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Muss ich mit Herzinsuffizienz nur noch vorsichtig sein und mich schonen?

Nein, ein Leben mit Herzinsuffizienz kann trotz der Erkrankung aktiv und erfüllt sein. Wichtig ist, dass Menschen mit Herzinsuffizienz auf die Anzeichen ihrer Herzschwäche achten: Sie sollten sich nicht übermäßig schonen, aber trotzdem Ruhepausen im Alltag einplanen, um sich auch nicht zu überfordern. Nach heutigem Forschungsstand ist übermäßige Schonung für ein Leben mit Herzinsuffizienz nicht sinnvoll. Denn ein aktives Leben wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus. Sogar Sport in Maßen wird für Herzinsuffizienz-Patienten empfohlen. Frage Deinen Arzt nach der Empfehlung für Deine individuelle Trainingsintensität.

Link Ratgeber HF und Bewegung

Dennoch sollte man auf die Anzeichen seiner Erkrankung achten. Denn dass man sich in bestimmten Situationen erschöpfter fühlt als herzgesunde Menschen, ist bei einem Leben mit Herzinsuffizienz völlig normal. Wichtig ist es, sich nicht unter Druck zu setzen: Ruhepausen sollten zum Alltag dazugehören – und diese sollte man einhalten, bevor man völlig erschöpft und verausgabt ist. Sinnvoller ist es, abwechselnd Ruhe- und Aktivitätsphasen einzuplanen. Hektik ist nichts für Menschen mit Herzschwäche. Man sollte die Dinge des Alltags langsam und mit Bedacht verrichten.

Mit der eigenen Energie haushalten

Sitzgelegenheiten laden zu Ruhepausen ein – und sind beispielsweise in der Küche sinnvoll, damit man während der Hausarbeit wieder zu Kräften kommen kann. So lassen sich manche Arbeiten, beispielsweise Kartoffeln schälen oder Gemüse putzen auch gut im Sitzen erledigen. Es ist leichter, mit Töpfen oder Pfannen zu hantieren, wenn diese in Taillenhöhe greifbar sind.

Für alle außerhäuslichen Aktivitäten gilt: Wetter und Temperaturen beachten. Bei sehr heißen oder kalten Temperaturen stellt sich die Erschöpfung noch schneller ein. Ausflüge und Freizeitaktivitäten außer Haus sind auch für Menschen mit Herzinsuffizienz möglich und ratsam, allerdings sollten sie vorab gut geplant werden und gegebenenfalls sogar mit dem Arzt besprochen werden.

Ganz wichtig: Höre auf Deinen Körper. Solltest Du Dich über einen längeren Zeitraum nicht wohlfühlen oder eine zunehmende Verschlechterung Deiner Symptome bemerken, spreche Deinen Arzt darauf an. Er wird mit Dir gemeinsam die aktuelle Therapie überprüfen.

Unterstützung suchen und in Anspruch nehmen

Menschen mit Herzinsuffizienz fühlen sich häufig nicht nur körperlich, sondern auch seelisch beeinträchtigt. Ängste, Sorgen und eine bedrückte Stimmung sind bei ihnen nicht ungewöhnlich. Um ein erfülltes Leben mit Herzinsuffizienz führen zu können, sollte man daher auch auf sein psychisches Wohlbefinden achten. Soziale Kontakte sind dabei sehr wichtig für das seelische Befinden. Wenn Ängste und Sorgen plagen, sollte man mit seiner Familie oder Freunden darüber sprechen. Ein offenes Gespräch kann manchmal schon aufmuntern und beugt Missverständnissen vor. Soziale Kontakte und Aktivitäten tun der Psyche ebenfalls gut. Wer sich über einen längeren Zeitraum bedrückt oder ängstlich fühlt, sollte nicht zögern, seinen Arzt darauf anzusprechen. Ein solches Gespräch nimmt dem Betroffenen vielleicht bereits einige Sorgen. Aber auch psychotherapeutische Hilfe kann in manchen Fällen sinnvoll sein, damit das Leben mit Herzinsuffizienz wieder mehr an Qualität gewinnt.

Leben mit Herzschwäche – Tipps für den Alltag

Wenn man unter Herzschwäche leidet, kann dies auch Einschränkungen im Alltag zur Folge haben. Menschen mit Herzschwäche finden hier Tipps, um mit diesen Einschränkungen im Alltag besser umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.

Atemnot
Menschen mit Herzschwäche leiden oft unter Atemnot, besonders bei körperlicher Anstrengung. Um den gewohnten Tätigkeiten weiterhin nachgehen zu können, ist es hilfreich, öfter mal eine Verschnaufpause einzulegen.

Alltagstipps bei Herzinsuffizienz

Wassereinlagerungen
Die Pumpschwäche des Herzens oder eine eingeschränkte Nierenfunktion können dazu führen, dass Flüssigkeit nur unzureichend ausgeschieden wird und sich im Körper, beispielsweise in den Füßen, Beinen oder dem Bauchraum, einlagert. Die wichtigsten Tipps bei Schwellungen durch Wassereinlagerungen sind eine salzarme Ernährung, die Kontrolle der Trinkmenge und tägliches Wiegen.

Unsicherheit und Ängste
Wegen der Einschränkungen im Alltag, die die Herzschwäche mit sich bringt, sind viele Betroffene verunsichert, was sie sich noch zutrauen können. Aus dieser Unsicherheit entwickeln sich oft Angst, Traurigkeit und Antriebslosigkeit. Solche Gefühle sind normal, wenn man unter einer chronischen Erkrankung wie der Herzschwäche leidet – wichtig ist nur ein vernünftiger Umgang damit. Menschen mit Herzschwäche sollten sich der Familie oder Freunden anvertrauen und über diese Ängste sprechen.

Bewegung – werde aktiv für Dein Herz
Wenn Du spezifische Bewegungen zu Herzinsuffizienz suchst, dann findest Du hier zusätzlich geeignete Bewegungsübungen inklusive Expertentipps.

Themen > Leben > Herz > Alltag mit Herzinsuffizienz