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Der zerplatzte Traum vom Osterhasen

Es geschah zu der Zeit, als ich fünf Jahre alt war. In der Zeit vor Ostern erzählte mir meine Mutter abends im Bett immer Geschichten vom Osterhasen. Wahrscheinlich schmückte sie diese noch aus, denn sie waren sehr spannend und ich fieberte dem Tag entgegen, an dem ich morgens aufstehen würde, in den Garten gehen und die vom Osterhasen versteckten
Eier suchen und finden würde.

Die Zeit bis dahin erschien mir unendlich lang, aber dann war es endlich soweit. Morgen sollte der Osterhase kommen! In der Nacht träumte ich, dass ein Häschen mit Kiepe auf dem Rücken vor mir stand und mir winkte, als ob ich mitkommen sollte.
Am nächsten Morgen war ich viel früher wach als sonst und natürlich entsprechend aufgeregt.
Meine Eltern hatten mir ja immer erzählt, dass der Osterhase schon sehr früh kommt, um die Eier zu verstecken, weil er ja so viel zu tun hat. Darum hatte ich ihn auch noch nie gesehen. Aber dieses Mal sollte es anders werden!

Die Sonne kitzelte mich bereits an der Nase und ich sprang schnell aus dem Bett. Heute MUSS ich ihn zu Gesicht bekommen dachte ich bei mir und sah aus dem Fenster.

Welch‘ ein Schock! Solch einen Osterhasen hatte ich nicht erwartet. Statt eines riesigen Hasen mit langen Ohren sah ich meinen Vater, der die Eier versteckte.

Mit Tränen in den Augen ließ ich mich wieder ins Bett fallen und weinte vor Enttäuschung. Jeder hat das vermutlich schon erlebt, dass Illusionen verloren gehen. Aber damit umgehen, verzeihen und trotzdem glauben ist eine Kunst. Der Osterhase lebt!!!!!

Autor: Ritterbraut

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