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Bandscheibenvorfall: mit einfachen Maßnahmen effektiv vorbeugen

Knochen, Gelenke und Co. müssen im Laufe des Lebens vielen Belastungen standhalten. Umso wichtiger ist es, dass jegliche Körperbereiche bestmöglich beschützt und präventiv geschützt werden.

Die Wirbelsäule ist eine sehr bedeutsame, aber auch sehr anfällige Körperregion. Die großzügige Bewegungsfreiheit der Wirbelsäule ermöglicht es, dass wir aufrecht gehen und jegliche Haltungsveränderungen zeitnah ausführen können. Entsprechende Erkrankungen bzw. Schäden an der Wirbelsäule führen demnach zwangsläufig zu enormen Bewegungseinschränkungen - die oftmals mit heftigsten Schmerzen verbunden sind.

Arzt blickt auf Röntgenbild

Aufbau und Funktion der Bandscheiben

Grundsätzlich besteht die Wirbelsäule aus Wirbelkörpern, die durch jeweils eine Bandscheibe voneinander getrennt sind. Diese Bandscheiben dienen als Puffer und geben der Wirbelsäule ihre bedeutsame Flexibilität. Jede Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring und einem inneren Gallertkern. Durch diese flexiblen Bestandteile kann sich die knöcherne Form der Wirbelsäule den Anforderungen individuell anpassen. Daher werden die Bandscheiben nicht ohne Grund oft als "Stoßdämpfer" der Wirbelsäule bezeichnet.

Was passiert beim Bandscheibenvorfall?

Grafik eines Bandscheibenvorfalls

Bei normalen Belastungen kann die Wirbelsäule über Jahrzehnte hinweg ohne Einschränkungen agieren. Fehlbelastungen im Alltag können jedoch schnell zu Bandscheibenvorfällen und dauerhaften Schäden führen. Dabei wird der äußere Faserring beschädigt, so dass die Kernmasse nach außen quillt. Dieses Phänomen wird als klassischer "Bandscheibenvorfall" bezeichnet - und wird oftmals von stark stechenden Schmerzen und entsprechenden Bewegungseinschränkungen begleitet.

Umso wichtiger ist es, dass die eigene Wirbelsäule bestmöglich geschont und auch präventive Maßnahmen gegen entsprechende Vorfälle ergriffen werden. Denn nur so kann einem Bandscheibenvorfall effektiv entgegengewirkt werden.

Präventionsmaßnahmen für den Alltag

Grundsätzlich gilt: Bewegung ist die beste Therapie! Da die Wirbelsäule von verschiedenen Muskelgruppen umgeben ist (der Rücken-, Bauch- und Rumpfmuskulatur), die den Wirbelbereich in besonderer Weise schützen, sollten diese Muskelgruppen intensiv trainiert werden. Sie dienen als Stabilisator und sind maßgeblich an der Gesundheit der Wirbelsäule beteiligt.

Es gibt aber auch viele kleine Alltagssituationen, in denen aktiv gegen einen Bandscheibenvorfall vorgebeugt werden kann. Grundsätzlich gilt: Ob Jung oder Alt - für vorbeugende (präventive) Maßnahmen ist man nie zu alt!

  • Längere Sitzphasen mit Bewegungspausen unterbrechen
  • Bandscheiben werden beim langen Sitzen überdurchschnittlich eingedrückt. Dies kann langfristig dazu führen, dass der Faserring platzt und die Gallertmasse herausdringt ("vorfällt"). Regelmäßige Bewegungen im Alltag sind daher unerlässlich, damit sich die Wirbelsäule wieder erholen und sich in die physiologische Stellung bringen kann.
  • Rückenschonendes Anheben von größeren Lasten
  • Größere Gewichte - wie zum Beispiel Wasserkästen oder schwere Taschen - sollten immer körpernah und aus der Hocke heraus angehoben werden. Dabei ist besonders wichtig, dass der Rücken gerade gehalten wird. Ein Abstützen beim Hochkommen kann die Traglast zusätzlich minimieren. So werden die Bandscheiben geschont und die zu tragende Last wirkt sich nicht negativ auf die Stellung der Wirbelsäule aus.
  • Fehlhaltungen aktiv vermeiden
  • Ob im Sitzen oder Stehen: Wichtig ist, dass sich die Wirbelsäule stets in ihrer natürlichen Form befindet und dabei gerade durchgedrückt wird. Unterschiedliche Beinlängen können mit Schuheinlagen behoben werden, so dass sich der Rücken anschließend im physiologischen Gleichgewicht befindet. Statt einseitig schwere Schultertaschen zu tragen sollten Rucksäcke gewählt werden, durch die die zu tragende Last gleichmäßig auf beide Schulterblätter verteilt wird. Bei besonders schweren Gewichten sollten stets Hilfsmittel (wie Schubkarren, Sackkarren, etc.) genutzt werden, die die gesamte Last tragen und so den eigenen Körper maßgeblich schonen.

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