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Essbare Wildkräuter

Wer ein wenig Frische in die Küche bringen will, tut gut daran die Geschenke von Mutter Natur anzunehmen. Viele Wildkräuter sind unscheinbar oder kaum bekannt und werden daher oft stehen gelassen. Zu Unrecht allerdings, denn viele von ihnen bieten nicht nur ihren hervorragenden Geschmack an, sondern haben zugleich auch eine heilsame Wirkung. Bekannt bei den meisten sind natürlich Gänseblümchen und Löwenzahn, aber was hat die Natur noch alles zu bieten?

Bärlauch

Bärlauch

Bärlauch ist eines der bekanntesten und auch beliebtesten Wildgemüse. Mit seiner Ähnlichkeit zu Knoblauch eignet er sich bestens als Ersatz. Mancherorts kommt der Bärlauch in Massen vor, andernorts überhaupt nicht. Verfehlen kann man ihn allerdings kaum, da man nur dem markanten knoblauchartigen Geruch folgen muss. Als Standort bevorzugt der Bärlauch schattige und feuchte Wälder. In ähnlicher Umgebung findet man die Pflanze auch teilweise in Parkanlagen. Obwohl alle Pflanzenteile essbar sind, werden vor allem die Blätter verarbeitet, welche im März und April gepflückt werden, wenn sie noch jung und frisch sind. Mit der Verarbeitung kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Von Pesto über Füllungen bis zu Soßen ist alles möglich. Verwechslungsgefahr besteht allerdings mit dem hochgiftigen Maiglöckchen. Normalerweise ist der Geruchssinn eine sichere Bestimmungsquelle, aber wer sich nicht sicher ist, lässt die Pflanze lieber stehen.

Spitz- und Breitwegerich

Spitzwegerich

Breit- und Spitzwegerich wachsen auf fast jeder Wiese und fühlen sich ab und an auch zwischen Schotter recht wohl. Positiv ist auch, dass sie das ganze Jahr über gesammelt werden können. Sogar im Winter. Die weichen Blätter eignen sich im Frühjahr besonders als Spinat. Sie können aber auch roh auf den Teller kommen, beispielsweise im Salat oder auf dem Butterbrot. Aus älteren Blättern kann man Sauerkraut machen und die Samen eignen sich getrocknet wunderbar als Müslizutat. Beide Wegericharten haben eine heilende Wirkung. Diese ist bei dem Spitzwegerich sogar noch ausgeprägter, als bei der Variante mit den breiten Blättern. So wirken Tees unterstützend bei Asthma, Bronchitis oder inneren Entzündungen. Aufgelegt helfen die Blätter gegen Blasenbildung. Auch Hustensirup kann aus den Blättern gewonnen werden.

Gundermann

Gundermann

Auf humusreichen Böden wachsen die herzförmigen Blätter besonders gerne. Mit ihrem herben Geschmack sind sie eine willkommene Abwechslung bei den Gewürzen. Die Pflanze enthält viele Bitterstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Aber nicht nur pikante Speisen können mit den Blättern verfeinert werden, auch Eiscreme oder Limonade profitieren von dem Geschmack.
Gundermann hat eine wundheilende und krampflösende Wirkung und hilft außerdem bei Entzündungen - äußere sowie innere. Gundermann kann mit zahlreichen anderen Pflanzen verwechselt werden, die jedoch allesamt essbar sind. Wer also plötzlich Thymian oder Salbei in seinem Gericht schmeckt, muss sich nicht wundern.

Giersch

Giersch

Für viele nur ein Unkraut, kann Giersch auch vielseitig in der Küche angewandt werden. Als Spinatersatz oder Hauptzutat im Pesto eignet er sich hervorragend und auch zum Aromatisieren von Saft oder Limonade kann er verwendet werden. Tatsächlich wird Giersch des Öfteren verwechselt. Unter anderem auch mit dem giftigen Schierling und dem Bärenklau. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der dreikantige Stiel in Verbindung mit den jeweils drei Blättergruppen, die im Einzelnen noch einmal in drei Blätter unterteilt sind. Der Giersch breitet sich gerne in der Nähe von Gebüschen aus und oft wird man schon im Garten fündig. Bei Rheuma, Arthrose, Gicht, Krampfadern und Verletzungen der Haut hilft die Pflanze mit ihren positiven Eigenschaften. Außer als Kraut für die Küche kann sie auch als Umschlag oder Badezusatz fungieren.

Schafgarbe

Schargarbe

Die Schafgarbe ist eine wohlbekannte Blume, die vor allem an Wegrändern anzutreffen ist. Mit den fiedrigen Blättern und den kleinen weißen Blüten sieht sie nicht nur entzückend aus, sondern schmeckt als Beigabe zu Salaten auch sehr gut. Der Tee, den man aus den getrockneten Pflanzenteilen zubereiten kann, wirkt beruhigend und erfrischend und wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus. Sinnvoll ist die Pflanze auch bei Hämorrhoiden, Kopfschmerzen, Nierenbeschwerden und Rückenschmerzen.

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