besser einteilen, habe Zeit für den Garten, bearbeite Fotos im PC und helfe meinem Lebensgefährten bei seiner Arbeit, indem ich PC Arbeiten für ihn erledige.
Er ist selbständig und unterrichtet nebenbei an einer Privatschule.
Ich kann verreisen wann ich möchte, ohne mich mit Kollegen abzusprechen und um Vertretung zu sorgen.
Wenn mein Lebensgefährte ebenfalls in Rente ist, werde ich mich ehrenamtlich engagieren.
Ich hoffe, noch lange gesund und aktiv zu bleiben, noch viel von der Welt zu sehen und das Leben noch lange mit meinem Lebensgefährten genießen zu können.

Autor: Dupsel

Groß gefeiert

Als ich im Januar 2002 sechzig Jahre alt wurde, habe ich meinen Geburtstag groß gefeiert. Ich wußte damals bereits, dass ich meinen nächsten Geburtstag mit zwei lieben Menschen nicht mehr feiern konnte. Mein Partner und mein einziger Cousin waren an Krebs erkrankt, und wir wußten, dass sie das neue Jahr nicht erleben würden. Mein Cousin starb im Mai und mein Mann im November.
Ganz bewußt habe ich den Tag gefeiert und mich feiern lassen. Meine Freundinnen haben ein schönes Rahmenprogramm gestaltet. Wir haben gemeinsam gelacht und gesungen. Noch gerne schaue ich mir heute die Bilder an.
Mein Leben mußte ich dann alleine meistern. Meine Freunde, Familie, die Kinder meines Mannes haben mir geholfen. Die Jahre nach 60 waren bunt und reich an Aktivitäten. So arbeite ich zweimal in der Woche ehrenamtlich beim Kinderschutzbund meiner Heimatstadt, treibe etwas Sport und habe auch wieder angefangen, zu malen. Wenn es auch hier und da gesundheitlich etwas zwickt, bin ich zufrieden und hoffe, dass das Leben noch einige Jahre so weitergeht. Mal sehen, was dann das nächst Lebensjahrzent bringt.

Autor: Emely141

Am liebsten versteckt

Meinen 60 Geburtstag habe ich vor 5 Monaten gefeiert. Was habe ich vorher überlegt wie und wo ich ihn begehen soll, doch eigentlich hätte ich mich am liebsten versteckt.
Ich war der Meinung, dass es nichts zu feiern gibt denn ich war weder froh, noch dankbar 60 zu werden. Mir ist schon bewusst, dass es nur eine Zahl ist und man soll die Feste feiern wie sie fallen aber mir war nicht wohl dabei.
Dann plötzlich ein Lichtblick, eine Idee und das kam so.
Meine Freundin aus den Kindertagen lebt in Schweden und fragte mich schon lange nach einem Zusammentreffen in unserer alten Heimat im Riesengebirge. Das habe ich zum Anlaß genommen und zum Geburtstag mit meiner Familie einen Kurzurlaub im Riesengebirge eingeplant. Die Freundin aus Schweden kam auch hin und sie hat mir auch noch eine Überraschung gemacht.
Sie trommelte einige Schulfreunde zusammen, die mich mit einer kleinen Spontanfeier überrascht haben.
Mit meiner Familie habe ich dann in den nächsten Tagen die Gegend erkundet, meinen Enkeltöchtern meine Schule gezeigt und auch meine liebsten Ecken. Es war ein gelungener Geburtstag denn so werde ich ihn wenigstens nie vergessen.
Das Wetter war toll, alle waren glücklich und ich am meisten, was will man mehr.
Der 60 Geburtstag hat mich wieder in die alte Heimat geführt und ich habe erkannt, dass jeder seine Wurzel wieder finden sollte. Genau das macht man im gewissen Alter ganz gerne und dazu war der 60 Geburtstag wie gemacht.

