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Gürtelrose: Warum sie gerade für ältere Menschen besonders gefährlich sein kann

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Gürtelrose (Herpes Zoster) zu erkranken. Das Varizella-Zoster-Virus, das sich nach einer früheren Windpockeninfektion in die Nervenwurzeln des Rückenmarks zurückgezogen hat, kann bei einer geschwächten Immunabwehr als Gürtelrose reaktiviert werden. Mehr als 95 Prozent der über 60-Jährigen tragen das Virus in sich. Ab dem 50. Lebensjahr nehmen die Abwehrkräfte des Immunsystems ab, wodurch ältere Menschen anfälliger für Infektionskrankheiten wie Gürtelrose werden.

Paar beim wandern

Gründe für das schwächere Immunsystem im Alter

Im Alter ist das Immunsystem weniger leistungsfähig. Wie der Rest unseres Körpers altert auch das Immunsystem. Dies wirkt sich auf viele Vorgänge aus. Mit zunehmendem Alter produziert der Mensch weniger Antikörper. Auch die Abwehrzellen verändern sich im Laufe des Lebens. Dies führt in der Summe dazu, dass unser Immunsystem mit steigendem Alter weniger effektiv auf eindringende Erreger reagiert und im Körper befindliche Viren weniger gut unter Kontrolle halten kann. Deshalb sind ältere Menschen anfälliger für bestimmte Infektionen.

Einfluss von Stress und psychischen Belastungen

Sowohl physischer als auch psychischer Stress können das Immunsystem ebenfalls schwächen und somit das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung erhöhen. Bei Dauerstress schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol aus, was das gesamte Immunsystem schwächt. Menschen mit einer Depression sind anfälliger für Infektionen und haben auch ein erhöhtes Gürtelrose-Risiko.

Symptome und Komplikationen

Die Symptome einer Gürtelrose sind vielfältig und können neben den typischen Bläschen auch starke Nervenschmerzen, allgemeines Schwächegefühl, leichtes Fieber und Kopfschmerzen umfassen. Bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen entwickeln sich Komplikationen und mit steigendem Alter können die Krankheitsverläufe schwerer werden. Dazu zählen langanhaltende Schmerzen (Post-Zoster-Neuralgie), schwere Entzündungen der Hornhaut oder des Augenhintergrundes und sogar Erblindung bei Befall der Augenregion.

Impfung als Präventionsmaßnahme

Um sich vor Gürtelrose zu schützen, empfiehlt es sich für ältere Menschen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Standardimpfung in Anspruch zu nehmen.
Insgesamt ist es wichtig, sich der Gefahren einer Gürtelrose bewusst zu sein. Das gilt besonders für ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Eine frühzeitige Impfung kann dazu beitragen, das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung zu reduzieren und schwere Komplikationen zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Schutzmöglichkeiten.

NP-DE-HZU-ADVR-230074; 06/23


Weitere Informationen finden Sie auch unter www.impfen.de/guertelrose



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Themen > Gesundheit > Gürtelrose > Gefahr