Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Immunsystem: Wie es unser Leben schützt

Unser Körper wird täglich von Millionen von Keimen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten angegriffen– meistens ohne Erfolg. Denn: Die Angriffe werden von unserem Immunsystem abgewehrt. Als zentraler Wächter unserer Gesundheit sorgt das Abwehrsystem dafür, dass diese Eindringlinge keinen Schaden anrichten können. Außerdem zieht es krankhaft veränderte oder entartete Zellen aus dem Verkehr.

Doch das funktioniert nicht immer reibungslos. Dauerhafter Stress im Alltag, fehlende Bewegung oder Nährstoffmangel können das Immunsystem schwächen und den Körper deutlich anfälliger für Erkältungen oder andere Infektionskrankheiten machen. Husten, Schnupfen oder Fieber sind die Folge und Teil der Abwehrreaktion.

Wie funktioniert das Immunsystem?

Wir sind ständig umgeben von Bakterien, Viren oder tierischen Einzellern, die unseren Körper als ideale Umgebung zum Leben und Fortpflanzen nutzen. Das Immunsystem sorgt dafür, diesen Eindringlingen ihr Vorhaben so schwer wie möglich zu machen – und das ziemlich erfolgreich. Die meisten Attacken bemerken wir gar nicht.

Schon Haut und Schleimhäute bilden für die meisten Eindringlinge eine unüberwindbare Hürde. Ist diese Barriere angegriffen, sind wir viel anfälliger für Infektionen. Daher ist Desinfektion und Pflege selbst kleiner Hautverletzungen wichtig.

Unsere Abwehr hat zwei große Säulen – das angeborene und das erworbene Immunsystem:

Das angeborene Immunsystem

Verschiedene Mechanismen des Abwehrsystem stehen uns von Geburt an zur Verfügung. Das angeborene Immunsystem beginnt innerhalb kürzester Zeit, den Unbekannten zu bekämpfen. Neben Haut und Schleimhäuten sorgen Enzyme in Speichel und Tränenflüssigkeit dafür, Keime abzutöten. Die kleinen Flimmerhärchen in den Atemwegen haben die Funktion, Fremdstoffe durch Husten oder Niesen schnell herauszubefördern. Und auch die Magensäure gehört zu dieser ersten Verteidigungslinie des angeborenen Immunsystems, an der ein großer Teil der Erreger scheitert.

Eindringlinge, die es geschafft haben, diese erste Barriere zu durchdringen, landen vor der nächsten Hürde der Gegenwehr: spezialisierte weiße Blutkörperchen wie die Fresszellen (Makrophagen). Wie der Name schon verdeutlicht, fressen Makrophagen den Eindringling und machen ihn so unschädlich. Gleichzeitig geben die Makrophagen Signalstoffe ab, die eine Entzündungsreaktion in Gang setzen. Andere Blutzellen produzieren Eiweißstoffe, die die Erreger ausschalten und unschädlich machen. Diese natürlichen Killerzellen können beispielsweise auch Krebszellen erkennen und vernichten sowie virusinfizierte Körperzellen.

Das erworbene Immunsystem

Schafft das angeborene Immunsystem es nicht, die Eindringlinge auszuschalten, kommt das erworbene Immunsystem ins Spiel: Mit maßgeschneiderter Verteidigung richtet es sich vor allem gegen einzelne Erreger. Die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Keimen ist das „Training“ für die erworbene Abwehr. Auch hier spielen wieder die weißen Blutkörperchen eine wichtige Rolle – die B- und T-Lymphozyten. B-Lymphozyten werden im Knochenmark gebildet. Sie sammeln sich in den Lymphknoten und der Milz. Dort bilden sie Antikörper gegen die Eindringlinge (= Antigene).

Im Thymus reifen die T-Lymphozyten heran. T-Lymphozyten sind in der Lage, ganze Zellen oder Parasiten zu zerstören. Zusammen mit den B-Lymphozyten bilden die T-Lymphozyten die spezifische Immunabwehr, die in der Lage ist, ganz gezielt beispielsweise ein Bakterium oder Virus zu erkennen und zu zerstören.

Der große Vorteil der spezifischen, erworbenen Immunabwehr ist die Fähigkeit, sich diese Eindringlinge zu merken und beim nächsten Mal schnell auf sie zu reagieren.

Das Immunsystem kann aber noch viel mehr: Es kann unterscheiden zwischen Eindringlingen, die unserem Körper schaden, und solchen, die uns nützen. Dazu gehört eine Vielzahl an Bakterien im Darm, die für eine gute Darmflora sorgen. Wie wichtig diese Bakterien für uns sind, merken wir zum Bespiel, wenn wir Antibiotika einnehmen. Dadurch werden nicht nur die körperfremden Bakterien vernichtet, sondern auch eine Vielzahl körpereigener Bakterien im Darm. Die Folge sind die klassischen Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie: Magen-Darm-Beschwerden.

Das Immunsystem braucht ein Gleichgewicht

Auch körpereigene, veränderte Zellen kann das Immunsystem erkennen und vernichten. Dieser Effekt wird bei der Immuntherapie gegen Krebserkrankungen ausgenutzt. Der menschliche Körper ist also in der Lage, mit Hilfe des Immunsystems Krebszellen zu bekämpfen.

Diese ganzen Vorgänge sind kompliziert und werden daher genau reguliert. Das Immunsystem funktioniert folglich am besten, wenn es sich im Gleichgewicht befindet. Gerät das Immunsystem aus dem Gleichgewicht, dann bekämpft es nicht nur die Eindringlinge, sondern auch die eigenen, gesunden Zellen. Es treten sogenannte Autoimmunerkrankungen und Allergien auf.

Viele Faktoren wie Stress, ungesunde Lebensweise oder mangelnde Bewegung können das Gleichgewicht des Immunsystems beeinflussen. Du kannst also aktiv etwas für das Gleichgewicht Deines Immunsystem tun. Wir haben sechs wertvolle Tipps für Dich.

Themen > Gesundheit > Immunsystem > Immunsystem: Wie es unser Leben schützt