Autor: Kryki

Nicht anders als mit 59

Mit 60 fühlt man sich auch nicht anders wie mit 59. Es hat sich nur die Zahl vor der Null verändert, und damit muß man bei jedem runden Geburtstag leben.
Verändert hat sich nur die Einstellung zum Leben verändert. Die Zahl der Jahre, die man noch zu leben hat, wird immer überschaubarer. Vieles kann man sich nicht mehr zumuten oder nur noch einmal, um dann festzustellen, das man eben keine 20 Jahre mehr ist. Da ich in einem Seniorenheim arbeite, ist es für mich auch anders mit dem Alter umzugehen, da ich täglich mit Krankheit oder Tod konfrontiert bin.
Ich persönlich habe mir vorgenommen, so weit es geht, noch viel von dem umzusetzen, was ich geplant habe. Im Hinterkopf steht auch immer der Spruch: Leben Sie "first class" sonst tun es ihre Erben". Man hilft den Kindern, wenn man kann. Die haben aber noch länger Zeit, ihre Pläne zu verwirklichen.
Die Zeit, die hinter einem liegt, ist unheimlich schnell vergangen. Eben war man noch jung, hat nichts ausgelassen. Jetzt ist man in den Augen der anderen alt und die Witze über alte Menschen, auch wenn sie vielleicht nicht ernst gemeint sind, treffen irgendwie.
Trotzdem mache ich aus jeder Zeit das Beste. Ich würde auch gerne schon aufhören zu arbeiten. Leider ist unsere Rentenpolitik nicht so. Denn ich sehe nicht ein, dem Staat bis an mein Lebensende die Prozente zu schenken. Jeder hofft ja, uralt zu werden. Ich also auch. Also halte ich durch, solange die Gesundheit mitmacht. Meine Arbeit macht mir Spaß, auch wenn sie schwer ist. Das Umfeld stimmt, mir den Bewohnern kommt man gut aus, nur die Bezahlung ist etwas mickrig. Aber wer ist schon mit seinem Geld zufrieden!
So fühlt man sich mit 60.

Autor: BN49

Schrecklich

Am 10.10. 2009 hatte ich meinen 60. Geburtstag.
Es war der schrecklichste Tag meines Lebens.
Im September wurde ich von meiner Ehefrau, mit der ich 30 Jahre verheiratet war, aus der gemeinsamen Wohnung rausgeschmissen mit Poizeiunterstützung .
Der freiwerdende Platz wollte ein anderer Mann einnehmen.
Ich bin bei Freunden untergekommen, erstmal jedenfalls.
Der 60. Geburtstag war für mich sehr schrecklich. Keiner gratulierte, selbst geglaubte Freunde waren plötzlich nicht mehr da.
Habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt.

Autor: fasan61

Leider nicht so schöne Erinnerung

Meinen 60. Geburtstag habe ich leider in nicht so schöner Erinnerung.
Mein Mann war 2 Monate vorher ..nach sehr langer Krankheit gestorben .
Daher habe ich meinen Geburtstag mit meinen Kindern gefeiert.
Eigentlich sollte es ein großes Fest werden , aber dazu hatte ja niemand wirklich Lust.
Auch ist in dieser Zeit gerade meine Küche renoviert worden und ich hatte nicht mal Gelegenheit meinen Gästen etwas gutes zu kochen.
Aber inzwischen sind 8 Jahre vergangen und mein Lebensgefährte hat mir versprochen das mein 70. dafür ein unvergessliches Fest wird.
Ich hoffe nur das mein Lebensgefährte ...er ist auch schon 72 Jahre alt..und ich ..bis dahin gesund bleiben und auch die Zeit bis dahin noch geniessen können.
Liebes Team und alle liebe Menschen die unsere Gedanken lesen , ich wünsche euch alles Gute und immer ein fröhliches Herz.

Autor: fredundkarin

Immer noch volles Haar

Tja, vor 2 Jahren hat es auch mich erwischt. Ich wurde 60. Nach einer anfänglichen Betroffenheit, die mir überraschenderweise gar nicht so gross erschien, habe ich mich erstmal selbst genauer betrachtet, ob dieser Tag etwas an mir bewerkstelligt hat.
Also Haarwuchs immer noch voll und wellig, meine Figur immer noch sehr ansehnlich und straff, keine Schmerzen nirgendwo, also
bisher mit guter Xundheit. Wenn man mir nicht gesagt hätte, und ich auch mein Geburtsdatum nicht wüsste, ich würde mich nicht für 60 halten. Ich gehe wohl als gstandnes Mannbild durch. Gut ein paar ganz kleine Fältchen, aber die kommen vom Lachen. Wenn mich jemand nach dem Alter fragt, bemerke ich, dass ich nicht soundsoviele Jahre alt, sondern jung bin. Beliebt ist bei mir auch zu sagen, dass ich ein 3-fach Twen bin, oder auf neudeutsch auch triple-twen, damits auch im Ausland verstanden wird. Ich bin, da gebürtiger Bayer, jemand, der die schönen Dinge mag. Gut essen und trinken, hält Leib und Seele zusammen. Motto: " Es gibt nix bessers, ois wos Guats"! Ich habe vor, noch lange so zu leben.
Für mich gibt es kein Alter, da ich weiss, dass es mich schon vor meiner Geburt gab, und es mich auch nach meinem Tod weiter geben wird. Ich bin kein menschliches Wesen, das spirituelle Erfahrungen macht, sondern ein spirituelles Wesen, welches menschliche Erfahrungen sammelt. Dieses Wissen, oder besser für wahr halten, macht mein Leben sinnvoll.

