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Gute Landschaftsaufnahmen – Tipps zum Gelingen

Um gute Landschaftsaufnahmen auf Film oder Speicherkarte festzuhalten, wird neben der notwendigen Kameratechnik mit Stativ – vor allem viel Geduld vorausgesetzt. Gute Landschaftsfotografien entstehen in der Kamera, leichte Korrekturen oder Optimierungen können am Computer vorgenommen werden.

Die Landschaftsfotografie gehört zu den schwierigen Gebieten der Fotografie. Hier sind die meisten Faktoren gar nicht oder nur bedingt zu beeinflussen – das Wetter, die besten Foto-Stunden des Tages. Landschaftsfotografen verbringen viel Zeit draußen in der Natur – wollen die Landschaft so wiedergeben, wie sie diese wahrnehmen.

Fotograf mit Stativ an Meeresküste

Ständig wechseln die Lichtverhältnisse – wenige Stunden bleiben der Fotografie

Die ‚Goldene Stunde’, die Zeit etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Das ist die Zeit der Landschaftsfotografen, Zeit der sanften, langen Schatten und des goldgelb getönten Lichts. In dieser Zeit entstehen Landschaftsfotos der Extraklasse.
Wer Landschaftsmotive in den ‚Blauen Stunden’ einfangen will, muss entweder noch früher aufstehen oder abends länger warten. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang beherrschen intensive Blautöne das Landschaftsbild.

Zur Mittagsstunde ist das Licht zu hart. Es nimmt den Fotos die Farbigkeit und drückt die Brillanz. Interessante Fotos entstehen nur am Meer. Der Wind bewegt Wasser und Wellen, die Sonne zaubert konturierte Reflexe darauf.

Für den Landschaftsfotografen ist es wichtig, mit den Wetterphänomenen vertraut zu sein. Das Wetter kann ein geplantes Foto zerstören – oder dem Fotografen zu einem Top-Foto verhelfen.

Wolkenloser oder bewölkter Himmel

Für den Fotografen ist der wolkenlose Himmel langweilig. Wolken bereiten dem Fotografen Freude. Sie geben der riesigen Fläche phantastische Strukturen – oft mit großem Farbenspiel. Kurz vor einem Unwetter zeigt der Himmel geballte Dramatik, besonders dann, wenn es Sonnenstrahlen gelingt, winzige Wolkenlücken zu finden.

Nebel

Faszinierende Fotos entstehen am frühen Morgen, wenn die nächtliche Feuchtigkeit die Täler mit weißen ‚Wattebäuschen’ füllt, die Morgensonne die Bergspitzen farbig aus dem Weiß herausholt. Wenn transparente Nebelschwaden durch die Hochwälder ziehen und von der Morgensonne durchleuchtet werden.

Regen

Regentage sind nicht unbedingt Fototage, nur selten lohnt sich der Einsatz.

Standpunkt, Standort und Kameraperspektive – Ansichten verändern ihr Aussehen

Mann fotografiert im Wald

Der Standort der Kamera bestimmt die Kameraperspektive (Betrachtungswinkel) zu einem bestimmten Objekt. Nachstehende Standpunkte werden häufiger gewählt.

Die Froschperspektive

Der Kamerastandpunkt liegt in Bodennähe. Der Gegenstand wird etwa im 90°-Bereich von unten abgelichtet. Da der Schärfebereich nur in einem Teil des Bildes trifft, können Dinge gezielt hervorgehoben werden.

Die Frontale oder Normalsicht

Bei der Normalansicht steht die Kamera auf gleicher Höhe des Objekts. Der Schärfebereich deckt die Fläche ab. Das Foto vermittelt den Eindruck der natürlichen Wahrnehmung ohne perspektivische Verzeichnung.

Die Vogelperspektive

Die Vogelperspektive ist eine ganz extreme Draufsicht, der Kamerastandpunkt ist weit oben über dem Objekt. Je nach eingesetztem Objektiv ist es möglich, wunschgemäß die Schärfeebene zu verlagern, Dinge hervorzuheben.

Die Schrägsicht

Die Schrägsicht – besser bekannt als 'Dutch Angle' – ist die schräge Kameraperspektive, die den unwirklichen ‚schrägen’ Eindruck vermittelt. Markant bei diesen Aufnahmen ist ein schief liegender Horizont der zudem noch mit Unter- oder Aufsicht vereint ist.

Effekthascherei oder notwendiges Übel

Natürliche Effekte (Vignettierung)

‚Vignettierung’ bezeichnen Fotografen die Abschattung in Richtung Bildrand. Vignettierung und Randlichtabfall zählen zu den ungewollten Effekten und lassen sich durch Abblenden mildern oder vermeiden. Der Fotograf könnte beides als Teil der Bildgestaltung betrachten, gewährt der Bildmitte mehr Bedeutung.

Kontraste

Kontrast ist Schärfe und Schärfe ist Kontrast. Es geht um die Unterscheidbarkeit im Detail. Mal trifft es die Farben, mal die Helligkeit, mal die Strukturen. ‚Kontrast’ in der Fotografie ist ein Universalbegriff. Dabei ist er untergeordnet. Bestimmend bei der Qualität des Fotos ist generell der Schärfeeindruck – das sind die Informationen, die das Foto in seinem Gesamteindruck transportiert.

Tiefenwirkung

Die Tiefenwirkung ist eine optische Täuschung. Bilder sind generell zweidimensionale Abbildungen. Doch zaubern Farbe, Linienführung und vor allem Licht und Schatten (Kontrast) eine nicht reale 3. Dimension hinein. Es ist die Tiefenwirkung der Bilder, die Auge und Gehirn täuschen.

Gegenlicht

Gegenlicht (Fotografie) ist jede Lichtquelle, die direkt auf das Objektiv trifft. Hier zaubert sie Reflexionen, die unerwünscht sind und nur selten zur Bildgestaltung beitragen. Streulichtblenden können die Reflexe mildern.

Landschaftsfotografie – beachtenswerte Regeln

Gute Landschaftsfotos können mit fast jeder Kamera mit Wechselobjektiv gemacht werden. Eine variable Brennweite von noch Weitwinkel- bis zum leichten Teleobjektiv tut gute Dienste. Ein Stativ und Fernauslöser sollten dabei sein. Bei Einstellungen darauf achten, dass ISO auf 100 ist, die Blende möglichst geschlossen und der Fokus auf Hyperfokale Distanz eingestellt ist. Wird darauf geschaut: dass Drittel-Regel (Goldener Schnitt), die Linienführung Beachtung finden und die Landschaftsfotos in den Morgen- oder Abendstunden geschossen werden – dann werden die Fotos Zustimmung finden.

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