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Was Du über die Grippeimpfung wissen solltest

Grippe oder grippaler Infekt?

Laufende Nase, Husten, Glieder- und Kopfschmerzen – man fühlt sich schlapp und krank. Doch hat man nun eine Grippe oder handelt es sich „nur“ um einen grippalen Infekt, also um eine ganz normale Erkältung? Häufig ist das auf Anhieb gar nicht so leicht zu unterscheiden und bereits aufgrund der Begriffe besteht leicht Verwechslungsgefahr.

Ältere Frau putzt sich die Nase

Dabei ist die sogenannte „echte Grippe“ etwas ganz anderes. Denn die Grippe wird von einer ganz bestimmten Art von Erregern, den Influenzaviren ausgelöst, während eine Erkältung von bis zu 200 unterschiedlichen Viren verursacht werden kann und ihr Verlauf und die Symptome in den meisten Fällen wesentlich harmloser ist. In den meisten Fällen ist ein grippaler Infekt bei viel Ruhe in einer Woche überstanden, während eine Grippe bis zu 21 Tage dauern kann.

Doch wie kann man nun wissen, was man hat? Vor allem zu Beginn lassen sich die beiden Erkrankungen sehr gut unterscheiden. Während die Beschwerden bei einer echten Grippe geradezu blitzartig auftreten und innerhalb weniger Stunden Fieber auftritt, fängt ein grippaler Infekt eher schleichend an und kündigt sich möglicherweise über Tage hinweg mit Schnupfen, Halsschmerzen und Husten an.

Und auch bei der Frage „Kann ich mich vor einer Erkrankung schützen?“ gibt es einen wesentlichen Unterschied. Vor Erkältungsviren schützt gemeinhin ein gutes Immunsystem, welches wir durch gesunde Ernährung, frische Luft und Bewegung stärken können. Den Influenza-Viren hingegen ist man nahezu schutzlos ausgesetzt, weshalb Ärzte und Ärztinnen Risikogruppen in der Regel eine Grippeimpfung empfehlen. Vor allem in der Corona-Pandemie gelte es zu verhindern, dass durch die Gruppewelle das Gesundheitssystem zusätzlich belastet wird, weshalb es zur Grippeschutzimpfung rät.

Wer sollte sich impfen lassen?

Ärztin impft Senioren

Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) empfiehlt vor allem Menschen über 60 Jahre, Bewohnern von Pflegeheimen, medizinischem Personal und chronisch Kranken, die z. B. an Diabetes oder Asthma leiden, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Ältere Menschen sind besonders gefährdet, da die Abwehrkräfte des Immunsystems mit den Jahren abnimmt. Dadurch können Infektionen schwer verlaufen und es besteht ein erhöhtes Risiko, dass es zu Komplikationen kommt, die im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Wie gut schützt eine Grippeimpfung?

Darstellung des Immunsystem-Abwehrkonzepts

Grippeviren verändern sich ständig, weshalb jedes Jahr neu geimpft werden muss. Dabei kann man nicht vorhersagen, welche Grippestämme in der kommenden Saison tatsächlich vorherrschen. Denn in der Regel liegen zwischen der Bestimmung eines Grippestamms und der Auslieferung des Impfstoffes ein halbes Jahr – eine Zeitspanne, in der die Viren zum Teil mutieren und auf den Impfstoff nicht reagieren. Manche Stämme verbreiten sich auch anders als prognostiziert. Dennoch befinden sich Menschen mit einer Grippeimpfung gegenüber Ungeimpften im Vorteil, da die Erkrankung zumeist kürzer und milder verläuft und schwere Krankheitsfolgen seltener sind.

Hier noch ein paar Zahlen: Das RKI schätzt die Impfwirksamkeit der Grippeimpfung in der Wintersaison 2019/20 auf 62 Prozent. Im Jahr 2018/19 betrug die Impfeffektivität laut RKI hingegen nur insgesamt 21 Prozent, da der Impfstoff bei den zirkulierenden Influenzatypen nicht gleich wirksam war. Nichtsdestotrotz: In den letzten Jahren schützte eine Grippeimpfung im Durchschnitt etwa 60 Prozent aller geimpften Menschen zuverlässig vor einer Infektion.

Wie lange dauert es, bis der Impfschutz komplett aufgebaut ist?

Es dauert in der Regel etwa 10 bis 14 Tage, bis der Impfstoff vollständig wirkt. Daher wird empfohlen, sich vor Beginn der jährlichen Grippewille, die in den letzten Jahren zumeist Anfang Januar begonnen hat, impfen zu lassen. Üblicherweise wird im Oktober und November geimpft. Aber auch wenn die Grippe bereits zirkuliert: Es ist nie zu spät sich impfen zu lassen, da sie die schwerwiegenden Folgen aufgrund einer Erkrankung verringert.

Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?

Eine Grippeimpfung wird in den meisten Fällen gut vertragen. Es können jedoch kurzzeitig lokale Reaktionen wie Rötungen, Juckreiz oder Schwellungen an der Einstichstelle auftreten. Darüber hinaus reagiert das Immunsystem manchmal mit Erkältungssymptomen wie Fieber, Glieder- oder Muskelschmerzen, die jedoch in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder verschwinden.

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