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Wunderwerk Gedächtnis

Unser Gedächtnis ist wie eine innere Schatzkammer. Dort werden unsere Erinnerungen bewahrt, Erinnerungen an freudige wie traurige Ereignisse, die uns als Mensch geprägt haben und uns ausmachen. Würden wir diese Erinnerungen verlieren, verblassen wir als Mensch, werden regelrecht ausgelöscht.

Unser funktionierendes Gedächtnis lässt uns jedoch vor allem unseren Alltag bewältigen. Es sorgt dafür, dass wir uns erinnern, wo wir Dinge abgelegt haben, wie etwas zu erledigen ist und was wir zu tun haben.

Doch was ist das Gedächtnis überhaupt und wie funktioniert es? Das Gedächtnis merkt sich Ereignisse, Menschen, Dinge, Prozesse. Es speichert also jede Information, um so zukünftiges Verhalten zu steuern und Gemerktes nutzen zu können.

zwei Frauen schauen ein Album an

Das Langzeitgedächtnis speichert nur die wichtigsten Informationen

Im Wesentlichen arbeitet das Gedächtnis mit zwei Speichern. Das Kurzzeitgedächtnis speichert Informationen über einen kurzen Zeitraum von Sekunden bis Minuten. Erst wenn diese Informationen mehrfach benötigt oder gemerkt wurden, stuft das Gehirn sie als wichtig ein und überführt sie in das Langzeitgedächtnis. Erinnerungen im Kurzzeitgedächtnis sind nicht fest verankert und können daher schnell wieder verloren gehen. Man vergisst also. In der Regel vergessen wir über 90 Prozent der Informationen, die wir aufnehmen. Im Langzeitgedächtnis hingegen werden Informationen aller Art dauerhaft gespeichert. Das können mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre sein.

Unverzichtbar im Alltag: das Kurzzeitgedächtnis – alles was nicht wichtig ist, wird wieder gelöscht

Mit dem Merken klappt es jedoch nicht immer so, wie man es möchte. Wer hat nicht schon einmal etwas vergessen? Einen Regenschirm, einen Anruf, den Topf auf dem Herd? Was löst diese Vergesslichkeit oder gar Gedächtnisprobleme aus? Was führt dazu, dass unser Kurzzeitgedächtnis eine Information fallen lässt, wir also einmal etwas vergessen?

Da Informationen im Kurzzeitgedächtnis noch nicht fest verankert sind, können sie durch andere, wichtiger scheinende Informationen "überschrieben" werden. Was für ein Glück, man stelle sich vor, unser Gehirn würde nicht über die Fähigkeit des Vergessens verfügen und uns bliebe alles, was wir sehen und erfahren für immer im Kopf.

Macht Routine vergesslich?

Manchmal liegt unsere Vergesslichkeit auch einfach nur daran, dass wir geistesabwesend sind und an etwas anderes gedacht haben. Gerne schweifen die Gedanken ab, wenn uns ein Gespräch nicht interessiert oder auch bei Tätigkeiten, die wir Tag für Tag routinemäßig erledigen. Haben wir den Herd tatsächlich ausgemacht und die Haustür abgeschlossen? Wo haben wir den Schlüssel hingelegt? Die Ursache hierfür ist, dass wir uns bei solchen Aktivitäten bereits mit zukünftigen Dingen beschäftigen und nicht darauf achten, was wir gerade tun. Das passiert jungen wie alten Menschen – gerade und häufig dann, wenn es viel zu erledigen gilt.
Auch Stress kann dazu führen, dass das Kurzzeitgedächtnis fehlerhaft arbeitet und eine Information fallen lässt. So kann selbst eine bedeutende Information leicht verloren gehen.

Krankhafte Ursachen

Nur weil das Gedächtnis im Alter etwas schlechter wird, hat dies also noch lange nichts Schlimmes zu bedeuten. Aber was ist, wenn jemand ständig vergisst und dadurch im Alltag eingeschränkt ist? Welche Ursachen können Gedächtnisprobleme haben?

Häufen sich verschiedene Symptome wie Gedächtnislücken, Probleme mit der zeitlichen Orientierung oder Schwierigkeiten gewohnte Alltagstätigkeiten auszuführen und treten diese gemeinsam auf, könnte es sich auch um erste Anzeichen für eine ernsthafte Gedächtnisstörung
wie z.B. eine vaskuläre Demenz oder Alzheimer handeln. Klassische Anzeichen einer demenziellen Erkrankung, die bereits sehr früh auftreten, sind ein offensichtlicher Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, eine starke Persönlichkeitsveränderung und zunehmende Orientierungslosigkeit. Sollten diese Symptome wiederholt auftreten, empfiehlt es sich einen Facharzt aufzusuchen.

Aber was ist mit der alltäglichen Vergesslichkeit? Kann man dem altersbedingten Nachlassen der Merkfähigkeit gezielt vorbeugen? Oder der Vergesslichkeit durch Stress oder fehlende Anreize? Wissenswertes zur Unterstützung und zum Training des Gedächtnis findest Du unter:
www.gegen-das-vergessen.net

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