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Frühlingsgefühle – was ist dran?

glückliche Frau mit offenen Armen

Am 20. März ist Frühlingsanfang. Mit den steigenden Temperaturen hebt sich auch die Stimmung – die Frühlingsgefühle erwachen und die Hormone spielen verrückt. Wir fühlen uns fröhlich und energiegeladen und gehen mit unseren Mitmenschen empathischer um. Was dabei im Körper vor sich geht und wie es dennoch zu Frühlingsdepressionen kommen kann.

Paar radelt durch die Stadt zwischen blühenden Bäumen

Sonne macht glücklich

Frühlingsgefühle sind ein reales Phänomen. Das haben Forscher herausgefunden, die den Zusammenhang des Frühlingsanfangs auf die Stimmung untersuchten. Denn wenn spätestens Ende März die Sonne wieder Einzug hält, schüttet das Gehirn vermehrt Glücksgefühle wie Serotonine und Endorphine aus. Endorphine entfalten sich, wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen. Der Botenstoff wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und hat schmerzstillende Effekte. Auch bei positiven Erlebnissen wird er ausgeschüttet – dem ersten Frühjahresspaziergang im Park oder einem Sonnenbad auf der Terrasse.

Auf dieselbe Weise werden Serotonine ausgeschüttet. Das helle Sonnenlicht gelangt über Haut und Augen zu den Ausläufern des Gehirns. Dort lösen sie Erregungen aus und aktivieren die Zirbeldrüse im Hypothalamus. Dann wandelt das Gehirn das Schlafhormon Melatonin in das Gute-Laune-Hormon Serotonin um.

Frühlingswiese und Sonne

Frühlingsgefühle: Vitamin D tut seinen Teil

Weil die Effekte von Endorphinen und Serotoninen vor allem in Verbindung mit körperlicher Bewegung zum Tragen kommen, sind im Frühling auch die Laufstrecken und Parks wieder bevölkert. Endlich kann nach einem langen, trüben Winter auch ein möglicher Vitamin-D-Mangel ausgeglichen werden. Denn Vitamin D wird vom Körper hauptsächlich während der Sonnen-reichen Tage zwischen März und Oktober gebildet. Es hat positive Auswirkungen auf den Hormonspiegel, kommt aber auch den Muskeln, dem Knochenaufbau und dem Immunsystem zugute. Es gilt, die körpereigenen Vitamin-D-Speicher im Sommer zu füllen, um im Winter nicht in ein Loch zu fallen.

Der Frühling als Zeit des Umbruchs

Das Frühlingserwachen ist überall zu sehen. Die Natur ist im Aufbruch, und die Menschen sind es ebenfalls. Die Vögel zwitschern, Tiere streifen ihren Winterpelz ab und wir Menschen wagen uns wieder nach draußen, um neue Kräfte zu tanken und unsere sozialen Kontakte wiederaufleben zu lassen. Die Ursachen dafür, dass im Frühjahr eine Zeit des Umbruchs und Neubeginns ansteht, ist ebenfalls in hormonellen Prozessen begründet. Denn mit den steigenden Temperaturen werden psychologische Prozesse aktiviert, die uns offener werden lassen. Wir gehen leichter auf andere Menschen zu, genießen mehr und verlieben uns schneller. Kurz: Eine Zeit von Sinn und Sinnlichkeit.

Für manche Menschen kann das Frühlingserwachen jedoch eine Art Druck bedeuten. Nun gilt es, fit und fröhlich zu sein und die Zeit in Gärten und Straßencafés auszukosten. Menschen, die sich nicht bereit dafür fühlen, können eine richtiggehende Frühjahresdepression entwickeln. Dann gilt es, den Frühling im eigenen Tempo willkommen zu heißen und sich - falls nötig - auch einmal in den kühlen Schatten zurückzuziehen.

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