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Mal ganz unter uns...

Besuche ich den Friseur oder gönne ich mir eine Monatspackung Orthomol? Doch dieser Verzicht allein genügt keinesfalls, die neue Frisur zu finanzieren. Ich werde es mir zusätzlich verkneifen müssen, die verführerischen „ewige Jugend“-versprechenden-Douglasgeschäftsräume zu betreten, dann könnte ich locker das gesparte Geld in einen aparten Meisterhaarschnitt investieren.

Neulich schwor Brigitte, D – A -- S Zaubermittel erfunden zu haben, welches den lästigen „Krähenfüßen“ den Garaus machte. Unkritisch probierte ich sogleich ihr Rezept: Einen Esslöffel Zitronensaft vermischt mit drei Teelöffeln Hanföl, eine Prise Chili –scharf, sowie ein Klacks Magerquark. Die gesamte Mischung cremig rühren und sanft in die besorgniserregenden Hautpartien klopfen. Doch kaum hatte ich diese Rezeptur aufgetragen, protestierte meine Haut wütend.

Übrigens, seit geraumer Zeit weigere ich mich Tiere zu verspeisen. Dieser Entschluss fordert meinen Erfindungsgeist zu Höchstleistungen heraus. Während Gernot verlässlich mit saftigen Rindsrouladen, leckeren Schweinswürstchen und krossen Hähnchenschenkeln verwöhnt wird, irre ich eine „gefühlte Stunde“ hungrig durch die Speisekarte. Meist rettet mich mein Einfallsreichtum davor, nicht zu verhungern.

Bei der aufmerksamen Servicekraft bestelle ich übermütig einen Wildkräutersalat an Senfdressing samt zwei Grünkernbouletten in frischer Tomatensoße, hoffend auf einen kreativen Küchenmeister. Nun, es erübrigt sich eigentlich zu erwähnen, dass ich mich letztendlich mit roter Grütze und einer Vanillesoße zufrieden gab.

Meine beste Freundin Ulrike ist bekannt für ihre überaus pfiffigen Ideen. Sie bestellt neuerdings via Internet bei „WIR KÖNNEN AUCH MODE“ die coolsten Modelle der fashion weeks und trägt frech diese Kleidchen zu diversen Events (natürlich ohne die Etiketten zu entfernen.) Danach schickt sie die Fummel zu „WIR KÖNNEN AUCH MODE“ zurück mit den fadenscheinigsten Begründungen, sie seien im Brustbereich zu eng geschnitten oder ihrem Mann gefiel die Farbe nicht. Außer dass „Frau“ nun stets „en vogue“ ist, hat sie jetzt auch endlich genügend Platz in ihrem Kleiderschrank und erlaubt ihrem Gatten großzügig hin und wieder seine Sommer bzw. Winterklamotten im hinteren Bereich des Schrankes zu bunkern.

An der Käsetheke

Apropos, sollte Ihnen zum Monatsende der Magen knurren, weil die Rentenkasse wieder mal bis Ultimo auf dem Geld sitzt, (eigentlich wollte ich das ja für mich behalten, doch wir sind ja hier ganz unter uns) hier mein Tipp: Besuchen Sie den Supermarkt und futtern Sie sich durch, denn dort warten griffbereit die herrlichsten Dinge, welche Sie sich von Ihrer knappen Rente meist nicht leisten mögen. Schlendern Sie zur reich bestückten Obst- und Gemüseabteilung, probieren Sie mit wählerischer Gelassenheit von den süßen Trauben, frischen Feigen, Kirschen, oder Aprikosen, dazu passt ein Schluck Karottensaft (bitte verschließen Sie das Fläschchen wieder sorgfältig und stellen Sie es an seinen Platz zurück).

Der freundliche Metzgergeselle, reicht Ihnen gerne ein Scheibchen Salami oder sogar eine Kostprobe des würzigen Parmaschinkens. Sättigend sind übrigens auch diese kleinen appetitlichen, handlichen Probierhäppchen mit den delikaten Brotaufstrichen, welche von den Propagandisten wärmstens empfohlen werden, also greifen Sie beherzt zu. Beehren Sie unbedingt auch die nette Käsefrau, erbitten Sie höflich ein Scheibchen von dem halbfetten Bergkäse mit Kräutern probieren zu dürfen, sowie um eine Kostprobe des jungen Gouda und zum Schluss fordern Sie keck ein Stückchen vom Original „L’Original La Brique“. Carre‘! Denn die Franzosen wissen: Käse schließt den Magen!

Autor: galen

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