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Wadenkrämpfe: Ursachen und Behandlung

Was sind Wadenkrämpfe?

Bei einem Wadenkrampf zieht sich die Wadenmuskulatur schmerzhaft zusammen. Dabei verhärten sich die Muskeln und können in diesem Zustand für Sekunden oder gar Minuten verharren. Dies ist eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit, die immer wieder und urplötzlich auftreten kann. Besonders häufig treten Wadenkrämpfe in der Nacht auf. Wadenkrämpfe können verschiedene Ursachen haben. Es gibt jedoch einige hilfreiche Tipps zur Soforthilfe und Gegenmaßnahmen, die man selbst durchführen kann und die sofortige Besserung versprechen.

schmerzende Wade

Woher kann der Krampf kommen?

Muskelkrämpfe in der Wade können verschiedene Ursachen haben. So kann der Krampf auf eine sportlich anstrengende Aktivität zurückzuführen sein. Überanstrengung in Kombination mit starkem Schwitzen ist eine häufige Ursache. Generell ist der Muskelkrampf eine typische Reaktion auf einen Mineralstoffmangel, welcher auch andere Ursachen haben kann. Besonders im Alter treten Wadenkrämpfe häufiger auf als in jungen Jahren.

magnesiumhaltige Lebensmittel

Im Laufe des Lebens verkürzt sich die Muskulatur, ein Teil davon bildet sich zurück, da sie häufig zu wenig beansprucht wird. Wird die Muskulatur nicht beansprucht, bildet sie sich zurück. Genau diesem Effekt beugt man mit regelmäßigem Training vor. Hinzu kommt eine falsche, eher eintönige Ernährung, die dem Körper nicht die nötigen Nährstoffe bietet. Ein weiteres Phänomen des Alters ist die meist zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Viele ältere Menschen trinken einfach zu wenig. Dadurch wird der Elektrolythaushalt gestört und es kommt zu einem Mangel an Nährstoffen im Körper. Weitere Begleiterscheinungen mit steigendem Alter sind Hormonschwankungen, Störungen der Durchblutung sowie Rückenprobleme und damit einhergehend eine Störung des Nervensystems. Auch die Einnahme von Medikamenten kann sich auf die körperliche Konstitution auswirken und das System aus dem Gleichgewicht bringen.

Wenn auch selten, kann Wadenkrämpfen auch eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegen, wie beispielsweise Diabetes oder eine Nierenschwäche. Alkoholismus, Nervenstörungen oder spezifische Muskelerkrankungen können ebenso eine Ursache sein. Auch durch eine falsche Schlafposition oder durch eine zu einseitige Belastung kann das Entstehen von Krämpfen begünstigt werden. Wenn die Muskulatur nicht mehr regelmäßig beansprucht wird, ist sie schnell überlastet und reagiert entsprechend mit Muskelkrämpfen. Auch eine Fehlstellung der Extremitäten kann verantwortlich sein für Muskelkrämpfe.

Wann muss ich zum Arzt?

Wer einmalig an einem Muskelkrampf leidet, der muss nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Häufen sich jedoch die Anfälle, dann sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Auch wenn sich der Krampf trotz Gegenmaßnahmen festsetzt und nicht mehr verschwindet, ist dies ein Zeichen zum Arzt zu gehen. Wenn die Krämpfe die Nachtruhe und demzufolge auch den Tagesablauf stören, weil der Körper übermüdet ist, dann sollte auch hier ein Arzt zu Rate gezogen werden. Sind sich wiederholende Bewegungen ein Auslöser oder treten gar Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder ein unangenehmes Kribbeln auf, so ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Das gleiche gilt für einen plötzlichen und wiederholt auftretenden Schmerz in Fuß, Bein oder der Leistenregion. Wird der Muskelkrampf von Schwellungen begleitet oder gar Rückenschmerzen, so ist der Arzt unbedingt hinzuzuziehen. Der erste Ansprechpartner hier ist zunächst einmal der Hausarzt oder auch ein Internist, der sich auf innere Erkrankungen spezialisiert hat. Gegebenenfalls ist danach eine Überweisung an einen Facharzt wie Neurologen oder Orthopäden erforderlich.

Patient bekommt die Wade massiert

Was kann ich tun?

Ist der Muskelkrampf einmal da, dann ist schnelle Hilfe gefragt. Hier gibt es zum Beispiel verschiedene Übungen, die direkt durchgeführt werden können:

Streckung der Wadenmuskulatur

Um die Wadenmuskulatur zu dehnen, sollten die Zehen Richtung Körper gezogen und wieder gestreckt werden. Ebenso kann es den Schmerz lindern, sich aufzustellen und herumzulaufen, da dies die Durchblutung fördert und die Muskulatur lockert. Auch wenn das Bewegen oder Gegendehnen zunächst sehr schmerzhaft ist und unmöglich scheint, es verschafft schnell Besserung. Auch eine Massage kann schnelle Linderung versprechen, da auch hierdurch die Muskeln gelockert werden. Eine Wechseldusche mit kaltem und warmem Wasser kurbelt ebenfalls die Durchblutung an und lindert den Krampf.

Als Therapie wird vor allem regelmäßige Bewegung empfohlen. Das lockert die Muskulatur und wirkt einem Verkümmern und einer Rückbildung der Muskeln entgegen. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle und sollte entsprechend vielfältig und abwechslungsreich gestaltet werden, da Muskelkrämpfe oft nur auf einen Magnesiummangel zurückzuführen sind. Es kann hilfreich sein, regelmäßig magnesiumhaltige Präparate einzunehmen, um die Mineralstoffe im Körper aufzufüllen.

Liegt den Krämpfen eine ernsthafte Erkrankung zugrunde, muss natürlich eine passende Therapie begonnen und die Ursache bekämpft werden. Ist die Ursache gefunden, wird der Arzt einen weiteren Therapieverlauf vorschlagen.

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