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Eine schlaflose Nacht hat sicher jeder schon einmal erlebt. Der nächste Morgen steht dann meist unter keinem guten Stern: Unausgeschlafen und ein bisschen neben sich stehend kämpft man sich durch den Tag. Das ist grundsätzlich kein Grund zur Sorge, solange man regelmäßig gut und durchschläft.

Frau findet keinen Schlaf

Parkinson-Erkrankte laufen leider häufiger Gefahr, von Schlafproblemen geplagt zu werden. Etwa Zwei Drittel der Betroffenen haben Ein- und Durchschlafprobleme. Bei andauernden Schlafstörungen sollte man den behandelnden Arzt um Rat bitten. Nur dieser kann Ursachen ausmachen und entscheiden, ob eine Umstellung der Parkinson-Medikamente Abhilfe schafft oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Wie beeinflusst Parkinson den Schlaf?

Parkinson beeinträchtigt die Fähigkeit des Gehirns, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Auch eine nachlassende Wirkung der Parkinson-Medikamente nachts hat negative Auswirkungen auf einen erholsamen Schlaf, da die Beweglichkeit der Betroffenen eingeschränkt wird und es so schwer fällt, eine angenehme Schlafposition zu finden.

Der REM-Schlaf ist der Traumschlaf (siehe dazu auch den Kasten in der rechten Spalte). Typisch für ihn ist, dass die Muskulatur weitgehend erschlafft, um den Schlafenden davor zu schützen, seine Träume körperlich aktiv auszuleben und sich dabei womöglich zu verletzen. Parkinson-Patienten leiden häufiger an einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung. Bei ihnen greift der Mechanismus nicht und Träume werden ausgelebt. Das kann gerade bei Albträumen mit heftigen Körperbewegungen einhergehen, mit denen der Betreffende sich oder den neben ihm schlafenden Partner verletzen kann.

Schlaflosigkeit

Eine andere Störung geht auf regelmäßig wiederkehrende Beinbewegungen im Schlaf zurück. Sie können so „sanft“ verlaufen, dass sie dem Betroffenen gar nicht auffallen. Trotzdem vermindern sie die Schlaftiefe und die -qualität.

Parkinson kann zudem das vegetative Nervensystem beeinträchtigen. Es steuert autonom, also ohne willentlichen Einfluss, Körperfunktionen wie die Atmung oder meldet eine volle Blase. Ist es aus dem Takt, kann es zu vermehrtem nächtlichem Harndrang kommen – und damit zu wiederholten Unterbrechungen der Nachtruhe.

Auch tiefe Grübeleien, Depressionen und körperliche Unruhezustände sind schlechte Begleiter in den Schlaf. Wer vor dem Zubettgehen die Sorgen nicht abstellen kann, findet keinen leichten Einstieg in die Nacht und erwacht auch oft zu früh.

Für einen besseren Schlaf

  • Im Schlafzimmer sollte es ruhig und dunkel sein, die empfohlene Temperatur liegt bei etwa 18 Grad Celsius.
  • Sorge für eine Atmosphäre, in der Du Dich wohlfühlst.
  • Geh möglichst nur zum Schlafen ins Bett.
  • Leg Dich stets zu ähnlicher Zeit hin und halte einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus ein.
  • Verzichte vor dem Zubettgehen auf schwere Mahlzeiten und anregende Getränke wie Cola, Kaffee, Schwarz- und Grüntees.
  • Ruhige und regelmäßige Rituale wie Lesen oder Musikhören können auf die Nacht einstimmen. Auch Entspannungstechniken können den Schlaf fördern.
  • Harre nicht zu lange wach im Bett aus, wenn Du nicht schlafen kannst. Steh lieber wieder auf und leg Dich nach einer Weile erneut hin.
  • Schlaf nicht längere Zeit tagsüber.
  • Bleib körperlich so aktiv wie möglich und tanke Sauerstoff.

Quelle: PARKOUR - Magazin für Menschen mit Parkinson, Ausgabe 6/2016

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