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Wie Sport das Gehirn stärkt

Sport sei gut fürs Gehirn und einem gesunden Körper wohne ein gesunder Geist inne. Diese beiden Aussagen sind weit verbreitet - und sie stimmen tatsächlich. Es gibt diverse Gründe, warum Bewegung gerade im höheren Alter das Gehirn fit halten kann. Bevor die Gründe erläutert werden, muss aber einmal festgehalten werden, was unter "geistiger Fitness" überhaupt verstanden wird.

„Geistige Fitness“ meint die Fähigkeit zum konzentrierten Denken, das Erhalten von Kreativität, eine gute Auffassungsgabe, die Fähigkeit zum und das Interesse am sozialen Kontakt und die Offenheit für neue Erfahrungen.

Illustration Gehirn beim Trainieren

Der Zusammenhang zwischen Bewegung und dem fitten Gehirn

Im Gehirn sitzt das Denken. Im Denken ist vieles verankert, was die Lebensqualität beeinflusst: Das Wissen, das Gedächtnis, die Launen und Neigungen. Und unzweifelhaft ist, dass Bewegung dem Gehirn gut tut. Dabei ist zu allererst die bessere Sauerstoffversorgung zu betrachten, die mit Sport einhergeht. Sauerstoff braucht das Gehirn zum Arbeiten. Wer sich viel bewegt, fördert die Durchblutung und regt die Bildung der Kapillaren an. Die erhöhte Durchblutung fördert den Transport von Nährstoffen, was wiederum das Gehirn besser versorgt. Zudem können hierdurch Zellschäden besser repariert und Stoffwechselprozesse effizienter werden.

Eine bessere Durchblutung "räumt" im Gehirn auf. Denn auch im Gehirn können sich Fette und andere Stoffe ablagern. Dies geschieht in den Blutbahnen und zwischen den Zellen. Dieser Prozess hemmt die Hirnzellen - zum einen bei der Signalübertragung und zum anderen bei der Verästelung untereinander. Desto freier das Gehirn von ungewünschten Stoffen ist, desto effizienter kann es auch arbeiten. Eine bessere Durchblutung reinigt das Gehirn in gewissem Sinne und beugt gleichzeitig weiteren Ablagerungen vor. Ein gut durchblutetes Gehirn ist somit auch ein gut funktionierendes Gehirn.

Generell erhält Sport auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Folgeerscheinungen eines schwächelnden Herz-Kreislauf-Systems, wie etwa Herzinfarkte (Sauerstoffunterversorgung des Gehirns) und Schlaganfälle, gehören zu den Hauptrisikofaktoren für eine Schädigung des Gehirns. Regelmäßige Bewegung beugt diesen Leiden vor und hilft damit dabei, das Gehirn physisch länger gesund zu halten, was für einen gesunden Geist unabdingbar ist.

Neubildung und Erhalt von Hirnzellen durch Sport

Bauklötze in zwei Köpfen stellen Gehirn dar

Es gibt Hinweise darauf, dass Sport die Neubildung von Hirnzellen im Hippocampus (Sitz des Gedächtnisses) anregt. Vermutet wird hier, dass die Wachstumshormone, die durch Sport gebildet werden, auch im Hippocampus wirken können. Forscherinnen und Forscher vom Salk-Institut kamen zu dem Schluss, dass diese Wachstumsfaktoren zur Neubildung von Nervenzellen beitragen können, da sie über das Blut ins Gehirn gelangen können.

Insgesamt wird die Neubildung sämtlicher Neuronen im Gehirn durch Sport befördert. Neue Neuronen sind besser vernetzt als alte und übertragen Signale besser - beides ist eine gute Voraussetzung für das Lernen und Erinnern. Dass ein älteres Gehirn keine neuen Zellen mehr bilden würde, ist mittlerweile widerlegt.

Eine weitere Studie der Universität Frankfurt konnte zeigen, dass das Absterben von Hirnzellen durch Sport aufgehalten wird. Hierfür wurde bei Probanden, die unter kontrollierten Bedingungen über einen längeren Zeitraum Sport treiben, der Cholin-Spiegel gemessen. Cholin ist ein Abbauprodukt, das aus abgebauten Hirnzellen resultiert. Der Spiegel war bei Sporttreibenden niedriger - und das unabhängig vom Alter. Sport schützt daher in jedem Alter das Gehirn.

Welcher Sport ist der Richtige?

Es gibt hier zwei entscheidende Faktoren: Die Atmung darf während des Sports nicht beeinträchtigt werden. Es eignen sich also vor allem langsame Ausdauersportarten wie Walking, Schwimmen oder auch Radfahren.

Mann beim Schwimmen im Freibad

Und außerdem darf es nicht zu Stress (Überanstrengung kommen). Denn Stresshormone haben genau den gegenteiligen Effekt aufs Gehirn: Sie zerstören Nervenzellen und hindern neue Zellen am Wachstum.

Tägliche Bewegung (mindestens 30 Minuten) kann bereits alle positiven Auswirkungen auf das Gehirn haben. Wichtig ist, dass der Sport für einen funktioniert und dass entspannt geatmet werden kann. So bleiben Körper und Geist länger gesund und aktiv.

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