Autor: Wolpi48

Noch keine Stunde Langeweile!

Ich habe meinen "Sechziger" mit großer Freude im Kreise lieber Freunde mit einem tollen Essen inkl. Aperitif in einem sehr schönen Restaurant gefeiert. Der Grund meiner Freude: einerseits habe ich mit Stolz und Freude auf mein bisheriges Leben zurückgeschaut, andererseits haben mir meine Zukunftsaussichten Freude gemacht. Vor allem der bevorstehende Ruhe- stand und die noch reichliche Zeit, meine Nachfolge in meinem Sinne zu regeln, haben mir viel Auftrieb gegeben. Ich muss jedoch gestehen, dass ich meinen Beruf (Lehrer, Direktor und Landesschulinspektor) sehr geliebt habe.
Außerdem war ich (und bin es noch immer) bei guter Gesundheit. Der Gedanke an die nun zur Verfügung stehende Zeit war für mich toll. Endlich konnte ich wieder Bücher lesen und meinen anderen zahlreichen Hobbys frönen. Eines war für mich immer klar: ich muss etwas für den Geist, aber auch für den Körper tun. Normale, ausgedehnte Spaziergänge standen auf meiner Pro- grammliste. Damit ich auch dieses Ziel verwirklichen würde habe ich mir einen Hund zugelegt, der nun ein wunderbares Familienmitglied geworden ist. Außerdem sind in unmittelbarer Nähe 3 Racker (= Enkelsöhne), die gerne zu den Großeltern kommen. Weiters ist ein großes Haus mit Garten zu betreuen. Als Entschädigung stehen dafür regelmäßig Kurzreisen mit meiner Frau auf dem Programm.
Mein Konzept ist aufgegangen: keinen Pensionsschock und noch keine Stunde Langeweile! Ich werde nun im April d. J. 69 Jahre. Es waren bisher 9 erfüllte, schöne Jahre. Zur Nachahmung empfohlen!

Autor: herbert682

Solange man seine Freunde behält

Kurz vor meinem 60. Geburtstag verlor ich meinen Vater, den ich gepflegt habe, da war ich schon sehr traurig, aber die Trauer hielt an, weil ich arbeitslos wurde, ich verlor meine Arbeitsstelle. Ja, was nun ? Man machte mir beim Arbeitsamt klar, dass ich wenig Schancen hatte auf einen neuen Arbeitsplatz. Man wollte mich wieder von einer Weiterbildung zur anderen schicken, nach dem Motto, dann wird sie aus einer anderen Kasse bezahlt.Kurz entschlossen habe ich mich dann verrenten lassen, allerdings mit 18% weniger Rente für mein gesamtes Rentnerleben.Dann fühlt man sich nicht sehr gut, wirklich nicht. Aber auf der anderen Seite hatte ich zwei Jahre später ein Nierenversagen, mit dem ich recht lange in der Klinik lag, ich musste sogar wieder neu laufen lernen. Aber ich habe mich jetzt wieder erholt und genieße das Leben- Ich habe zwar sehr an Beweglichkeit eingebüßt, aber kann vieles, siehe Feierabend im Internet genießen. Im Übrigen ist die Zahl 60 bzw., 65 gar nicht so schlimm, solange man seine Fröhlichkeit, seine Freunde und vieles mehr behält.

