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Braun, schweig!

(letzte Überarbeitung: 30.9.2014)
Das hat leider nicht immer gepasst.
In der jüngeren deutschen Geschichte spielte Braunschweig eine etwas unrühmliche Rolle, die ich nicht unterschlagen kann (Fotoquelle: http://www.gruene-sachsen-anhalt.de) (/fileadmin/user_upload/fotos/nazi.jpg).

Im Freistaat Braunschweig wurde der 1925 auf eigenen Antrag staatenlos gewordene Adolf Hitler im Februar 1932 als Regierungsrat berufen, wodurch er Beamter wurde und zwangsläufig die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt (es ist umstritten, ob er nicht auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft hätte Kanzler werden können). Die oft behauptete Einstellung als Kunstprofessor an der Uni wurde verhindert.
Die rot regierte Stadt Braunschweig versuchte zwar, diesen Schritt zu verhindern, aber erfolglos.

Hitler trat seine Stelle nie an und reichte nach seiner „Machtergreifung“ hierfür sein Rücktrittsgesuch ein.
Außerdem strich er das Gesetz, das seine Einbürgerung erst ermöglichte. Er hat wohl eingesehen, dass damit auch dubiose Elemente die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten konnten.
Recht hat er!
Schließlich vertrat er die Ansicht, dass der "Herrenmensch" groß, blond, blauäugig und Deutscher ist. Gab es damals keinen Spiegel? Er war davon jedenfalls nur "und"!

Nach dem Krieg hat man nicht versäumt, die Spuren Hitlers (Ehrenbürgerschaft, Adolf-Hitler-Straße) zu tilgen und einige Straßen nach ermordeten Braunschweiger Widersachern zu benennen (wie Jasperallee). Nur die deutsche Staatsbürgerschaft konnte man ihm nicht mehr entziehen, das ist im Gesetz nicht vorgesehen....

stolpersteine
Stolpersteine in Braunschweig

In Braunschweig weisen über 250 „Stolpersteine“ darauf hin, dass in diesem Haus Juden im „Dritten Reich“ gewohnt haben und deportiert und ermordet wurden oder rechtzeitig Deutschland verließen
(mehr Details unter www.stolpersteine-fuer-braunschweig.de/).

torbogen
Torbogen in der Bartholomäus-Twete

Braunschweig wurde im zweiten Weltkrieg großteils zerstört (90 % der Innenstadt).
Der Wiederaufbau erfolgte wie in den meisten Städten: Teile der alten Bausubstanz wurden wieder errichtet, an anderen Stellen wurde die Gelegenheit für modernere Einrichtungen genutzt.
Es entstanden einige Großkomplexe für Warenhäuser u.ä..

park
Schlossgarten

Der Rat der Stadt beschloss nach dem Krieg, dass die Überreste des Schlosses abtransportiert und teilweise aufbewahrt werden und stattdessen an dieser Stelle eine Parkanlage entsteht.

schloss
Ansichten vom Schloss

Durch eine Bürgerinitiative wurden Sponsoren aktiviert, wodurch dann bis 2007 das Schloss in seinem früheren Aussehen wieder hergestellt wurde.
Die erhalten gebliebenen Überreste vom zerstörten Schloss wurden (wie üblich) mit eingebaut, was zur Zeit noch deutlich zu erkennen ist.

schlossarkaden
Schloss-Arkaden

Der Preis ist, dass das Schloss z.T. für Verwaltungszwecke genutzt wird, aber überwiegend die Schloss-Arkaden enthält.

Nach all den historischen Anmerkungen folgt jetzt noch ein kleiner Bummel durch die Braunschweiger Innenstadt.
Hier möchte ich einige Bauwerke vorstellen, die ich außer den bereits vorgestellten Häusern in Braunschweigs Innenstadt für sehenswert halte.
Die Gebiete außerhalb folgen dann in einem vierten Abschnitt.

fachwerkhaus
Fachwerkhaus bei der Burgpassage
habenicht
Die kleine Kneipe

In der Nähe der Burg am Papenstieg liegt die kleine Kneipe "Mutter Habenicht".

einhorn
Das Einhornhaus
sieben_tuerme
Das Sieben-Türme-Haus

Dieses Haus am Altstadtmarkt trägt seinen Namen nicht nur wegen der aufgemalten Türme.
Vor der Zerstörung in einem Aufstand 1374 hatte es richtige Türme.
Ein unbekannter Bauherr soll es 1297 nach dem Aussehen des Staatsgefängnisses in Konstantinopel erbaut haben, weil er dieses Gelübde für den Fall seiner Befreiung abgelegt hatte.
In seiner heutigen Form existiert es seit 1708, allerdings nach völliger Zerstörung im 2. Weltkrieg danach wieder aufgebaut.

kohlmarkt
Um den Kohlmarkt

Ein kleiner Eindruck von Braunschweigs größtem Marktplatz.
Seinen Namen hat dieser Platz von den dort im Mittelalter angebotenen Waren.
Die Meisten tippen aber falsch, man verkaufte hier Kohle.

kemenate
Kemenate

Solche Bauwerke wurden früher als Vorratslager an die Häuser angebaut.
Dieser Anbau beim Hagenmarkt ist erhalten, das eigentliche Haus dagegen nicht mehr.

post
Das alte Postgebäude
rathaus
Das heutige Rathaus beim Dom
bezirksregierung
Das Gebäude der ehemaligen Bezirksregierung
theater
Staatstheater Braunschweig
ringerbrunnen
Am Ringerbrunnen
kattreppeln
Kattreppeln

Diese Plastik weist auf die Deutung des Straßennamens "wo sich die Katzen treffen" hin.

eulenspiegel
Eulenspiegelbrunnen

Hier am Bäckerklint soll Till Eulenspiegel seine "Eulen und Meerkatzen" gebacken haben. Sie werden aber heute nicht mehr verkauft.

christentum
Säule 2000 Jahre Christentum

Vor der Burg hat Prof. Jürgen Weber eine Säule aufgestellt, auf der Szenen aus 2000 Jahren Christentum dargestellt sind.
An der Spitze hat er in Anlehnung an die Ringparabel Lessings Symbole der drei großen Weltreligionen Islam, Judentum und Christentum nebeneinander dargestellt, um zu mehr Toleranz zwischen den Weltreligionen zu mahnen.
Vor der Säule werden für Interessierte Gratisflyer mit den Aussagen der Säule angeboten.

rizzi
Das Happy-Rizzi-Haus

2001 wurde der heftig umstrittene Bürokomplex von James Rizzi fertiggestellt.
Heute steht das Gebäude rechts neben dem Schloss.

europaplatz
Häuser am Europaplatz

Meinen Rundgang durch die Innenstadt Braunschweigs beende ich am Europaplatz, weil ich mit der Vorstellung der "Randbezirke" Braunschweigs wieder an dieser Stelle beginne, mich also nur noch um 180° drehe.

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