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Können Haustiere bei Depressionen helfen?

Hund im Krankenhaus

Jeder, der schon einmal schlecht gelaunt nach Hause gekommen ist und an der Tür freudig vom Vierbeiner begrüßt wurde, wird bestätigen, dass sich das Zusammenleben mit Hund, Katze oder Maus positiv auf die allgemeine Zufriedenheit auswirkt und entscheidend das Wohlbefinden verbessert. Als Besuchshunde in Altenheimen, Schulen oder als Helfer für kranke und behinderte Menschen sind bereits viele Tiere im Einsatz.

Das Haustier als „Therapeut“

Die positiven Eigenschaften eines Haustieres könnten auch bei der Behandlung von Depressionen genutzt werden. Häufig ziehen sich depressive Menschen zurück und meiden soziale Kontakte. Die Gründe dafür sind vielfältig, manchen Betroffenen fehlt einfach die Kraft, wiederum andere haben ihr Selbstwertgefühlt verloren. Das Ergebnis ist jedoch das gleiche: Die Betroffenen vereinsamen und geraten unter Umständen immer tiefer in die Depression.

Ein Haustier begegnet dem Betroffenen immer ohne Vorurteile. Unabhängig vom Aussehen, der Befindlichkeit oder dem sozialen Status reagiert der vierbeinige Hausgenosse menschenfreundlich und wohlwollend. Hat der menschliche Begleiter einmal das Haus verlassen, wartet das Haustier sehnlichst auf die Rückkehr, es fordert Aufmerksamkeit und vermittelt dem Besitzer das Gefühl, gebraucht zu werden. Nicht nur die bedingungslose Zuneigung, sondern auch die Verantwortung gegenüber dem Haustier und die Aufgaben, die das mit sich bringt, können einem Menschen mit Depressionen helfen.

Tiere helfen dabei, dem Tag Struktur zu geben

Ein Paar beim Spazierengehen

Depressive Menschen fehlt häufig der Antrieb, morgens aufzustehen. Wer jedoch ein Haustier hat, kommt nicht umher es zu versorgen. Besonders Hundebesitzern bieten sich hier viele Vorzüge. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sorgen für Bewegung, das lindert nachweislich die Symptome einer Depression. Das Sonnenlicht sorgt für eine vermehrte Produktion von Vitamin-D im Körper und wirkt Symptomen wie schlechter Stimmung, Schlafstörungen, Nervosität, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen entgegen.

Streicheleinheiten lindern Stress

Katzenjunges

Egal, um welches Tier es sich handelt, enger Kontakt zu Tieren hat positive Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden. Das Streicheln von Tieren löst Spannungsgefühle, erhöht die Zufriedenheit und kann Blutdruck und Puls senken Der Körper schüttet Serotonin aus, ein Hormon, das Stress verringern, die Entspannung fördern und Depressionen lindern kann.

Zuverlässige Versorgung muss gewährleistet sein

Bei alle den Vorteilen eines Haustieres für den Patienten darf das Wohlergehen des Tieres nicht vergessen werden. Ob ein Haustier in Frage kommt, hängt von der Schwere der Depression ab und ob sich der Patient selbst und der behandelnde Therapeut ihm zutraut, das Tier zuverlässig zu versorgen. Auch die finanziellen Mittel sollten nicht außer Acht gelassen werden. Sind diese Voraussetzungen gegeben, sollte es dennoch eine Person geben, die sich im Notfall um das Tier kümmern kann. Dann steht der Wahl des tierischen Gefährten nichts mehr im Wege.

Kann oder darf ein Patient aus den verschiedensten Gründen kein eigenes Tier halten, kommt eventuell eine tiergestützte Depressions-Therapie infrage, die mittlerweile in vielen Kliniken angeboten wird.

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