Autor: Heike1

DDR-Zeiten

Mein 6o. Geburtstag war zu DDR-Zeiten. Die Vorbereitung war lang, es mußte viel bedacht werden, das Organisieren ist dabei nicht zu vergesseen. Jedenfalls wurden beizeiten in einem Lokal die Plätze für das Mittagessen bestellt, schriftlich mußte dies geschehen und nun begann die Zeit des Wartens. Erst wenn die Zusage vorlag, konnte die weitere Planung fortgeführt werdern.
Also, die Gatulationsgäste kamen im Laufe des Vormittags in die Wohnung. Dann wurde die Gatstätte aufgesucht und dort auch wirklich gut gesessen und gegessen. Später, wieder zu Hause, gab es die inzwischen aufgetauten - kostbaren Erdbeeren, die wir selbst im Garten angebaut und geerntet hatten - als feines und seltenes Kompott. Und zu dieser Zeit - 1987 - war auch das ein Fest für sich.
Natürlich gab es schöne Gespräche mit den Kindern und den Enkelkindern, Spiele. Es drehte sich durchaus nicht alles nur um das Kulinarische.
In Kürze werde ich den 83. Geburtstag feiern. Alle geben wir uns Mühe, dass es ein schöner Tag wird, aber es wird viel ruhiger sein. Mein Mann - wir waren 56 Jahre verheiratet - ist vor 3 Jahren gestorben, die Kinder wohnen weit entfernt, und die Wetterverhältnisse locken auch nicht zu langen Autofahrten. Ich freue mich schon auf die Anrufe der Kinder und Enkelkinder und darauf, dass ich teilnehmen kann an den Problemen, die sie gerade umgeben. Es wird auch eine gemütliche Runde daheim geben, und später folgt eine Kaffeeeinladung mit Freundinnen.

Autor: Puschi

60 Jahre alt

60 Jahre alt wurde ich am 19. Mai 2001. Es war ein schöner Geburtstag, über den man wirklich öffentlich berichten kann.
Wie jedes Jahr machten wir im Mai mit noch zwei Ehepaaren einen Radurlaub irgendwo in Europa. Wir wollten damals von Bozen nach Venedig radeln, individuell mit Koffertransport durch die Radreise-Agentur EUROBIKE. Es sollten 350 km mittelschwere Radkilometer werden. Anreisetag war zufällig an meinem 60. Geburtstag. Man sieht, fünf Jahre vor dem offiziellen Renteneintritt nahm ich mir noch aktive Reisen vor und fühlte mich dabei nicht alt. Der Geburtstag wurde in den Urlaub einbezogen, wenn man mit Himmelfahrt und Pfingsten eine Urlaubsbrücke bauen konnte. Und der Mai ist sowieso der günstigste Radel-Monat, weil die Natur erwacht, die Tage lange hell und kaum regnerisch sind und noch nicht so viel Menschen auf den Radwegen unterwegs sind.
Von unserem Wohnort Gent / Belgien kommend, nahmen wir ein Zwickauer Ehepaar bei ihren Verwandten in Bernau am Chiemsee in unser Auto auf. Da gab es schon die erste Gratulationscour plus Sekt in Bayern.
In feiner Stimmung fuhren über den Reschenpass nach Südtirol. Es war natürlich wunderbares Wetter!
Mit dem Juvaltaxi gönnten wir uns einen Abstecher zu Reinhold Messners Schloss. Den Hausherren trafen wir zufällig mit seiner jungen Frau. Er, der Inbegriff des friedliebenden Weltreisenden, gratulierte mir zum 60. Geburtstag und ließ sich fotografieren! Ein Geburtstags-Leckerli der fast außerirdischen Dimension!
Mit den anderen Radfreunden hatten wir uns nachmittags in Bozen verabredet. Dort lauerte eine weitere Riesen-Überraschung auf mich. Tochter Haike mit Mann Micha und Sohn Lutz waren heimlich auch ins Treff-Hotel gekommen. Sie brachten noch Glückwünsche und Geschenke von Tochter Anne, Bruder Bernd und den Enkeln mit. Der Sekt floss und wir hatten Mühe, die Einweisung und Radübergabe nicht zu verpassen.
Abends gab ich dann eine Feier im Wirtshaus.
22:30 Uhr lasen mir die Kinder auf dem Walther von der Vogelweide-Platz bei Capuccino und Grappa weitere spezielle rührende Glückwünsche vor.
Ich war somit zu meinem 60. Geburtstag der glücklichste Mensch!!!
Und ab dem nächsten Tag hatten wir noch die herrliche Radtour bis Venedig vor uns!
Ja, die Lebenssituation war durchaus sonnig, ich hatte noch Arbeit, war gesund und umgeben von lieben Menschen. Natürlich waren in den vergangenen 60 Jahren auch einige schmerzhafte Einschnitte passiert. Ich konnte glücklicherweise immer wieder aufstehen. Rachegefühle versuchte ich zu vermeiden und das 'Vater unser, vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern' hat mich aus schwierigen Situationen geführt. Immer wieder versuche ich dazu zu lernen, ob es Sport, PC, Sprachen oder andere kulturelle Dinge sind. Übrigens werde ich nächstes Jahr schon 70. Da kann ich dann gern noch schreiben, wie man sich da fühlt.

