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Viele Menschen leiden unter Rheuma – frühzeitiges Erkennen hilft

Unter Rheuma sind Funktionseinschränkungen und Schmerzen des Bewegungssystems zu verstehen. Die dabei auftretenden Schmerzen können sich reißend, ziehend oder fließend darstellen. Bei entzündlichen Prozessen können auch Organe oder das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen werden. Als Auslöser einer rheumatischen Erkrankung gelten Stoffwechselstörungen, Entzündungen oder degenerative Veränderungen. Als Ursachen kommen Erbfaktoren, ungesunde Ernährung und Übergewicht sowie altersbedingte Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule und Gelenke in Betracht. Neben den Knochen und Gelenken können auch Weichteile wie Muskeln und Bänder betroffen sein.

schmerzendes Handgelenk

Als rheumatoide Erkrankung werden insgesamt etwa 400 verschiedene Erkrankungen bezeichnet. Eine besondere Art dieser entzündlichen Erkrankung stellt die Arthritis als häufigste rheumatische Erkrankung dar. Bei einer rheumatoiden Arthritis sind Gelenke von einer chronisch fortschreitenden Bindegewebsentzündung betroffen. Eine Morgensteifigkeit der Finger-, Hand- oder Fußgelenke tritt als typisches Symptom häufig ab dem 40. Lebensjahr auf und betrifft mehr Frauen als Männer. Neben den Funktionsbeeinträchtigungen kann es im Laufe der Zeit auch zu Formveränderungen kommen. Zu den verschiedenartigen rheumatischen Erkrankungen zählen außerdem:


  • Arthrose

  • Gicht

  • Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung)

  • Weichteilrheuma

  • Vaskulitis (Gefäßerkrankung)

Die Diagnose

schmerzende Fingergelenke

Als erste unspezifische Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung kann Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit auftreten. Die Erstellung einer Diagnose ist zu diesem frühen Zeitpunkt ohne typische Symptome schwierig. In der Nacht und am Morgen auftretenden Gelenkschmerzen sowie zunehmende Verformungen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke sind schon deutliche Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung. Ein Arzt diagnostiziert eine rheumatoide Arthritis, wenn mindestens drei Gelenke über einen mehr als sechswöchigen Zeitraum entzündet sind. Dazu muss der sogenannte Rheumafaktor im Rahmen einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Bei der dieser sichersten Untersuchungsmethode wird auf erhöhte Entzündungswerte im Blut geachtet. Mithilfe bildgebender Untersuchungsmethoden wie Röntgenaufnahmen oder die Magnetresonanz-Tomografie können typische Gelenksveränderungen deutlich werden. Es ist empfehlenswert, beim ersten Verdacht einen Facharzt aufzusuchen. Eine möglichst frühzeitige Erkennung ist wesentlich, da sich die Krankheit besonders in den ersten Monaten stark ausbreitet.

Behandlungsmethoden und vorbeugende Maßnahmen

Rheuma ist nach dem derzeitigen Stand medizinischer Erkenntnisse nicht heilbar. Es bestehen jedoch nach dem Erkennen der Erkrankung hilfreiche Therapiemöglichkeiten. Dazu zählen:


  • Schmerzlindernde, entzündungshemmende Mittel

  • Gesunde Lebensführung, insbesondere Ernährung

  • Schonende Bewegungsübungen zur Erhaltung der Flexibilität von Gelenken und Wirbelsäule

  • portliche Betätigungen wie Schwimmen oder Spazierengehen

  • Kälte-/Wärmetherapie

  • Physiotherapeutische Maßnahmen wie Konditionsaufbauübungen, Übungen zur Muskelstärkung und Schulung von Haltung und Gang sowie Koordinationsübungen und Stabilisierungsübungen.

Frau trainiert mit Gummiband

Dadurch kann die Krankheitsentwicklung verlangsamt werden. Außerdem können schmerzlindernde Behandlungen erfolgen und der Patient kann im Umgang mit der Erkrankung geschult werden. Aufgrund der Nebenwirkungen bei einer dauerhaften Einnahme von Arzneimitteln zur Schmerzbekämpfung suchen Patienten auch Heilpraktiker auf. Eine Schmerzbekämpfung kann alternativ auch durch Akkupunktur oder Kräutermischungen erfolgen. Seit einiger Zeit werden Basistherapeutika wie Methotrexat und Sulfasalazin eingesetzt. Dadurch können entzündliche Schübe verhindert werden. Eine Wirkung durch diese Substanzen erfolgt jedoch erst nach längerer Zeit. Dabei kann es sich auch um Monate handeln. Erforscht wird derzeit, ob durch Biosensoren, die operativ einzupflanzen wären, eine deutliche Reduzierung der krankheitsbedingten Medikamenteneinnahme möglich wäre. Als vorbeugende Maßnahmen gelten eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung sowie regelmäßige ärztliche Untersuchungen.

Außerdem sollten Genussgifte vermieden werden. Sollten starke Umweltbelastungen feststellbar sein, sollten ebenfalls geeignete Reaktionen erfolgen.

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