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Aortenklappenstenose: So wird sie behandelt

Wenn Du zunehmend unter Symptomen wie Kurzatmigkeit oder Schwindel leidest, solltest Du nicht zögern, damit zum Hausarzt zu gehen. Er kann mithilfe des Stethoskops direkt feststellen, ob Herzgeräusche zu hören sind, die auf eine Aortenklappenstenose hinweisen. Gegebenenfalls wirst du anschließend zu einem Herzspezialisten (Kardiologen) überwiesen, um die Diagnose beispielsweise durch eine Ultraschalluntersuchung oder ein EKG (Elektrokardiografie) abzusichern.

Animation Herz

Diagnose Aortenklappenstenose: Wie geht es weiter?

Hat der Kardiologe eine Aortenklappenstenose diagnostiziert, dann wird er Dich – gegebenenfalls auch in Absprache mit anderen Ärzten und Spezialisten – ausführlich beraten, welche Behandlung für Dich am besten geeignet ist. In den meisten Fällen muss die verkalkte Klappe ersetzt werden. Dafür existieren grundsätzlich zwei verschiedene Methoden: Der operative Aortenklappenersatz (AKE) und die minimalinvasive Transkatheter­-Aortenklappenimplantation (TAVI).


Operativer Aortenklappenersatz (AKE)

Dieser Eingriff ist seit Jahrzehnten die gängigste Methode, um eine verkalkte Herzklappe zu ersetzen. Dabei wird in Vollnarkose der Brustkorb geöffnet und das Herz vorübergehend „stillgelegt“, sodass die Ärzte direkt am Herzen die künstliche Klappe implantieren können. Der Patient wird währenddessen an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Nach ein bis zwei Tagen auf der Intensivstation können die Patienten meist auf die normale Station verlegt und anschließend in eine mehrwöchige Reha entlassen werden.

Die Operation ist ein bewährtes Verfahren und die Prognose ist sehr gut: Die meisten Patienten fühlen sich nach der Reha deutlich besser und spürbar belastbarer als vor der OP. Allerdings stellt eine Operation auch immer eine Belastung für den Körper dar und Komplikationen können nie vollständig ausgeschlossen werden. Insbesondere für kranke, alte oder schwache Menschen ist diese Methode deswegen nicht immer geeignet.

Kein großer Einschnitt: TAVI

Kunststoffherz vor einem blauen Hintergrund, das mit einem Stethoskop abgehört wird

Neben dem operativen Eingriff existiert in Deutschland seit 2007 die Option der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI), um die verkalkte Aortenklappe zu ersetzen. Vor allem für Patienten mit einem erhöhten Komplikationsrisiko bei einer Operation ist diese Möglichkeit häufig die bessere Wahl. Das TAVI-Verfahren ist ein minimalinvasiver Eingriff – das bedeutet, dass für das Einsetzen der künstlichen Herzklappe der Brustkorb nicht geöffnet werden muss. Stattdessen wird die Klappe über einen Katheter eingesetzt, der über einen kleinen Schnitt in den Körper eingeführt wird. Da eine TAVI am schlagenden Herzen durchgeführt wird, wird auch die Herz-Lungen-Maschine nicht benötigt. Zum Teil ist nicht einmal eine Vollnarkose notwendig, da der Eingriff in einigen Fällen auch unter lokaler Betäubung möglich ist.

Wenn die Entscheidung für eine TAVI getroffen wurde, wird zunächst die künstliche Klappe in einem Katheter etwa auf die Dicke eines Bleistiftes zusammengefaltet. Der Katheter wird dann in den Körper eingeführt – meist über die Oberschenkelarterie, von wo aus sie über die Blutbahn bis zum Herzen geschoben und millimetergenau positioniert wird. An ihrer Einsatzstelle angekommen, entfaltet sich die Klappe. Dabei verdrängt sie die verkalkte Aortenklappe und nimmt deren Funktion umgehend auf. Die Erholung von der Operation dauert üblicherweise nur ein paar Tage. Dein Arzt wird Dich vor dem Eingriff über mögliche Komplikationen aufklären. Grundsätzlich hat die TAVI-Methode eine sehr gute Prognose – die Lebensqualität der Patienten ist in der Regel bereits kurz nach dem Eingriff deutlich höher als zuvor.

Die Entscheidung über die Behandlung trifft üblicherweise ein spezielles Herz-Team, bestehend aus einem Kardiologen, einem Herzchirurgen und einem Anästhesisten.


Wo finde ich weitere Informationen?

Weitere Informationen findest Du online unter www.neueherzklappe.de.

Unter folgendem Link stehen Broschüren für Patienten und ihre Angehörigen zum Download bereit.


Broschüren herunterladen

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