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Juckreiz im Ohr - was hilft?

Geschäftsmann mit Ohrenjucken

Wenn’s im Ohr juckt: mögliche Ursachen

Ohrenjucken kann sehr unangenehm sein. Vor allem, wenn es an einer schwer erreichbaren Stelle juckt. In vielen Fällen kann eine bakterielle Infektion dahinter stecken, wie zum Beispiel eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Ausgelöst wird diese unter anderem durch die falsche oder übermäßige Ohrhygiene oder häufige Schwimmbadbesuche. Neben dieser häufig auftretenden Ursache gibt es aber auch noch folgende andere.

Allergien: Saisonale Allergien, wie zum Beispiel Heuschnupfen, führen oftmals dazu, dass die Ohren jucken. Manchmal reagiert die Haut auch auf bestimmte Inhaltsstoffe in Shampoos oder Haarsprays allergisch. Wenn der Verdacht besteht, dass letzteres zutrifft, sollte man die Pflegemittel wechseln.
Wenig Ohrenschmalz: Manche Menschen haben schlicht und einfach zu wenig Ohrenschmalz, was in weiterer Folge zu juckenden Ohren führen kann.
Entzündliche Hauterkrankungen: Schuppenflechten, Ekzeme oder Neurodermitis betreffen in manchen Fällen auch die Ohrmuschel oder den Gehörgang und rufen folglich ein nervenaufreibendes Ohrjucken hervor.

Was kann man selbst tun?

Grafik Wattestäbchen im Ohr verboten

Wattestäbchen? Keine gute Idee!
Wenn es wieder mal im Ohr juckt, sollte man nicht sofort zum Wattestäbchen greifen. Denn ihre Benutzung kann risikoreich sein und sogar zu Verletzungen führen. Grundsätzlich sind sie ja dafür gedacht, das Ohrenschmalz aus dem Ohr zu entfernen. Doch eigentlich passiert bei der Benutzung genau das Gegenteil - das Ohrenschmalz wird mit dem Wattestäbchen nur noch weiter nach innen geschoben. Dadurch wird die Entstehung eines schmerzhaften Ohrenpfropfens begünstigt. Zudem kommen dem Ohrenschmalz sogar zwei wichtige Aufgaben zu. Es bildet nämlich zum einen den schützenden Film über der empfindlichen Haut des Gehörgangs. Zum anderen wirkt es desinfizierend und schützt somit vor Krankheitserregern. In Wahrheit müssen die Gehörgänge gar nicht gereinigt werden.

Hausmittel
Auch eine falsche Ohrenpflege sowie übermäßige Hygiene können zu Juckreiz im Ohr führen. Hausmittel helfen in diesem Fall bei der richtigen und sachgemäßen Reinigung der Ohren. Wenn das Ohr direkt im Gehörgang juckt, kann man ein mit Alkohol durchtränkten Wattebausch in die Ohrmuschel legen. Die Betonung liegt hier bei "gelegt" werden - bloß nicht rumstochern. Auch das Auflegen eines in ein Tuch gewickeltes Kühlpack kann Linderung verschaffen. Falls die Haut direkt am und ums Ohr herum zu trocken ist, empfiehlt sich das Einreiben mit Mandel- oder Olivenöl.

Salben und Ohrentropfen
Wenn die Haut um die Ohren herum juckt, könnte eine einfache Hautsalbe hilfreich sein. Am besten fragt man einfach den Hausarzt oder in der Apotheke. Kortisonsalben oder spezielle Cremes gegen Hautpilz sowie stark rückfettende Cremes werden hier oftmals empfohlen.

Mann tropft Ohrentropfen ins Ohr

Wenn juckende Ohren durch eine Allergie bedingt sind, können spezielle Ohrentropfen gegen den Juckreiz helfen. Auch hier sollte man sich wieder in der Apotheke beraten lassen oder gleich zum Hausarzt gehen..
Bei einer Gehörgangsentzündung werden Ohrensalben gegen den Juckreiz sowie Ohrentropfen, beides häufig auch mit Antibiotika, verschrieben. Antbiotika sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn wirklich eine starke bakterielle Infektion vorliegt. In weniger schlimmen Fällen kann man auch zu den oben genannten einfachen Hausmitteln greifen.
Wenn das Ohr von innen juckt, weist dies häufig auf eine Schleimhautentzündung im Rachenraum hin. Halsbonbons oder Nasenspray unterstützen dabei, den Viren den Kampf anzusagen.

Seniorin bei HNO-Arzt

Achtung Diabetiker!

Diabetiker sollten ganz besonders darauf achten, es bei der Hygiene ihrer Ohren nicht zu übertreiben - vor allem dann, wenn der Blutzuckerspiegel schlecht eingestellt ist. Dann kann es nämlich ganz schnell passieren, dass kleinere Verletzungen im sensiblen Gehörgang nicht bemerkt und somit Infektionen schneller ausgelöst werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, das Ohrenschmalz als Diabetiker regelmäßig von einem HNO-Arzt beseitigen zu lassen.

Ab zum Arzt! Wenn es permanent juckt

Lang andauerndes Jucken im Ohr kann einen in den Wahnsinn treiben und im schlimmsten Fall könnte auch eine Krankheit dahinter stecken. Juckt das Ohr über einen längeren Zeitraum oder treten auch andere Probleme wie verschlechtertes Hören oder Sekretbildung auf, sollte man zur Abklärung unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt natürlich ebenso bei Schmerzen im Zusammenhang mit Juckreiz.

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