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Sonnenschutz für Senioren

Wenn die Sonne scheint, zieht es die Menschen ins Freie. Ob im eigenen Garten, im Strandcafé oder auf einer Parkbank: Wärme und Sonnenlicht beleben Körper und Geist. Ein Übermaß an UV-Strahlung ist jedoch pures Gift für die Haut. Für Menschen aller Altersklassen ist Sonnenschutz wichtig, um Sonnenbrand und das damit verbundene Hautkrebsrisiko zu vermeiden. Senioren sollten jedoch noch mehr darauf achten, da sie besonders empfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung und Hitze sein können.

Paar am Strand mit Sonnenschirm

Vorsicht bei sommerlichen Hitzeperioden

Bei hohen Außentemperaturen ist der Organismus vollauf damit beschäftigt, die Körpertemperatur zu regulieren. Wir schwitzen. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und kühlt sie. Dabei verliert der Körper Flüssigkeit und reagiert mit Durst darauf. Bei älteren Menschen ist diese körpereigene Regulation störanfälliger als in jungen Jahren. Sie verspüren wenig oder keinen Durst und nehmen daraus resultierend nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich. Auch die Schweißdrüsen reagieren weniger zuverlässig auf die hohen Temperaturen. Die Gefahr von Überhitzung und Herz- und Kreislaufproblemen steigt. Bei Medikamenten, die sich auf den Blutdruck auswirken, muss gegebenenfalls die Dosis angepasst werden, selbstverständlich nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Durch welche Maßnahmen kann man sich schützen?

Präventive Maßnahmen sind: die Vermeidung extremer Sonnenbestrahlung, das Tragen schützender Kleidung und konsequentes Auftragen von Sonnenschutzmitteln.

Zwischen 12 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung in den Sommermonaten am intensivsten. An Tagen mit intensiver Sonnenstrahlung sollten ausgedehnte Aufenthalte und Aktivitäten im Freien nach Möglichkeit morgens oder in den Nachmittagsstunden stattfinden. Eine Orientierungshilfe, um die Intensität der Sonnenstrahlen einzuschätzen, bietet der UV-Index. Er ist ein Indikator dafür, wie schnell bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftritt. Je niedriger der UV-Index ist, desto niedriger ist die UV-Belastung und damit die Gefahr, sich einen Sonnenbrand einzufangen. Je höher der Index ausfällt, desto wichtiger ist es, die Haut vor der Sonne zu schützen.

Textilien schützen die Haut effektiv vor UV-Strahlung. Dabei bieten dicht gewebte Stoffe den besten Schutz. Dunkle und weite Kleidung schützt besser als helle und eng am Körper liegende Kleidung. Bei hoher UV-Belastung dürfen Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht fehlen. Intensives Sonnenlicht kann bleibende Schäden an der Netzhaut und Hornhaut der Augen verursachen. Sonnenbrillen mit ausreichendem UV-Schutz tragen auf der Innenseite der Bügel ein CE-Zeichen sowie die Aufschrift ISO 12312-1. Auch eine Sonnenbrille sollte nicht dazu verleiten, direkt in die Sonne zu schauen.

drei Personen mit gehen an den Strand

Verwendung von Sonnenschutzmitteln

Sonnenschutzmittel müssen in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen werden. Wichtig ist es, immer wieder nachzucremen, um die Schutzwirkung zu erhalten. Das gilt auch für wasserfeste Produkte. Beim Einsatz der Sonnenschutzpräparate multipliziert sich die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels. Beträgt die Eigenschutzzeit der Haut beispielsweise 10 Minuten, so erhöht sich die Dauer bei Lichtschutzfaktor 20 theoretisch auf 200 Minuten. Dermatologen raten jedoch dringend dazu, diese Grenze nicht auszureizen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für Erwachsene grundsätzlich mindestens Lichtschutzfaktor 20. Bei hoher UV-Belastung wie beispielsweise in den Bergen oder durch reflektierendes Wasser, ist ein sehr hoher Schutz (ab LSF 30) bis sehr hoher Schutz (ab LSF 50) erforderlich.

Sonne und Medikamente

Die Kombination aus Sonnenbad und Medikamenteneinnahme ist nicht immer unproblematisch. Viele gängige Medikamente können eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut bewirken. Damit steigt nicht nur das Risiko einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Symptome einer solchen phototoxischen Reaktion reichen von leichten Rötungen und Juckreiz bis zu brennenden Schmerzen und gravierenden Verbrennungen. Bei vielen Arzneimitteln ist das Risiko bekannt. Es betrifft zum Beispiel Antibiotika, Diuretika, Rheuma-Präparate und auch pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian und Johanniskraut. Hinweise hierzu finden sich im Beipackzettel. Bei Unsicherheiten sind Ärzte und Apotheker die geeigneten Ansprechpartner.

Am Ende gilt für den Aufenthalt in der Sonne: nicht übertreiben, ausreichend Sonnencreme verwenden, regelmäßig schattige Plätze aufsuchen und ausreichend trinken.

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