Autor: juehe67

An diesen Tag habe ich nur gute Erinnerungen. Alle meine geladenen Gäste waren erschienen, die Sonne lachte vom Himmel, es war sehr warm. So bot es sich an, auf unserer großen, überdachten Terrasse zu feiern.
Natürlich hatten wir - mein Mann und ich sowie einige fleißige Helfer - Tage zuvor alles vorbereitet. Für diesen - meinen - Tag hatte ich mir selbst etwas geschenkt und wollte damit alle meine Gäste überraschen.
Niemand wusste davon, auch mein Mann nicht. Nach dem Kaffeetrinken kam meine Überraschung: ein Leierkastenmann. Zusammen mit seiner Frau führten sie ein tolles Programm vor, das mich - uns alle - begeisterte.
Ich fühlte mich in meine Kindheit zurück versetzt, denn ich komme ursprünglich aus Berlin, bin 1999 erst in die Wedemark übergesiedelt. In den fünfziger Jahren gab es in Berlin viele Leierkastenmänner, die von Hof zu Hof zogen, um durch ihre Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, denn so manches Geldstück kam - in Zeitungspapier eingewickelt - aus den Fenstern geflogen. Diese Musik hat mich damals schon fasziniert. Anlässlich meines 60. Geburtstages kam ich deshalb auf die Idee, einen Leierkastenmann zu angagieren. Ein von mir selbst verfasstes Gedicht über den Leierkastenmann habe ich auch vorgetragen, es hat allen gefallen, ich schicke es per pdf-Datei mit dieser e-Mail mit. "Mein" Leierkastenmann meinte, so etwas hätte er noch nicht erlebt, dass jemand ein Gedicht für ihn schreibt, er war ganz gerührt. Zwei Stunden hatten wir das Vergnügen, dieser Musik zu lauschen und mitzusingen. Meine Enkelkinder waren so begeistert wie ich damals als Kind. So war meine Überraschung gelungen, das hat mich unglaublich gefreut.
Von den meisten meiner Gäste bekam ich Geld geschenkt, so konnte ich mir einen neuen PC kaufen - einen, der schneller und besser arbeitete als der, den ich mir mit erst 59 Jahren aus 2. Hand gekauft hatte. Zum Üben war der gerade gut genug (ich habe mir übrigens mit Hilfe eines PC-Lehrbuches "für Senioren" fast alles selbst beigebracht) , doch dann genügte dieser meinen Ansprüchen nicht mehr. Ich entdeckte nämlich die digitale Fotografie, bekam Spaß an der Bildbearbeitung am PC.
Mittlerweile habe ich ein großes Potenzial an Naturfotos, besonders reizen mich Makroaufnahmen. Ich habe unglaublich viel Freude daran, mein Mann freut sich mit mir über dieses schöne Hobby, und ich hoffe sehr, dass ich noch viele Lebensjahre vor mir habe, denn mit dem Alter habe ich überhaupt keine Probleme. Meine Mutter hat schon immer scherzhaft
gesagt:
"Wer nicht alt werden will, muss sich jung umbringen!" Das sehe ich genau so, deshalb genieße ich jeden Tag, jedes Jahr, auch mit bald 70, dann hoffentlich auch 80 usw.
Und jetzt habe ich auch noch zu Feierabend.de gefunden - was besseres kann einem im Alter nicht passieren.

