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Bericht von Marijo und dem Regenmacher


Bei einem Ausflug habe ich einige Fotos von der ältesten am Kaiserstuhl (Königschaffhausen)
noch voll im Betrieb stehenden Walnuss-Ölmühle gemacht.
Auf meine Bitte hin hat mir Regenmacher eine Erklärung der antiken Technik gegeben.
Das Ergebnis dieses technischen Aufwands ist ein ganz köstliches reines Kaiserstühler Walnussöl (1/2 l = € 6.-).
Man kann es wirklich löffelweise pur genießen.
Die Bezugsquelle würde ich auf Wunsch gerne nennen.

(marijo)



Kommentar Regenmacher:

Die Bilder sind toll, und ich werde
Dir gerne die Technik beschreiben:
Die Nüsse müssen schon von der harten äußeren Schale befreit sein.
So kommen sie auf den Kollergang







und werden zerstampft oder gemahlen. An der Achse sieht man auch die Schare, die das Mahlgut immer vom Rand oder der Mitte unter den Mahlstein streicht. Von da kommt das Nussmehl in das Rüttelsieb,

um die noch groben Nusskerne herauszusieben, die dann wieder
zum Kollergang gebracht werden.
Jetzt kommt das feine Nussmehl in die Vorpresse, die die Luft aus dem Ölkuchen presst (Presszylinder an der Wand rechts).
Es wird mit weniger Druck gearbeitet, man sieht es an den kleineren Gegendruckbalken oben an der Presse. Auch da kann schon Nussöl ausgepresst werden, welches dann in den davor stehenden Eimer läuft. Es ist wie beim Schnapsbrennen der so genannte Vorlauf. Ob er wie beim Schnaps und auch beim Olivenöl besonders gut ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ist der Ölkuchen durch mehrmaliges Füllen des Zylinders schön kompakt, wird der Zylinder mit dem Ölkuchen auf die
Hauptpresse

umgesetzt und hier dann lange mit hohem Druck bearbeitet. Zum Schluss ist der Ölkuchen so trocken wie Mehl.
Gepresst wird mit Wasser, damit kein Schmierfett oder Hydrauliköl das Nussöl verunreinigt. Der Kompressor hat zwei Hochdruckzylinder rechts und links an der Achse. Auf der Achse sind zwei Räder montiert. Eines davon ist mit der Achse verkeilt, das andere läuft frei mit. Man braucht dies, um die Presse abstellen zu können, dazu wird der Antriebsriemen seitlich auf das mitlaufende Rad geschoben. Interessant ist noch der ganze

Antrieb der Ölmühle.
Alles wird über eine sogenannte Transmission betrieben d. h. mit einem Elektromotor werden alle Maschinen bewegt, der dann auch nicht ständig an- und abgeschaltet wird, wenn an einer Maschine etwas geändert werden muss.
Ich glaube ich habe nichts übersehen.

Doch, die Steuerung der Hauptpresse wird einfach über einen Dreiwegehahn vorgenommen, er befindet sich an der linken Seite der Presse, da wo die Druckleitung vom Kompressor zur Presse führt. Und es ist auch noch ein Manometer eingebaut, damit man den Druck ablesen kann.


(Regenmacher)

Autor: ehemaliges Mitglied

Autor: marijo

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