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Geistig fit im Alter - Die besten Tipps

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Dabei wünscht sich wohl jeder, auch im hohen Alter noch gesund und fit zu sein und zwar nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Umfragen ergeben, dass der Wunsch nach einem guten Gedächtnis im höheren Lebensalter an erster Stelle steht. Doch unser Gehirn befindet sich im Laufe unseres Lebens ständig im Umbruch und je älter wir werden, desto mehr nimmt seine Plastizität, d.h. die Fähigkeit, neue Verknüpfungen zwischen Nervenzellen zu knüpfen, tendenziell immer mehr ab, was sich unter anderem als Verlust von Gedächtnisleistungen äußern kann. Zu einem solchen kognitiven Leistungsabfall muss es jedoch nicht zwangsläufig kommen. Die gute Nachricht ist: Nicht nur unsere Gene spielen hierbei eine Rolle, sondern durch unsere Lebensgestaltung können wir selbst Einfluss auf diesen Prozess nehmen. Der Schlüssel zum Erfolg dabei ist eigentlich relativ simpel: Unser Gehirn möchte gefordert werden, deshalb müssen wir ihm immer neue Herausforderungen bieten.

Die Grundlage: Eine ausgewogenen Ernährung

Um zu funktionieren, braucht unser Gehirn viel Energie. Wichtig ist es jedoch natürlich nicht nur, dass wir essen, sondern es kommt auch stark darauf an, WAS wir essen, denn mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass eine gesunde Ernährung die Alterung des Gehirns verlangsamen kann. Doch wie sieht eine gesunde Ernährung in der Praxis aus?

Löffel mit Olivenöl

Der wichtigste Treibstoff für das Gehirn ist Glukose, welche vor allem in Kohlehydraten vorhanden ist. Ideale Lieferanten stellen Vollkornprodukte, Nudeln, Gemüse und Obst dar. Bei diesen Produkten darf also beherzt zugegriffen werden. Tierische Fette in Form von Fleisch dagegen sollten nur in Maßen konsumiert werden. Besser sind pflanzliche Fette mit ungesättigten Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in Olivenöl vorkommen. Dieses wirkt sich außerdem günstig auf den Cholesterinspiegel aus, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern kann. Ebenfalls wichtig sind Vitamine und Omega-3-Fettsäuren, weshalb auch öfters mal Fisch auf dem Speiseplan stehen sollte. Als einfache Faustregel gilt: Je bunter der Teller, desto besser. Außerdem essenziell ist es, genug zu trinken. Bevorzugter Durstlöscher sollte Wasser darstellen, wer jedoch etwas mehr Geschmack haben möchte, der darf auch zu Tees oder Fruchtsaftschorlen greifen.

Herz-Kreislauf-Risiko senken, um geistig fit zu bleiben

Wer einer Demenz vorbeugen möchte, der sollte versuchen, sein Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung so gering wie möglich zu halten, denn was gut für unser Herz ist, ist auch gut für unser Hirn. Beeinflussbare Risikofaktoren stellen in erster Linie ein zu hoher Blutdruck, zu hohe Cholesterinspiegel, Rauchen, sowie ein hoher Alkoholkonsum dar. Auch der Blutzucker sollte nicht zu hoch sein, denn Menschen mit Diabetes haben auch ein höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt können helfen, rechtzeitig erhöhte Werte zu entdecken und zu intervenieren. Einen zweijährigen Check-Up ab 35 Jahren empfehlen und übernehmen sogar die Krankenkassen.

Aktiv bleiben

Paar beim Radfahren

Auch regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf unseren Kopf aus, denn sportliche Betätigung regt das Nervenwachstum an. Am Wirksamsten sind Ausdauersportarten, wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Man muss jedoch nicht zum Leistungssportler werden, um geistig fit zu bleiben, bereits mit etwa 30 Minuten täglicher Bewegung in moderater Intensität kann man schon viel für die geistige Fitness tun. Körperliche Aktivität nimmt nicht nur direkten Einfluss auf unser Hirn, indem sie die Durchblutung steigert, sondern auch indirekt, da sie Krankheiten an Herz und Gefäßen vorbeugt und auch auf diese Weise das Risiko für die Entstehung einer Demenz verringern kann. Wer jedoch chronisch krank ist oder ganz neu mit einem Sport beginnt, der sollte zunächst einen Arzt konsultieren und sich grünes Licht geben lassen.

Training fürs Gehirn

Frau malt auf einer Leinwand

Was für den Körper gilt, gilt auch für unseren Geist: Aktivität hält fit und gesund. Viele ältere Menschen machen gerne Kreuzworträtsel, doch der Nutzen ist wahrscheinlich eher gering, da nur auf Bekanntes zurückgegriffen wird und keine neuen Verbindungen geknüpft werden müssen. Besser ist es, zu versuchen, neue Dinge zu lernen, zum Beispiel eine neue Sprache oder zu versuchen, sich auf einem neuen Gebiet weiter zu bilden. Sehr anspruchsvoll für unser Gehirn sind auch Tanzen und Musizieren. Die alltägliche Routine kann jedoch auch ganz einfach dadurch unterbrochen werden, indem man mal mit der anderen Hand seine Zähne putzt oder einen anderen Weg als der Übliche zum Einkaufen benutzt. Ebenfalls geistig auf Trab halten uns soziale Kontakte, denn die Interaktion mit anderen Menschen regt den Geist an.

Egal, wie alt man ist: Es ist nie zu spät, den Kopf vor neue Herausforderungen zu stellen. Wie diese jedoch für einen selbst am Besten aussehen sollten, muss individuell herausgefunden werden.

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