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Gesundheit 4.0 - wie digital wird die Medizin?

Wer die elektrische Zahnbürste schon für modernen Schnickschnack gehalten hat, hat noch nichts von den neusten Modellen gehört. Mittlerweile gibt es Zahnbürsten, die mit KI Technologie (KI = Künstliche Intelligenz) ausgestattet sind und das Putzverhalten des Nutzers analysieren. Über die passende Smartphone-App gibt der 3-D-Putztrainer dann in Echtzeit Rückmeldung, wie effektiv die Zähne geputzt werden und hilft dabei, das Putzen zu verbessern.

Intelligente Uhren messen den Blutdruck und den Puls genauso wie Gewichtsschwankungen, Schlafbewegungen oder die zurückgelegte Schrittzahl. Praktisch oder beängstigend?

Tablet zeigt Gesundheitsdaten

Im App- und Google Playstore gibt es mittlerweile ohnehin unzählige Angebote im Gesundheitsbereich, darunter natürlich mehr und weniger seriöse. Fitness-Apps, Kalorienzähler-Apps, Medikamenten-Apps oder Apps, die dem Nutzer bei der Bewältigung von Stress helfen sollen, nahezu alles ist hier zu finden (Lies hier, worauf man bei Gesundheits-Apps achten sollte).

Auch vor dem Krankenhaus macht die Digitalisierung nicht halt. Daten werden digital gespeichert, Geräte miteinander vernetzt. Ziel eines Krankenhauses ist in erster Linie natürlich, den Patienten so gut es geht zu versorgen. Genau dabei könnte die Digitalisierung helfen, besonders was Arbeitsabläufe- und -prozesse angeht.

Die elektronische Patientenakte

In den USA und in Österreich gibt es bereits die elektronische Patientenakte, auch in Deutschland soll sie bald eingeführt werden. Eine elektronische Patientenakte bietet große Vorteile. Eine lückenlose Dokumentation der Medikation, Behandlungsschritte und Symptomatik würde weniger Wissenslücken bei den involvierten Personen bedeuten und somit eine bessere Patientenversorgung ermöglichen. Wichtig bei diesen sensiblen Daten ist natürlich die Sicherheit. Es muss gewährleistet werden, dass die Daten des Patienten vor einem Angriff von außen sicher sind. Dafür muss die Software stimmen, und auch das Personal. Das Bestandspersonal muss das Tagesgeschäft stemmen und hat weder die Zeit, noch die Ausbildung um die IT ebenfalls zu übernehmen. Dieser weitere Kostenfaktor muss entsprechend eingeplant werden.

Grafik Ärzte und Smartphone

Künstliche Intelligenz (KI) im Krankenhaus

Da der Medizinbereich bestimmten Voraussetzungen und Anforderungen an Sicherheit unterliegt, schreitet der Einsatz von KI in Krankenhäusern nur langsam voran. Zwar wird viel geforscht, doch bis etwas tatsächlich im Klinikalltag Anwendung findet, dauert es sehr lange. Zudem sind Krankenhäuser, was die finanzielle Struktur, strategische Ausrichtung, Infrastruktur und Versorgungsauftrag angeht, alle unterschiedlich geprägt. So kommt es, dass manche Krankenhäuser beim Einführen neuer Technologien schneller sind als andere.

Roboterhand reicht Hand eines Arztes

Es gibt Versuche eines „cognitive hospitals“, also eines kognitiven Krankenhauses. Dabei geht es darum, dass ein Algorithmus alle bestehenden Daten eines Patienten berücksichtigt, um danach akkurate Vorhersagen zu Erkrankungsrisiko, Erkrankungsverlauf, Therapie usw. zu errechnen. Akkurate Aussagen konnten bei diesen Versuchen jedoch noch nicht gemacht werden. Die Variablen eines jeden Menschen sind zu unterschiedlich, um mathematischen Gesetzen zu folgen. Bislang zumindest. Die Forschungen laufen und irgendwann wird es vielleicht möglich sein, an Hand der gesammelten Daten die beste Therapie für den Patienten errechnen zu können.

Roboter operiert Patienten

Nächste Schritte könnten hingegen sein, operative Eingriffe im Vorfeld komplett zu simulieren und sie dann von einem Roboter ausführen zu lassen. Doch auch hier wird noch viel Zeit vergehen, bis so etwas standardmäßig eingesetzt werden kann. Ebenfalls vorstellbar ist eine Art „Autopilot“ für Ärzte, also Entscheidungsunterstützungssysteme die den Arzt mit Daten versorgen und Qualitätssicherung betreibt oder eine künstliche Intelligenz als beratende Instanz, die bei Fragen, die eine hohe und stets aktuelle Sachkompetenz erfordern, wie beispielsweise die Dosierung von Medikamenten oder die Behandlung von Immunerkrankungen zu Seite steht. Die endgültige Entscheidung und die Verantwortung für diese sollte jedoch weiterhin der Arzt treffen.

Neben den genannten gibt es natürlich zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten der KI im Krankenhaus. Ihr Einsatz bietet ein großes Potential, allerdings bedarf es noch weiterer Forschung, bis ein standardmäßiger Einsatz denkbar wird.

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