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So wird die Pilzsaison 2020

Langsam, aber stetig nähert sich der Spätsommer 2020 dem Ende. Das ist die perfekte Zeit, um eine Prognose für den Frühherbst zu wagen. Denn die beste Zeit zum Pilzesammeln ist in Deutschland der September und Oktober. Wie wird die Pilzsaison 2020?

Zwei ältere Frauen beim Pilzesammeln

Feuchtes und warmes Wetter begünstigt das Pilzwachstum

Der Sommer 2020 war bislang warm, aber nicht so heiß wie in den vergangenen Jahren. Außerdem fiel regional deutlich mehr Niederschlag. Damit sind die perfekten Voraussetzungen für eine gute Pilzsaison gegeben. Dies schlägt sich auch bereits im Spätsommer in gut gefüllten Pilzkörben wieder. Auch aus den südlichen und östlichen Nachbarländern wird bereits von einer fantastischen Pilzausbeute berichtet.

Die Prognose für den Herbst 2020

Korb mit gesammelten Pilzen

Die Vorhersagen für Ende September und den Oktober bieten ein ähnliches Bild wie der diesjährige Sommer. Die Temperaturen dürften sich etwas über den Durchschnittsbereich bewegen, die Niederschlagsmenge wird regional unterschiedlich ausfallen, ebenso wie der Pilzbestand. Es ist daher damit zu rechnen, dass die unterschiedlichsten Arten an Pilzen aus dem Boden schießen werden, wobei der Pilzwuchs in Süddeutschland etwas üppiger als in nördlichen Regionen ausfallen wird. Einem netten Spaziergang mit erfolgreichem Pilzesammeln steht also nichts im Wege.

Vorsicht beim Pilzesammeln ist geboten

Das Pilzjahr 2020 wird in noch gesunden Wäldern ein gutes. Doch damit ist auch die Gefahr von Verwechslungen besonders hoch. Denn beinahe jeder beliebte Speisepilz hat einen giftigen Doppelgänger. Mit ein wenig Übung können die meisten davon einfach erkannt werden, doch einzelne Exemplare sind sich täuschend ähnlich. Wer sich nicht zu 100 Prozent sicher ist, dass es sich bei einem Pilz um einen ungiftigen Speisepilz handelt, sollte diesen entweder stehen oder von Experten begutachten lassen. Dazu können im gesamten Land spezielle Pilzberatungsstellen aufgesucht werden. Vor allem das Sammeln von Champignons kann leicht zu Verwechslungen führen. Denn sowohl die beliebten Speisepilze als auch deren giftigen Doppelgänger - die Knollenblätterpilze - dürften in diesem Jahr sehr häufig in den heimischen Wäldern und Wiesen zu finden sein.

Um Verwechslungen vorzubeugen, ist es vor allem für Anfänger empfehlenswert, sich bereits vor dem Pilzesammeln zu informieren. Pilzbücher, Ratgeber der Deutschen Gesellschaft für Mykologie oder Informationsseiten im Internet sind dabei sehr hilfreich. Steinpilze und Pfifferlinge gehören zu den besten Speisepilzen und sind gleichzeitig kaum mit giftigen Pilzen zu verwechseln. Als Geheimtipp gilt der gemeine Riesenschirmling, auch Parasol genannt.

Säubern eines Pilzes

Kleiner Knigge für Pilzsammler

Im Wald angekommen sollte man sich an die im Vorhinein festgelegten Pilzsorten halten. Sobald man Pilze sichtet, von denen man sicher ist, sie zu kennen, werden sie mit einem scharfen Messer direkt am Boden abgeschnitten (am besten mit einem speziellen Pilzmesser) und niemals ausgerissen. Es bietet sich zudem an, die Pilze direkt vor Ort zu reinigen. Dadurch wird einerseits das Pilzwachstum angeregt, andererseits werden die gesammelten Pilze deutlich weniger verschmutzt und die Arbeit zuhause nimmt erheblich ab.

Auch wenn jeder im Wald Pilze sammeln darf, warnen die Förster und Behörden vor zu großer Sammelleidenschaft. Vor allem das Sammeln in umzäunten Schonungen mit jungen Bäumen, aber auch in Naturschutzgebieten sollte unbedingt vermieden werden. Außerdem Pilze nicht komplett abernten und nur so viele nehmen, wie man selbst braucht. Bereits madige, alte Exemplare im Wald stehen lassen; man erkennt sie zumeist an ihrem weichen Hut. Nur so können sich Pilzsporen verbreiten und fortpflanzen - damit auch die Pilzsaison 2021 eine gute wird.

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