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Wolfenbüttel

Wolfenbüttel liegt im Südosten unseres Einzugsbereiches.
Das Wappen der Stadt ist aus Blumen komponiert am Stadtgraben zu bewundern.

Der Stadtgraben selbst lädt zu einem Spaziergang in der Natur direkt in der Stadt ein. Die Fontäne und das Entenhaus sind ebenfalls einen Blick wert.

Vermutlich im 10. Jahrhundert hat ein Herr Wulferus eine Siedlung (altdeutsch "bodal", (Erklärung nach Wikipedia, für die Büttelei im Kreis Gifhorn habe ich diese Erklärung nicht gefunden!)) an der Oker gegründet. Hier gab es eine Furt, die in der sumpfigen Gegend für Pferdefuhrwerke unverzichtbar war, wodurch eine gesicherte Einnahmequelle den Bestand der Siedlung garantierte.
Diese Maut wurde nicht nur bei Ausländern eingezogen!

Später wurde die Oker auch für andere Zwecke genutzt, wie Schünemanns Mühle belegt.

Auch Klein Venedig hat seinen besonderen Charme der Oker zu verdanken.

Langsam entwickelte sich die Siedlung von Wulferus weiter. Allerdings wurden auch zwei Mal Befestigungsanlagen von den Herrschern der Umgebung zerstört.
Von 1432 bis 1753 war Wolfenbüttel Residenz der Herzoge von Braunschweig/Wolfenbüttel.
Die Bedeutung der Stadt zu dieser Zeit spiegelt sich im Schloss wieder, an dem namhafte Baumeister mitgewirkt haben.

Diese Plakette am Schlosseingang weist darauf hin, dass auch Till Eulenspiegel hier zu Besuch weilte. Ich habe aber keinen Streich gefunden, den man direkt mit Wolfenbüttel in Beziehung setzen könnte.

Kein Streich, sondern Realität: Das Schloss beherbergt heute neben den typischen Einrichtungen wie Museen usw. auch eines der drei Gymnasien der Stadt.
Weil die Schülerzahl ständig angestiegen ist, musste im Hinterhof 2012 ein neues Gebäude erbaut werden für Klassenräume, Fachräume, Mensa usw..

Wie die Stadt gegen Ende der Residenzzeit ausgesehen hat, zeigt dieses Modell in der Fußgängerzone.
Es enthält auch eine Beschriftung in Brailleschrift, damit sie auch von blinden Menschen verstanden werden kann.

Auch unterirdisch gab es rege Bautätigkeit, um Sicherheit der Stadt gegen Angriffe zu gewährleisten.
Im Seeliger Park sind Teile der Kasematten freigelegt und können von Mai bis September an jedem 3. Freitag im Monat besichtigt werden.

Über der Erde gleich neben den Kasematten steht die Villa Seeliger.
Der Park gehörte zur Banker-Familie Seeliger, bis er 1976 von der Stadt gekauft wurde und damit der Öffentlichkeit zugängig ist.

Es ist diese Privatbank Seeliger, die auch ein wichtiges Motto der Wolfenbütteler geprägt hat: "Alles mit Bedacht".

Aus der Zeit als Residenzstadt stammt auch die 1572 gegründete Herzog August Bibliothek, die unter Herzog August zur größten europäischen Büchersammlung anwuchs und auch heute noch international als Foschungsbibliothek einen guten Ruf hat.
Unter anderem beherbergt sie das Original vom Evangeliar Heinrichs des Löwen.
Vor der Bibliothek steht die Sonnenuhr von Johann Friedrich Penther aus 1738, die 12 Sonnenuhren in drei Ebenen enthält. Ursprünglich wurde sie für den Lustgarten in Wernigerode erbaut, jetzt steht sie in Wolfenbüttel.

Zwischen Schloss und Bibliothek steht dieses Gebäude. Es wurde 1777 dem damals schon seit acht Jahren hier tätigen Bibliothekar Gotthold Ephraim Lessing als Wohnung zugewiesen und war sein Wohnhaus bis zu seinem Tode.
Natürlich enthält es heute viele Ausstellungsstücke über Lessing. Unter anderem ist dessen "Nathan der Weise" in diesen Räumen entstanden.