Autor: schnappschuss

Einige Erinnerungen

Na ja, du hast nun 60 Jahre hinter dir und gehst , wenn du Glück hast, auf die 70.Kannst froh sein,dass du die Möglichkeit hast,wenn du so bedenkst wievielen ehemaligen Mitschülern,Kollegen und anderen Bekannten du schon das letzte Geleit gegeben hast.Selbst in deiner Familie war es dein totgeborenes Kind,dein Mann mit 49 Jahren, sein Bruder mit 48 Jahren, dein Pflegesohn mit 40 Jahren und Mutter und Vater;sie alle hast du schon überholt.Auch wenn du dich noch so bemühst ein gutes Gesicht zu machen,es nützt nichts.Es verrät so Einiges.Duch die Stirn geht eine tiefe,senkrechte Falte,die kommt davon,dass du sie immer kraus gezogen hast,wenn etwas nicht nach deiner Nase ging oder dich Kummer belastete.Die Augenbrauen fallen in die Augen,die die Polizei bei der Ausstellung deines ersten Ausweises als schokoladenbraun bezeichnete.Unter den Augen,an der Nase,den Schläfen und um die Mundwinkel liegen Falten wie zusammengeraffte Gardinen.Was sagt dir das? Du hattest einmal viel gelacht,da hat sich die Haut fast 10cm gedehnt (mit Mund)und nun hat sie nichts mehr zu tun und wird träge.Die Haare sind dünn geworden,deshalb kaufst du dir aufbauendes Haarchampoo und wieviel Haarfarbe hast du schon ausprobiert?An den Nasenflügeln sind dunkle Abdrücke die belegen,dass du ohne Brille keinen klaren Durchblick mehr hast.Da die Gedankengänge schnell verflogen sind hast du in jeder Ecke eine Brille liegen,damit du nicht den ganzen Tag mit suchen zubringen mußt.Die Haut ist fleckig,wie die Zeichnung einer Futterwiese von deinem 7 jährigen Enkel.Der Hals ist lapprig geworden.Weißt du weshalb? Nein? Ich auch nicht, das kann man aber im Internet nachlesen.Die Armmuskeln hängen dünn herrunter.Sie hatten in deinem Getränkehandel 11 Jahre lang jeden Tag kostenloses Kraftraining.Der Oberkörper trägt die BH Größe F - fallend.Das hört sich an,wie ein Wetterbericht,der ja auch von Jahr zu Jahr nicht besser wird,was einem so manche Knochenschmerzen schon vorher mitteilen (auch wenn manche Ärzte es nicht glauben)In der Mitte des Körpers trägst du eine der Modemarken - PIRELLI.So mancher Autofahrer kann die Qualität beurteilen. Die einzigen schlanken Stellen an deinem Körper sind die Narben bzw. die neuzeitlichen OP Löcher.Die beweisen,dass du so manche Hohlraumkonservierung und Runderneuerung hinter dir hast.Es ist schon erstaunlich, man hat einem so viele Teil entfernt und man lebt immer noch als würde nichts fehlen.Wieso mußten die denn erst da sein und einem Schmerzen verursachen?Auf den Beinen schlängeln sich die Krampfadern,wie die Flüsse im Navigerät,so das man Lust bekäme eine Kreuzfahrt zu planen.Wenn du dir die Füße pflegen willst,schaust du dich hilfesuchend um,denn der Rücken,der sonst ziemlich krumm ist scheint dann besonders gerade und steif zu sein. Denkst du noch daran, du konntest einmal "Zehchen beißen".Vergiß es!!!!
Nun fragst du dich wer oder was hat dein Leben so verändert? Wie war dein Leben?Wollen wir darüber reden? Nein,das würde ein Buch füllen.
Nach all den Höhen und Tiefen deines Lebens kannst du doch froh sein,dass du so bist , wie du bist.
Also lebe die Zeit, die man dir noch leiht.Sie wird weiterhin spannend sein,weil du nicht weißt was dir der nächste Tag bringt.

Autor: Teddytante

Forum

Neueste Beiträge: Politik

Diskutiere mit im

18.02.17 12:49 Habe Höcke-Rede erst jetzt gelesen
16.02.17 22:12 Haben wir wirklich noch eine Demokratie?
14.02.17 19:08 ich glaube ich spinne
12.02.17 14:48 Bundespräsident
07.02.17 20:09 23-Jähriger belästigt 18 Frauen in

Zum Forum Politik

Artikel Teilen

Per Mail versenden


Artikel bewerten
5 Sterne (18 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


Artikel kommentieren