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7 Fakten, warum Kaffee gut für uns ist

Kaffee ist das beliebteste Getränk in Deutschland. Pro Kopf trinken wir pro Jahr durchschnittlich 162 Liter, das entspricht ca. 450 Tassen. Keine Frage, das Heißgetränk ist längst Teil unseres Alltags. Nicht nur sein Geschmack, auch seine anregende Wirkung machen den Kaffee so beliebt. Aber wusstest Du auch, dass er weitaus gesünder ist, als lange angenommen und positive Eigenschaften für den Menschen hat?*

Älterer Mann, der eine Tasse Kaffee trinkt


1. Kaffee macht glücklich

Ja, Du hast richtig gelesen. Und dabei geht es nicht nur um das Gefühl, das sich einstellt, wenn man den betörenden Duft riecht oder die Tatsache, dass man sich hinsetzt und eine kleine Pause gönnt. Nein, diese Aussage ist biologisch begründet. Kaffee kann die Hormone Dopamin, Serotonin und Glutamat freisetzen. Sie zeichnen nicht nur für eine anregende Wirkung verantwortlich, sondern können auch Glücksgefühle auslösen.


2. Kaffee und der Gang zur Toilette

Das Gerücht, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, hält sich hartnäckig. Tatsächlich nahm man dies lange Zeit an, auch wenn es nicht stimmt. Zu diesem Missverständnis kam es, weil Kaffee schlichtweg harntreibend ist und gleichzeitig natürlich auch noch Flüssigkeit zu sich genommen wird. Zudem lässt dieser Effekt relativ schnell nach. Auch unser Darm wird vom Kaffee beeinflusst. Durch das darin enthaltene Koffein, die Säuren, Gerb- und Bitterstoffe wird die Peristaltik angeregt, also die Bewegungen des Darms. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Melanoidine, also die Substanzen, die dem Kaffee ihre Farbe geben, zur Darmgesundheit beitragen können. Das erklärt, warum der Gang zur Toilette oftmals dazugehört, oder?


3. Menschen reagieren unterschiedlich auf Kaffee

Älteres Paar beim Kaffeetrinken im Bett

Du hast es bestimmt auch schon einmal gehört oder gehörst selbst zu den Personen, von denen die folgende Aussage stammen könnte: „Danke, für mich keinen Kaffee mehr, sonst kann ich nachher nicht schlafen“. Grundsätzlich tritt der wachmachende Effekt von Kaffee sehr schnell ein, etwa nach 15-30 Minuten. Wie lange der Körper jedoch zum Abbau des Koffeins benötigt, ist dabei völlig unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Nicht nur die Gene oder das Alter spielen dabei eine Rolle, sondern auch das Geschlecht, denn bei Frauen wirkt die Substanz fast zweimal so lange wie bei Männern. Bei Raucher*innen hingegen fällt die Konzentration relativ schnell. Darüber hinaus hat die konsumierte Menge einen großen Einfluss. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, gewöhnt sich daran und baut eine höhere Toleranz auf. Dementsprechend reagiert der Körper weniger stark.
Tipp: Wer generell unter Schlafproblemen leidet, sollte Kaffee ganz meiden oder aber den letzten am späten Nachmittag trinken.


4. Kaffee als Dünger und in Kosmetik

Kaffee kann man nicht nur trinken, sondern das benutzte Pulver kann auch danach noch weiterverwendet werden. Wenn Du ihn trocknest, um Schimmelbildung vorzubeugen, kannst Du ihn auch als Dünger für Deine Pflanzen verwenden. Die darin enthaltenen Nährstoffe wie Phosphor, Stickstoff, Kalium und Antioxidantien sind echtes Kraftfutter für Deinen Garten und Balkon, aber auch für den Kompost. Aber Vorsicht: Kaffeesatz hat einen niedrigen pH-Wert und sollte deshalb nur bei Pflanzen eingesetzt werden, die einen sauren Boden benötigen. Dazu zählen beispielsweise Kamelien, Rhododendren und Hortensien, aber auch Nutzpflanzen wie Tomate, Zucchini, Erdbeeren oder Heidelbeeren.

Tipp: Du kannst den Kaffeesatz auch mit etwas Oliven- oder Kokosöl vermischen und als exzellentes Körperpeeling verwenden.


5. Kaffee und Blutdruck

Kaffee und EKG

Wer unter hohem Blutdruck leidet, ist oftmals vorsichtig beim Konsum von Kaffee. Studien zeigen jedoch, dass der Effekt des Koffeins nicht so hoch ist, wie lange angenommen. Die Deutsche Herzstiftung gibt an, dass der Blutdruck für etwa eine halbe Stunde um nur ca. 10-20 mmHG ansteigt. Deshalb besteht kein Beleg für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko für Blutdruckpatienten, Kaffee ist also (wie immer) in Maßen erlaubt. Anders sieht es bei Personen mit sehr hohen Blutdruckwerten oder aber Herzryhtmusstörungen aus. Hier sollte Vorsicht geboten sein und der Konsum unbedingt mit einem Arzt oder Ärztin abgeklärt werden.


6. Kaffee und Diabetes

Lange wurde Kaffee als für den Körper ungesund angesehen. Doch das ist mittlerweile widerlegt, das Gegenteil ist der Fall. Groß angelegte Beobachtungsstudien zeigen, dass Kaffee das Diabetesrisiko senkt. Dabei ist es sogar egal, ob es sich um normalen oder entkoffeinierten Kaffee handelt, denn es ist nicht das Koffein, sondern andere Inhaltsstoffe, die den Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen.


7. Kaffee als Luxusgut

Die Älteren werden es noch kennen: Bohnenkaffee war nichts, was man täglich und gar in großen Mengen trank, sondern etwas, das für Sonntage oder besondere Gelegenheiten reserviert war. Das ‚schwarze Gold‘ stammt vermutlich aus Äthiopien und kam über die islamische Welt Anfang des 17. Jahrhunderts nach Westeuropa. Zunächst nur ein Genussgetränk des Adels, kamen bereits Ende desselben Jahrhunderts die ersten Kaffeehäuser beispielsweise in Hamburg, Nürnberg, Leipzig und Regensburg auf. Durch die Industrialisierung konnte Kaffee in weitaus größeren Maßen und vor allem auch günstiger produziert werden. Das führte dazu, dass es nicht mehr nur ein Getränk der Oberschicht war. Aber: Die Liebe zu den exotischen Kaffeebohnen führte zu einem massiven Rückgang des Absatzmarktes für die einheimische Malz- und Gersteproduktion. Um diese zu schützen, griff der preußische Staat ein und beschränkte den Import und Verkauf von Kaffee und belegte ihn zusätzlich mit einer sehr hohen Steuer. Dementsprechend blieb Kaffee Luxus.

Kaffeefrucht wird geerntet

Heute ist Kaffee hier für jeden erschwinglich und längst Alltagsgetränk geworden. So sehr das freuen kann, gibt es dennoch einen bitteren Beigeschmack: Die Arbeitenden auf den Kaffeeplantagen werden ausgebeutet und auch Kinderarbeit ist ein massives Problem. Zudem werden für eine Tasse Kaffee mit sieben Gramm Kaffeepulver insgesamt 132 Liter Wasser benötigt, bis die Pflanzen in unserem Magen landen. Vielleicht ist es also an der Zeit, das Heißgetränk wieder etwas mehr als den Luxus anzusehen, der er eigentlich ist?


* Wenn von Kaffeekonsum die Rede ist, bezieht sich das immer auf einen moderaten und empfohlenen Konsum von zwei bis vier Tassen pro Tag.

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