Auch Wolfenbüttels Theater am Stadtgraben trägt den Namen des bedeutenden Sohnes der Stadt. Im Lessingtheater werden aber nicht nur Stücke des Namenspatrons aufgeführt.

Das Zeughaus von 1613 diente als Waffenarsenal und als Kaserne.
Es soll damals die größten Geschütze Deutschlands berherbergt haben.
Heute ist seine Ausrichtung wesentlich friedlicher, seit 1974 ist es Teil der Herzog August Bibliothek.

Zwei Kirchen sind in Wolfenbüttel besonders erwähnenswert.
Hier ist die Hauptkirche oder auch Marienkirche (Beatae Maria Virginis) von 1608 abgebildet.
In diesem Kirchenbau des Protestantismus sind Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barocks vereinigt.

Die Trinitatiskirche von 1719 ist ebenfalls ein protestantischer Kirchenbau. Sie wurden anstelle des alten, überflüssig gewordenen Kaisertores erbaut, dessen Reste noch im Innenraum zu sehen sind.

Wolfenbüttel versteht sich auch als Stadt der Gärtner, die die Stadt (vor allem natürlich die Herzoge) ernährt haben.
Deshalb wurde vor der Trinitatiskirche ein Gärtnerdenkmal errichtet, neben dem auch Gartenpflanzen wie Mangold angebaut sind.

Vor allem aber ist Wolfenbüttel eine Stadt der Fachwerkhäuser.
Im Nachfolgenden stelle ich einige vor:

In diesem Haus von 1620 residiert seit 1771 eine Apotheke.

Für Mieter mit einem sehr schmalen Geldbeutel empfiehlt sich dieses Haus, das das schmalste Haus in Wolfenbüttel ist.

Und damit nichts vom Charakter der Stadt verblasst, werden auch weiterhin Häuser aufwändig restauriert.

Aber auch andere Stilrichtungen sind in Wolfenbüttel zu sehen wie hier am Harztorplatz.

Der große Marktplatz liegt natürlich in der Stadtmitte in der Fußgängerzone.

Eine Seite des Marktplatzes beherbergt in mehreren Häusern das Rathaus der Stadt. Hier scheint es viel zu raten zu geben oder kommt der Name eher vom Beraten?

Vor dem Rathaus steht auf dem Marktplatz das Standbild von Herzog August.

Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich noch ein paar Bilder ohne Zusammenahng anfügen:
Hier ist die alte Synagode zu sehen, die aus einer Stiftung für eine jüdische Religionsschule hervorgegangen ist.

Weil die alte Synagode im Laufe der Zeit zu wenig Platz bot, wurde in der Lessingstraße eine neue Synagode errichtet.
Auch in der Stadt Nathans des Weisen fiel diese Synagode in der Nazi-Zeit einem Brandanschlag zum Opfer. Daran und an die anderen antisemitischen Handlungen in dieser Zeit soll dieses Denkmal erinnern.

Das ehemalige Wolfenbüttler Bahnhofsgebäude wurde von der Stadt übernommen. Heute enthält es als Kulturbahnhof eine Bücherei, eine Veranstaltungshalle und ein asiatisches Restaurant.

Natürlich darf auch das nicht fehlen: Das Stammhaus der Familie Mast.
Der Herr mag einigen Leuten unbekannt sein.
Bundesweite Bekanntheit unter Fußballfans bekam er, als er 1973 als Chef von Eintracht Braunschweig die Trikotwerbung in der Bundesliga einführte. Wer erinnert sich noch an das Geschrei über den kleinen Hirschen mit dem Kreuz zwischen dem Geweih?
Zufälligerweise produziert dieser Herr Mast in Wolfenbüttel - jetzt mehr am Stadtrand - diesen Kräuterbitter, dessen Name in der Werbung nicht auftauchen durfte. Waidmannsheil!

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